Schlagwort: Straße des 18. März

Straßensperrungen im November/Dezember: B 101 / Viadukt, Am Schloßwald, Sachsenfelder Straße

Die Stadtverwaltung Schwarzenberg infor­miert zu drei Straßensperrungen in den kommenden Wochen:

„Straße der Einheit – Straße des 18. März (Kreisverkehr Viadukt)

Die letzte Bauphase am Kreisverkehr Viadukt mit der Sanierung der Fahrbahndecke beginnt am Montag, 15. November 2021. Die notwen­digen Bauarbeiten einschließ­lich des Asphalteinbaus bedingen voraus­sicht­lich bis zum 30. November 2021 eine Vollsperrung für den Fahrzeugverkehr.

Die Umleitung in Richtung Annaberg-Buchholz erfolgt ab der Kreuzung Beierfelder Dreieck über die S 270 Beierfeld, Grünhain nach Zwönitz und von dort über die S 258 über Elterlein nach Scheibenberg, wo man wieder auf die B 101 trifft. Die Gegenrichtung wird ebenso über die genannten Orte ausge­schil­dert. Für den Busverkehr sowie Feuerwehr und Rettungsdienst gibt es eine Sonderregelung.

Die Umleitung in und aus Richtung Johanngeorgenstadt wird ab dem Stadtteil Neuwelt über die Schneeberger Straße, die Eibenstocker und Erlaer Straße zur Karlsbader Straße ausgeschildert.

Aus Richtung Annaberg-Buchholz kommend in Richtung Johanngeorgenstadt erfolgt die Umleitung von Raschau-Markersbach aus über die S 271 und die S 273 über Rittersgrün nach Breitenbrunn zur S 272.

Am Schloßwald

Im Bereich des Hausgrundstückes Am Schloßwald 19 ist vom 15. November bis voraus­sicht­lich 10. Dezember 2021 keine Durchfahrt möglich. Im Auftrag der Stadt Schwarzenberg erfolgt in diesem Abschnitt eine Böschungssanierung. Die anderen Hausgrundstücke bleiben aus Richtung Sachsenfeld bzw. aus Richtung Wildenau erreichbar.

Sachsenfelder Straße

Vom 4. bis 8. November 2021 erfolgen im Stadtteil Sonnenleithe in der Sachsenfelder Straße, Einmündung Am Talblick, Instandsetzungsarbeiten an der Fahrbahn im Auftrag der Stadt Schwarzenberg. Die Arbeiten werden unter Vollsperrung für den Fahrzeugverkehr ausge­führt. Für den Busverkehr wird gegen­über dem Sonnenbad eine Sonderhaltestelle einge­richtet, da die beiden Haltestellen an der Sachsenfelder Straße während der Bauzeit entfallen.“

-> Info: Stadtverwaltung Schwarzenberg (PM), www.schwarzenberg.de

Abbruch des Viadukts (5. Mai 2021)

Der Abbruch des alten Viadukts ist in vollem Gange, gestern und heute wurden die vier Stahl-Überbauten demon­tiert, jetzt sind nur noch die zwei Widerlager sowie der massive Mittelpfeiler da. Auch die werden weichen.

1952 war die Brücke in Betrieb genommen worden, sie befand sich laut Erzgebirgsbahn in einem baulich schlechten Zustand und eine Sanierung war wirt­schaft­lich nicht sinnvoll.
Die neue Brücke wird deut­lich luftiger sein, nicht zuletzt da in der Mitte kein massiver Pfeiler neu gebaut wird, sondern zwei schmale Pfeiler.

Bis 21. September 2021 ist die Bahnstrecke zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt voll gesperrt mit Schienenersatzverkehr, bis dahin laufen Abbruch und Neubau der Brücke. Danach stehen unter anderem noch Straßenbauarbeiten an, was sich bis Dezember hinziehen kann. Hoffen wir mal, dass die Kreuzung früher wieder befahrbar wird.

