Weihnachtsmarkt in Schwarzenberg abgesagt

Es wird dieses Jahr in Schwarzenberg keinen Weihnachtsmarkt geben, das hat die Stadtverwaltung heute mitgeteilt. Demnach haben sich am 28. Oktober Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer und Ruben Gehart, der ab November Schwarzenbergs Oberbürgermeister ist, sowie Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter getroffen, um das zu besprechen. Diese Entscheidung überrascht angesichts der Corona-Infektionszahlen im Erzgebirgskreis sowie der Corona-Regelungen nicht, ein Großteil der Kommunen im Landkreis hat ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt.

Das bedeutet nicht, dass Weihnachten in Schwarzenberg jetzt trist und dunkel wird. Der Weihnachtsmarkt ist zwar ein wichtiger Teil der Adventszeit in der Stadt, doch die Kraußpyramide wird sich dennoch drehen, der Weihnachtsbaum wird auf dem Marktplatz mit all seinen Lichtern funkeln, am Bahnhofsberg werden die Kauen mit den Weihnachtsfiguren geöffnet sein und in den Fenstern in der Stadt werden vielleicht mehr Schwibbögen und Sterne leuchten als in den Jahren vorher.

Es ist schade, dass der Weihnachtsmarkt dieses Jahr ausfällt, aber Weihnachten in Schwarzenberg ist mehr als nur der Weihnachtsmarkt. Viel mehr.

Nach dem Weihnachtsmarkt

Die Märchenschaukästen am Meißner Glockenspiel sind schon wieder dunkel und leer, die Autos sind zurück und die meisten Stände und Buden noch da.

Der Abbau des Weihnachtsmarkts läuft, aber der Weihnachtsbaum und die Lichterketten bleiben, ebenso die Figuren am Bahnhofsberg, und die Kraußpyramide dreht sich weiter …

Der Weihnachtsmarkt ist vorbei …

Heute früh stand der Weihnachtsmarkt-Engel noch an der Schneeberger Straße, mittlerweile ist er weg. Nach zehn Tagen Weihnachtsmarkt hat das große Aufräumen begonnen.

Wenn man Jahr für Jahr den Weihnachtsmarkt besucht, geht der Aha-Effekt vielleicht ein bisschen verloren: Man kennt die Altstadt und die meisten Stände sowie Läden aus dem Effeff, das Bühnenprogramm ähnelt sich in all den Jahren auch, dieses Jahr gabs keinen Schnee, was sonst doch immer für eine schöne, spezielle Stimmung sorgt.

Ist das jetzt schlecht, ist das negativ? Nein, ist es nicht. Ich schätze, die meisten Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarkts hatten eine gute Zeit, man geht ja auch hin, um Leute zu treffen und einfach zu bummeln, und ein Weihnachtsmarkt, der bloß zehn Tage dauert, ist so oder so etwas Besonderes.

Es braucht ja auch viel, damit alles reibungslos funktioniert, damit auf der Bühne, an den Ständen, auf den Parkplätzen, bei Höhepunkten wie dem Märchenumzug und dem Bergaufzug usw. alles klappt, dafür sorgen vor und hinter den Kulissen sehr viele Leute. Denen an dieser Stelle gedankt sei.

Schlussklappe für den Weihnachtsmarkt

Kurz vor 18 Uhr begann am heutigen Sonntag auf der Bühne am Markt das Abschlussprogramm. Moderiert hat Katja Lippmann-Wagner, mit dabei war Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer, für die Musik sorgten der Posaunenchor von St. Georgen Schwarzenberg sowie von der Methodistischen Kirche Schwarzenberg sowie die Kurrende unter Leitung von Kantor Matthias Schubert. Auf den Stufen des Ratskellers standen die ganze Zeit über Mitglieder der Knappschaft Schwarzenberg sowie Türmer Gerd Schlesinger und Nachtwächter Jörg Eller – immer ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Vor Sonnenaufgang

Sieht man auf den Bildern nicht, aber während des Weihnachtsmarkts sind in der Frühe Tag für Tag Bauhof-Mitarbeiter unterwegs, leeren den Müll und reinigen die Straßen und Gassen der Altstadt. Dank ihnen siehts tagsüber ordentlich aus.