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11. Schwarzenberger Edelweißlauf zum Altstadtfest 2024
Das Altstadtfest geht ja erst gegen Mittag wieder los, trotzdem war am Sonntagmorgen schon Betrieb in der Altstadt, wegen des 11. Schwarzenberger Edelweißlaufs, veranstaltet vom Läuferbund Schwarzenberg 90 e. V.
Es gab verschiedene Läufe, auch für Kinder und Nordic Walking. Die Bambino-Runde: Start Markt, Obere Schloßstraße, Brunnen, Untere Schloßstraße, Brunnengraben, Erlaer Straße, Ziel Markt. Bei den Kindern lief das Drachen-Maskottchen mit. Bei der Wärme ist so ein Kostüm schon sportlich.
Hauptläufe und Nordic Walking: Start am Markt, Bahnhofstraße, Egermannbrücke, Fußweg parallel zur Karlsbader Straße, Kauflandparkplatz, Badstraße, Schlossbergtunnel, Hammerweg, Vorstadt Schwarzenberg, Uferstraße, Erlaer Straße, Ziel auf dem Markt. Highlight dieser Runde: Es ging durch den Eisenbahntunnel unterm Schloss.
Altstadtfest am Sonntagvormittag
Sonntagvormittag, bevor es wieder weitergeht mit dem Altstadtfest.
Unterer Markt, Mittelaltermarkt
Marktgässchen, Künstlergässchen
Fränkisches Weinfest am Springbrunnen
Läden in der Oberen Schloßstraße …
Eigentlich sollte der ökumenische Gottesdienst im Schlosshof stattfinden, wegen der Wettervorhersage für den Vormittag wurde er aber in die St. Georgenkirche verlegt.
Schwarzenberger Altstadtfest am Samstag
„Mittelalterliche Folterinstrumente“: Sonderausstellung im Schlossmuseum Schwarzenberg
Noch bis zum 20. Oktober 2024 ist die aktuelle Sonderausstellung im Schlossmuseum Perla Castrum zu sehen, immer Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.
Während des Altstadtfests kann man sich das natürlich auch anschauen, im Schloss dürfte es etwas kühler sein als draußen. Diesen Samstag und Sonntag ist das Schlossmuseum wegen des Fests eine Stunde länger geöffnet, bis 18 Uhr.
Infos zur Ausstellung von der Stadtverwaltung Schwarzenberg:
„Jahrhunderte lang war die Folter ein unverzichtbares Mittel für Gerichte, denn für ein Gerichtsurteil war vor allem eins notwendig: Geständnisse. Kriminaltechnik im heutigen Sinne, Täter durch Spuren und DNA zu überführen, gab es noch nicht.
Die gerichtlich angeordnete Folterung begann im 13. Jahrhundert in Oberitalien und verbreitete sich rasant über ganz Europa.
Mit Folterinstrumenten wurden gewaltsam Geständnisse von den Verdächtigen erzwungen. Unter Schmerzen waren die meisten (vermutlichen) Täter geständig. Die niedere Gerichtsbarkeit oblag den Städten. Über Todesurteile entschied der Schöppenstuhl in Leipzig. Oft saß der Advokat bzw. Gerichtsdiener gleich vor Ort, um das Geständnis sofort mit Datum und Uhrzeit schriftlich festzuhalten. So starben viele, auch unschuldige Menschen, auf dem Scheiterhaufen, am Galgen, durch das Schwert oder an den Folgen der Tortur.
Folterkammern gab es oft in den tiefen dunklen Kellern mittelalterlicher Burgen oder städtischen Schutzanlagen. In der altehrwürdigen Burg Schwarzenberg zeugen heute noch das Verlies und die Gefängniszellen von der früheren Gerichtsbarkeit.
Das Schlossmuseum Perla Castrum dankt der Leihgeberin Dorit Fox aus Neukirchen für die Unterstützung und die Zurverfügungstellung ihrer Ausstellungsstücke für die Sonderausstellung.
Inspiriert von einem Besuch im Filmstudio Babelsberg baute ihr Mann, Dieter Fox, funktionstüchtige Folter- und Hinrichtungsinstrumente nach. Die notwendigen Informationen fand er im „Handbuch für Scharfrichter“ aus der Bibliothek in Werdau. Im Laufe von fünf Jahren entstanden so dreißig funktionstüchtige Folter- und Hinrichtungsinstrumente. Dorit Fox schrieb die dazugehörigen Informationstexte mit Bildern und Zeichnungen und fertigte die Figuren.“



