-> Fragen rund um das Viadukt mit Antworten von der Erzgebirgsbahn: https://schwarzenberg-blog.de/warum-wird-die-bruecke-erneuert-fragen-und-antworten-rund-um-abriss-und-neubau-des-viadukts

Ab 3. Mai: keine Durchfahrt am Viadukt und Sanierung Straße des 18. März

Die Stadtverwaltung Schwarzenberg teilt mit:

„Der Abbruch der Bahnbrücke über dem Kreisverkehr Viadukt in Schwarzenberg tritt in die nächste Bauphase. Ab Montag, dem 3. Mai 2021, wird auch die bisher einspurig nutz­bare Fahrbahn in und aus Richtung Annaberg-Buchholz für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Mit der Vollsperrung der Straße des 18. März (B 101) beginnt gleich­zeitig die Sanierung des Fahrbahnbelages im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zwischen dem Kreisverkehr Viadukt und der Bushaltestelle Wildenau. In die Sperrung mit einbe­zogen ist die Kreuzung Straße des 18. März – Wildenauer Weg – Alte Heerstraße.

Die Umleitung erfolgt ab der Kreuzung Beierfelder Dreieck über die S 270 Beierfeld, Grünhain nach Zwönitz und von dort über die S 258 über Elterlein nach Scheibenberg, wo man wieder auf die B 101 trifft. Die Gegenrichtung wird ebenso über die genannten Orte ausgeschildert.

Gesperrt für den Fahrzeugverkehr bleibt weiterhin die S 272 (Straße des 18. März) zwischen den beiden Kreisverkehren. Die Zufahrt zum Autohaus und zum Spielplatz Straße des 18. März ist weiterhin möglich. Die Umleitung für diese Vollsperrung erfolgt ab dem Stadtteil Neuwelt über die Schneeberger Straße, die Eibenstocker und Erlaer Straße zur Karlsbader Straße.

Aus Richtung Annaberg-Buchholz kommend in Richtung Johanngeorgenstadt wird die Umleitung von Raschau-Markersbach aus über die S 271 und die S 273 über Rittersgrün nach Breitenbrunn zur S 272 ausgeschildert.

An der Ampelkreuzung Karlsbader Straße – Badstraße – Badwiese ist die Einfahrt in die Badwiese nicht möglich. Die Badwiese wird als Einbahnstraße ausge­schil­dert. Die Zufahrt ist nur über die Einmündung am Finanzamt möglich.

Wann immer möglich, sind die weit­räu­migen Umleitungen zu nutzen und nicht die inner­ört­li­chen Nebenstrecken, auf denen unter anderem Parkverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen ausge­schil­dert werden. Die Fahrzeugführer müssen sich mit erhöhter Aufmerksamkeit sowie Vorsicht und gegen­sei­tiger Rücksichtnahme auf die verän­derte Verkehrssituation einstellen.

Die Nebenstrecken müssen vorrangig vom Bus- und Lieferverkehr genutzt werden. Für Feuerwehr, Rettungsdienst und Busverkehr gibt es zudem eine Sonderregelung.
Die aufge­führten Sperr- und Umleitungsmaßnahmen gelten voraus­sicht­lich für einen Zeitraum von vier Wochen.

Danach erfolgt unter Vollsperrung die Sanierung des Fahrbahnbelages auf der Straße des 18. März zwischen der Bushaltestelle Wildenau und der Kreuzung Straße des 18. März – Elterleiner Straße. Weiterhin werden in diesem Bauabschnitt die Gehwege und Bushaltestellen erneuert.

Anschließend folgt noch der Straßenabschnitt zwischen der Kreuzung Straße des 18. März – Elterleiner Straße und dem Abzweig Raschauer Weg.

Vom 3. Mai bis 21. September 2021 wird auf der Bahnstrecke zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Der Abschluss aller Arbeiten ist für Ende Oktober geplant.“

-> Stadtverwaltung Schwarzenberg (PM), www.schwarzenberg.de

(Foto vom 14. April 2021)

Bauarbeiten am Viadukt (14. April 2021)

Noch laufen die Vorbereitungsarbeiten zum Abriss und Neubau des Viadukts an der B 101, es gibt aber schon einiges zu sehen. So wird aktuell die Stützmauer zwischen den beiden Eisenbahnbrücken abge­rissen, dort ensteht später zwischen den neuen Flügelmauern der Brücken eine Böschung. An der Straße des 18. März Richtung Annaberg-B. wurde am Viadukt eine Baustraße aufgeschüttet.

