Ab 3. Mai: keine Durchfahrt am Viadukt und Sanierung Straße des 18. März

Die Stadtverwaltung Schwarzenberg teilt mit:

„Der Abbruch der Bahnbrücke über dem Kreisverkehr Viadukt in Schwarzenberg tritt in die nächste Bauphase. Ab Montag, dem 3. Mai 2021, wird auch die bisher einspurig nutzbare Fahrbahn in und aus Richtung Annaberg-Buchholz für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Mit der Vollsperrung der Straße des 18. März (B 101) beginnt gleichzeitig die Sanierung des Fahrbahnbelages im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zwischen dem Kreisverkehr Viadukt und der Bushaltestelle Wildenau. In die Sperrung mit einbezogen ist die Kreuzung Straße des 18. März – Wildenauer Weg – Alte Heerstraße.

Die Umleitung erfolgt ab der Kreuzung Beierfelder Dreieck über die S 270 Beierfeld, Grünhain nach Zwönitz und von dort über die S 258 über Elterlein nach Scheibenberg, wo man wieder auf die B 101 trifft. Die Gegenrichtung wird ebenso über die genannten Orte ausgeschildert.

Gesperrt für den Fahrzeugverkehr bleibt weiterhin die S 272 (Straße des 18. März) zwischen den beiden Kreisverkehren. Die Zufahrt zum Autohaus und zum Spielplatz Straße des 18. März ist weiterhin möglich. Die Umleitung für diese Vollsperrung erfolgt ab dem Stadtteil Neuwelt über die Schneeberger Straße, die Eibenstocker und Erlaer Straße zur Karlsbader Straße.

Aus Richtung Annaberg-Buchholz kommend in Richtung Johanngeorgenstadt wird die Umleitung von Raschau-Markersbach aus über die S 271 und die S 273 über Rittersgrün nach Breitenbrunn zur S 272 ausgeschildert.

An der Ampelkreuzung Karlsbader Straße – Badstraße – Badwiese ist die Einfahrt in die Badwiese nicht möglich. Die Badwiese wird als Einbahnstraße ausgeschildert. Die Zufahrt ist nur über die Einmündung am Finanzamt möglich.

Wann immer möglich, sind die weiträumigen Umleitungen zu nutzen und nicht die innerörtlichen Nebenstrecken, auf denen unter anderem Parkverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen ausgeschildert werden. Die Fahrzeugführer müssen sich mit erhöhter Aufmerksamkeit sowie Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme auf die veränderte Verkehrssituation einstellen.

Die Nebenstrecken müssen vorrangig vom Bus- und Lieferverkehr genutzt werden. Für Feuerwehr, Rettungsdienst und Busverkehr gibt es zudem eine Sonderregelung.
Die aufgeführten Sperr- und Umleitungsmaßnahmen gelten voraussichtlich für einen Zeitraum von vier Wochen.

Danach erfolgt unter Vollsperrung die Sanierung des Fahrbahnbelages auf der Straße des 18. März zwischen der Bushaltestelle Wildenau und der Kreuzung Straße des 18. März – Elterleiner Straße. Weiterhin werden in diesem Bauabschnitt die Gehwege und Bushaltestellen erneuert.

Anschließend folgt noch der Straßenabschnitt zwischen der Kreuzung Straße des 18. März – Elterleiner Straße und dem Abzweig Raschauer Weg.

Vom 3. Mai bis 21. September 2021 wird auf der Bahnstrecke zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Der Abschluss aller Arbeiten ist für Ende Oktober geplant.“

-> Stadtverwaltung Schwarzenberg (PM), www.schwarzenberg.de

(Foto vom 14. April 2021)

Warum wird die Brücke erneuert? Fragen und Antworten rund um Abriss und Neubau des Viadukts

Die Eisenbahnbrücke über dem Kreisverkehr Straße der Einheit / Straße des 18. März, das Viadukt, wird abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt. Die Baumaßnahme wird einige Monate dauern und ist mit Straßensperrungen verbunden. Immer wieder wurde gefragt, warum die Brücke überhaupt erneuert wird – diese und andere Fragen habe ich an die Erzgebirgsbahn als Bauherr gestellt. Die Antworten sind von Jens Wünsche, Projektleiter der Erzgebirgsbahn.

Wann wurde die Brücke gebaut, warum mit diesem einen massiven Betonpfeiler in der Mitte?

Jens Wünsche: Mit Beginn des Uranerzbergbaus der SDAG Wismut im Erzgebirge ab 1946 erlangte die Strecke 6626 Johanngeorgenstadt–Schwarzenberg innerhalb kurzer Zeit eine herausragende Bedeutung. Sie wurde sowohl für die Abfuhr der geförderten Uranerze als auch für den Berufsverkehr zu den neu eingerichteten Bergwerkschächten in und um Johanngeorgenstadt benötigt. 1948 wurde die Strecke für einen zweigleisigen Betrieb ausgebaut. Dabei musste aufgrund der vorhandenen engen Gleisbögen, insbesondere vor dem nördlichen Tunnelausgang des Schlossbergtunnels, und dem zu kleinen Querschnitt des Tunnels die Trasse verlegt und neu geplant werden. In diesem Zusammenhang wurde der Bau der Brücken in km 16,890 und km 16,934 erforderlich, die 1952 fertiggestellt wurden. Aus alten Plänen zum Streckenbau geht hervor, dass ursprünglich eine Brücke mit drei Überbauten und zwei Pfeilern geplant war. Warum dann die Änderung erfolgte und das massive Mittelbauwerk statt des dritten Überbaus errichtet wurde, kann anhand der Materialknappheit kurz nach dem Krieg nur vermutet werden.

Gibt es für den Abriss der Brücke bauliche Gründe? Welche konkret?

Die Bauwerke befinden sich in einem baulich schlechten Zustand. Eine Vielzahl von Schäden an der lastabtragenden Konstruktion erfordern zwingend bauliche Maßnahmen. Aufgrund der fortschreitenden Verschlechterung des technischen Zustandes der Eisenbahnüberführungen ist es erforderlich, die Brückenbauwerke zu erneuern. Eine Sanierung der Brücken ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, eine Erneuerung ist zur Erhaltung der Streckenklasse notwendig. Da die Strecke zweigleisig war, sind derzeit insgesamt vier Überbauten vorhanden, von denen seit der Herstellung der Eingleisigkeit der Strecke im Jahre 2000 nur noch zwei benötigt werden. Die noch vorhandenen ungenutzten Überbauten unterliegen den gleichen Pflichten zur Verkehrssicherung und Instandhaltung, als ob sie in Betrieb wären.

Sie sprechen von Brücken, nicht Brücke. Sie meinen aber die Brücke, die Laien als eine lange Brücke sehen? Zwei Brücken deshalb, da der massive Betonmittelpfeiler im Kreisverkehr aus Ihrer Sicht zwei Brücken trägt?

Sie vermuten in Ihrer Frage richtig, es handelt sich bei der Brücke über den Kreisverkehr anlagentechnisch um zwei Brücken, da das massive Zwischenbauwerk nicht als Brücke zählt.

Dass das Viadukt abgerissen und neu gebaut werden soll, war schon seit Jahren ein Thema. Warum hat die Umsetzung so lange auf sich warten lassen?

Mit der Planung des Brückenneubaus wurde vor noch nicht einmal fünf Jahren Ende 2016 begonnen. Nach erfolgter Vor- und Entwurfsplanung konnte Mitte 2018 die Genehmigungsplanung beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht werden. Im August 2019 war das Plangenehmigungsverfahren, bei dem alle Betroffenen gehört und das Einvernehmen mit der Baumaßnahme hergestellt wird, abgeschlossen und die europaweite Ausschreibung der Bauleistung wurde veröffentlicht. Ende 2019 erfolgte der Zuschlag und die ausführende Firma wurde beauftragt. Seit Anfang 2020 läuft unter deren Regie die Ausführungsplanung, seit Herbst 2020 ist die Planung im Prüflauf zur Freigabe. Dieser Gesamtablauf ist keineswegs langwierig gewesen, bei Baumaßnahmen dieser Größe dauern die erforderlichen Prozesse einfach ihre Zeit.

Wie viel Geld investiert die Erzgebirgsbahn in die Baumaßnahme, kann sie dafür Fördergelder in Anspruch nehmen?

Die Baumaßnahme ist mit rund 6,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt zum Großteil auf Basis der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) III zwischen Deutscher Bahn und Bund mit Bundesmitteln.

Was genau wird abgerissen, wie wird die neue Brücke aussehen?

Nach Demontage des Gleises werden alle vier Stahl-Überbauten mit einem Kran ausgebaut. Danach erfolgt der Abbruch beider Widerlager sowie des Mittelbauwerkes. Als Ersatz für die alten Brücken soll eine neue Eisenbahnüberführung über die Länge beider bestehenden Bauwerke sowie des Mittelbauwerks entstehen. Für das neue Bauwerk wird eine dreifeldrige Trogbrücke mit einer Gesamtstützweite von 63,0 m vorgesehen. Der Überbau wird auf 2 Kastenwiderlagern und 2 Pfeilern aus Ortbeton gegründet. Auch die Stützmauer entlang der B 101 zwischen den beiden Bahnbrücken wird abgebrochen. Dort entsteht zukünftig zwischen den neuen Flügelmauern der Brücken eine Böschung.