Der Ablauf der Baumaßnahme:

  • März bis April 2021: Baustelleneinrichtung, Verkehrsführung, Vorbereitungsarbeiten
  • 3. Mai bis 21. September 2021: Vollsperrung der Bahnstrecke mit Schienenersatzverkehr zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt – in dieser Zeit Abbruch und Neubau des Bauwerkes
  • Oktober bis Dezember 2021: Fertigstellungsarbeiten, Straßenbau, Herstellung Böschungen, Rückbau Baustelleneinrichtung, Baustellenräumung

-> Fragen und Antworten zum Abriss und Neubau des Viadukts gibt es hier zu lesen, mit einem Bild von der neuen Brücke: www.schwarzenberg-blog.de

Warum wird die Brücke erneuert? Fragen und Antworten rund um Abriss und Neubau des Viadukts

Die Eisenbahnbrücke über dem Kreisverkehr Straße der Einheit / Straße des 18. März, das Viadukt, wird abge­rissen und durch eine neue Brücke ersetzt. Die Baumaßnahme wird einige Monate dauern und ist mit Straßensperrungen verbunden. Immer wieder wurde gefragt, warum die Brücke über­haupt erneuert wird – diese und andere Fragen habe ich an die Erzgebirgsbahn als Bauherr gestellt. Die Antworten sind von Jens Wünsche, Projektleiter der Erzgebirgsbahn.

Wann wurde die Brücke gebaut, warum mit diesem einen massiven Betonpfeiler in der Mitte?

Jens Wünsche: Mit Beginn des Uranerzbergbaus der SDAG Wismut im Erzgebirge ab 1946 erlangte die Strecke 6626 Johanngeorgenstadt–Schwarzenberg inner­halb kurzer Zeit eine heraus­ra­gende Bedeutung. Sie wurde sowohl für die Abfuhr der geför­derten Uranerze als auch für den Berufsverkehr zu den neu einge­rich­teten Bergwerkschächten in und um Johanngeorgenstadt benö­tigt. 1948 wurde die Strecke für einen zwei­glei­sigen Betrieb ausge­baut. Dabei musste aufgrund der vorhan­denen engen Gleisbögen, insbe­son­dere vor dem nörd­li­chen Tunnelausgang des Schlossbergtunnels, und dem zu kleinen Querschnitt des Tunnels die Trasse verlegt und neu geplant werden. In diesem Zusammenhang wurde der Bau der Brücken in km 16,890 und km 16,934 erfor­der­lich, die 1952 fertig­ge­stellt wurden. Aus alten Plänen zum Streckenbau geht hervor, dass ursprüng­lich eine Brücke mit drei Überbauten und zwei Pfeilern geplant war. Warum dann die Änderung erfolgte und das massive Mittelbauwerk statt des dritten Überbaus errichtet wurde, kann anhand der Materialknappheit kurz nach dem Krieg nur vermutet werden.

Gibt es für den Abriss der Brücke bauliche Gründe? Welche konkret?

Die Bauwerke befinden sich in einem baulich schlechten Zustand. Eine Vielzahl von Schäden an der last­ab­tra­genden Konstruktion erfor­dern zwin­gend bauliche Maßnahmen. Aufgrund der fort­schrei­tenden Verschlechterung des tech­ni­schen Zustandes der Eisenbahnüberführungen ist es erfor­der­lich, die Brückenbauwerke zu erneuern. Eine Sanierung der Brücken ist wirt­schaft­lich nicht sinn­voll, eine Erneuerung ist zur Erhaltung der Streckenklasse notwendig. Da die Strecke zwei­gleisig war, sind derzeit insge­samt vier Überbauten vorhanden, von denen seit der Herstellung der Eingleisigkeit der Strecke im Jahre 2000 nur noch zwei benö­tigt werden. Die noch vorhan­denen unge­nutzten Überbauten unter­liegen den glei­chen Pflichten zur Verkehrssicherung und Instandhaltung, als ob sie in Betrieb wären.

Sie spre­chen von Brücken, nicht Brücke. Sie meinen aber die Brücke, die Laien als eine lange Brücke sehen? Zwei Brücken deshalb, da der massive Betonmittelpfeiler im Kreisverkehr aus Ihrer Sicht zwei Brücken trägt?

Sie vermuten in Ihrer Frage richtig, es handelt sich bei der Brücke über den Kreisverkehr anla­gen­tech­nisch um zwei Brücken, da das massive Zwischenbauwerk nicht als Brücke zählt.

Dass das Viadukt abge­rissen und neu gebaut werden soll, war schon seit Jahren ein Thema. Warum hat die Umsetzung so lange auf sich warten lassen?

Mit der Planung des Brückenneubaus wurde vor noch nicht einmal fünf Jahren Ende 2016 begonnen. Nach erfolgter Vor- und Entwurfsplanung konnte Mitte 2018 die Genehmigungsplanung beim Eisenbahn-Bundesamt einge­reicht werden. Im August 2019 war das Plangenehmigungsverfahren, bei dem alle Betroffenen gehört und das Einvernehmen mit der Baumaßnahme herge­stellt wird, abge­schlossen und die euro­pa­weite Ausschreibung der Bauleistung wurde veröf­fent­licht. Ende 2019 erfolgte der Zuschlag und die ausfüh­rende Firma wurde beauf­tragt. Seit Anfang 2020 läuft unter deren Regie die Ausführungsplanung, seit Herbst 2020 ist die Planung im Prüflauf zur Freigabe. Dieser Gesamtablauf ist keines­wegs lang­wierig gewesen, bei Baumaßnahmen dieser Größe dauern die erfor­der­li­chen Prozesse einfach ihre Zeit.

Wie viel Geld inves­tiert die Erzgebirgsbahn in die Baumaßnahme, kann sie dafür Fördergelder in Anspruch nehmen?

Die Baumaßnahme ist mit rund 6,5 Millionen Euro veran­schlagt. Die Finanzierung erfolgt zum Großteil auf Basis der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) III zwischen Deutscher Bahn und Bund mit Bundesmitteln.

Was genau wird abge­rissen, wie wird die neue Brücke aussehen?

Nach Demontage des Gleises werden alle vier Stahl-Überbauten mit einem Kran ausge­baut. Danach erfolgt der Abbruch beider Widerlager sowie des Mittelbauwerkes. Als Ersatz für die alten Brücken soll eine neue Eisenbahnüberführung über die Länge beider bestehenden Bauwerke sowie des Mittelbauwerks entstehen. Für das neue Bauwerk wird eine drei­feld­rige Trogbrücke mit einer Gesamtstützweite von 63,0 m vorge­sehen. Der Überbau wird auf 2 Kastenwiderlagern und 2 Pfeilern aus Ortbeton gegründet. Auch die Stützmauer entlang der B 101 zwischen den beiden Bahnbrücken wird abge­bro­chen. Dort entsteht zukünftig zwischen den neuen Flügelmauern der Brücken eine Böschung.

Wie sieht der Ablauf bzw. Zeitplan der Baumaßnahme aus?

  • März bis April 2021: Baustelleneinrichtung, Verkehrsführung, Vorbereitungsarbeiten
  • 3. Mai bis 21. September 2021: Vollsperrung der Bahnstrecke mit Schienenersatzverkehr zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt – in dieser Zeit Abbruch und Neubau des Bauwerkes
  • Oktober bis Dezember 2021: Fertigstellungsarbeiten, Straßenbau, Herstellung Böschungen, Rückbau Baustelleneinrichtung, Baustellenräumung

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Wünsche.

(Bild: Erzgebirgsbahn)