Wie sieht der Ablauf bzw. Zeitplan der Baumaßnahme aus?

  • März bis April 2021: Baustelleneinrichtung, Verkehrsführung, Vorbereitungsarbeiten
  • 3. Mai bis 21. September 2021: Vollsperrung der Bahnstrecke mit Schienenersatzverkehr zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt – in dieser Zeit Abbruch und Neubau des Bauwerkes
  • Oktober bis Dezember 2021: Fertigstellungsarbeiten, Straßenbau, Herstellung Böschungen, Rückbau Baustelleneinrichtung, Baustellenräumung

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Wünsche.

(Bild: Erzgebirgsbahn)

Start der Baumaßnahme Viadukt im März 2021

Das Viadukt wird in diesem Jahr zur Baustelle. Nach Informationen der Erzgebirgsbahn sollen die Straßensperrungen voraussichtlich ab dem 1. März 2021 erfolgen. Die S 272 zwischen Kreisverkehr Viadukt in Richtung Kreisverkehr Egermannbrücke wird dann voll gesperrt. Die Zufahrt zum Autohaus und zum Spielplatz Straße des 18. März bleibt bestehen.

Die B 101 bleibt einspurig befahrbar. Der Verkehr wird über Ampel geregelt.

Die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenberg trifft aktuell Vorbereitungen, um zum 15. März 2021 in den städtischen Bauhof umzuziehen. Dies ist erforderlich, da sich das Hauptdepot im unmittelbaren Baubereich befindet.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant parallel auf der B 101 ab dem Kreisverkehr Viadukt bis zur Brücke Raschauer Weg die Sanierung des Fahrbahnbelags, dazu soll es Anfang März konkrete Informationen geben – wenn das Lasuv den Auftrag vergeben und die Stadt mit der Baufirma den detaillierten Bauablauf besprochen hat.

-> Info: Stadtverwaltung Schwarzenberg (PM), www.schwarzenberg.de

(Foto von 2020)

Eintritt streng verboten

Das Wetter war heute ganz schön durchwachsen, los gings mit Regen und eigentlich blieb es auch dabei, ein paar Stunden zwischendrin wars mal trocken und sonnig. Die Strecke heute: Robert-Koch-Straße, Grünhainer Straße, Bahnhofstraße, Vorstadt.

Tür der alten Lenin-Oberschule Sachsenfeld in der Robert-Koch-Straße: „Eintritt streng verboten“

Warten in der Grünhainer Straße: Erzgebirgsbahn aus Richtung Johanngeorgenstadt

Ausnahmsweise mal Sonne, perfektes Licht am Totenstein

In der Vorstadt zogen dann wieder dunkle Wolken auf.

Freie Fahrt hier, Baustelle dort

Ein paar Baustellen sind wieder weg, so kann man auf der Grünhainer Straße durchfahren und auf der Straße der Einheit, der B 101, auch. In der Grünhainer Straße wurden Trinkwasserleitungen neu verlegt und in der Straße der Einheit die Rechtsabbiegespuren in Richtung Beierfeld sowie in Richtung Grünhainer Straße verlängert. Der Hahn und die Hühner, die gern mal über die Grünhainer Straße laufen, leben also jetzt wieder gefährlicher …

Nach wie vor gebaut wird dagegen auf dem ehemaligen Stadtwerke-Gelände an der Grünhainer Straße, und noch nicht gebaut wird augenscheinlich in der ehemaligen Lenin-Oberschule in Sachsenfeld.

Hahn an der Grünhainer Straße

B 101 am Ring-Center Richtung Johanngeorgenstadt

B 101 Richtung Neuwelt

Grünhainer Straße, Gelände des Bauhofs, rechts die neue Salzlagerhalle

Das Gebäude der Schwarzenberger Wohnungsgesellschaft (SWG), neue Farbe ist schon dran, drinnen wie draußen hat sich viel getan, aber der Vorplatz ist noch eine einzige Baustelle.

Die alte Lenin-Oberschule Sachsenfeld in der Robert-Koch-Straße, in dem Haus sollen Eigentumswohnungen geschaffen werden.

Erzgebirgsbahn Richtung Johanngeorgenstadt