Unterwegs in Chemnitz: Kirschblüte und Nischel

Dieser Tage findet man in Chemnitz vermut­lich keinen blühenden Kirschbaum mehr, aber Anfang April waren die noch zu sehen. Da war ich in Chemnitz, für einen Bummel durchs Zentrum. Also keine Einkaufstour und kein Opern- oder Theaterbesuch geplant, sondern wirk­lich: die Stadt angu­cken. Und Chemnitz hat ein paar nette Ecken, keine Frage.

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Zwickauer Straße, die Chemnitz

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Kirschblüte!

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Richtung Markt

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Altes Rathaus

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Gleich neben dem Alten Rathaus ist das Neue Rathaus, das zieht sich um die Ecke. (Ja, die Turmspitze ist etwas abge­schnitten, dafür ist der Marktplatz schön drauf …)

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Um die Ecke gelaufen, noch mal das Neue Rathaus, mit Frühlings- und Ostermarktbuden

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Von so viel Platz für Freisitze kann Schwarzenberg nur träumen. Tja, Chemnitz ist eben doch ein biss­chen größer.

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Roter Turm

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Park Am Roten Turm an der Straße der Nationen / Brückenstraße

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Nischel (bzw. Karl-Marx-Monument)

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Hinterm Nischel ist das Landesamt für Steuern und Finanzen.

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Museum Gunzenhauser an der Zwickauer Straße

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Metropol Chemnitz in der Zwickauer Straße 11

Oster-Gastgedicht von Petra Richter: „Eiermoden“

Zu Ostern hat Petra Richter mir wieder ein Gedicht fürs Blog gesendet, außerdem zwei passende Fotos. Vielen Dank dafür! Petra Richters andere Gedichte und Texte finden sich hier: klick.

Eiermoden

Mit einem Ei direkt vom Huhn
lässt sich jede Menge tun.
Je nach persön­li­chem Streben
kann man sie färben, bemalen oder bekleben.

Immer viel geworben
wird mit Ostereiern von den Sorben.
Auch Eier geformt aus Plaste
hängen vor den Häusern an jedem Aste.

Dann gibt’s da noch Schoko-Löffeleier.
Das komplet­tiert den Eiersortendreier.
Real exis­tieren noch viel mehr:
Es gibt sie für drinnen, draußen und zum Verzehr.

Ein klein wenig frischer Wind
kommt dieses Jahr von einem Kind.
Kreativ, spritzig und schnell
entwirft das Mädchen das dies­jäh­rige Ostereiermodell.

Farblos wie ein Kristallsplitter
muss es schim­mern mit Glitterflitter.
Der Hoppel soll beim Breitschaffen nicht schniefen.
Leichtigkeit schafft man mit Blumenmotiven.

Das tren­dige Ei rollt das Kind vor den Hasen hin.
Dieser reckt inter­es­siert sein kurzes Kinn.
Das Ei wird begeis­tert angenommen.
Mädchen und Hase schließen ein Abkommen.

Die Kleine besitzt das Patent.
Er ist es, der ihn produ­ziert, den neuen Trend.
Denn mümmeln und hopphopp
ist schließ­lich sein Job.

Da ihm das Glänzen und Funkeln so sehr gefällt,
hat er sich eine Ladung Edelsteine bestellt.
Damit seine Kundschaft auf nichts verzichte,
unter­streicht er die Ostereier mit Superglitzerdichte.

Er rackert und schuftet,
sodass Minütchen für Minütchen nur so verpufft.
Ihm glühen die Wangen.
Nur gut, dass er so zeitig hat angefangen.

Zwischendurch fährt er mal aus seiner Haut –
so sehr, dass ihm das Haar ergraut.
Darüber erleidet er einen Schock.
Kurzerhand hat er auf sein Gewand keinen Bock.

So zieht er einfach aus sein Fell.
Im Februar war noch dazu die Sonne arg warm und grell.
Folglich ist der Hase dieses Jahr nackt.
Er hat sich in der Frühlingswärme ziem­lich abgeplackt.

Nach diesem Hasenspagat
lässt es sich wahr­lich sehen, das Resultat.
Neben Füllungen mit feinstem Nougat
verschö­nert er einige Eier noch mit Brokat.

Begeistert zeigen sich die Auftragsteller.
Die 2014er Kollektion ist ein Bestseller.
Sie rennen ihm glatt die Bude ein.
Die herge­stellte Menge war noch zu klein.

Das ist eine wahre Geschichte,
die ich hier berichte.
Der Hase war eine Überraschung, eine charmante,
von der Nichte an die Tante.

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Pflanzen und Tiere des Jahres 2014

Meist hört und liest man nur vom „Vogel des Jahres“ und vom „Baum des Jahres“. Dabei ist die Liste der Tiere und Pflanzen des Jahres ganz schön lang, auf der Website des Nabu finden sich 32 Kandidaten! Darunter das „Waldgebiet des Jahres“, die „Flechte des Jahres“, die „Mikrobe des Jahres“, die „Alge des Jahres“ … Ich hab mir 14 ausgesucht:

  • Vogel des Jahres: Grünspecht
  • Wildtier des Jahres: Wisent
  • Fisch des Jahres: Stör
  • Insekt des Jahres: Goldschildfliege
  • Schmetterling des Jahres: Wolfsmilchschwärmer
  • Spinne des Jahres: Gemeine Baldachinspinne
  • Höhlentier des Jahres: Höhlenwasserassel
  • Baum des Jahres: Traubeneiche
  • Blume des Jahres: Schwanenblume
  • Moos des Jahres: Wimpern-Hedwigsmoos
  • Heilpflanze des Jahres: Anis
  • Arzneipflanze des Jahres: Spitzwegerich
  • Giftplanze des Jahres: Maiglöckchen
  • Boden Jahres: Weinbergsboden

Alle Pflanzen und Tiere des Jahres 2014 auf einen Blick: www.nabu.de

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Arzneipflanze des Jahres 2014: Spitzwegerich

Im Frühling auf dem Auersberg (und ein paar Gedanken zu einem Skigebiet auf dem Auersberg)

Eigentlich absurd, dass nach einem Winter wie diesem – fast ohne Schnee! – Rufe nach einem weiteren Skigebiet in der Region laut werden. Auf einen schnee­rei­chen Winter kann man sich im Erzgebirge nicht mehr verlassen. Dennoch ist die Rede davon, dass der Auersberg ein Skigebiet werden könne. Das würde dann wohl ordent­lich Kahlschlag bedeuten, außerdem den Einsatz von hartem Geschütz, wenn der Schnee mal wieder ausbleibt, Schneekanonen und Co. Wer will das denn? Wer glaubt, dass dann die Touristen in Strömen kommen? Und: Wer soll das bezahlen?

Jetzt ist der Auersberg reiz­voll, weil man dort wandern kann. Schade, dass das Hotel auf dem Berg derzeit geschlossen ist, aber in einer Bude werden oben Landkarten, Andenken und Eintrittskarten für den Aussichtsturm verkauft, das Picknick muss man eben mitbringen. Wandern kann man in jeder Jahreszeit, und es gibt sicher noch andere Möglichkeiten, wie man mehr Touristen ins Erzgebirge, in diese Region, bekommt. Nicht mit verun­stal­teten Bergen und künst­li­chen Pisten! Zumal eben­diese Pisten im Frühjahr, Sommer und Herbst genau gar nichts bringen.

Wie wäre es mit einem Themenwanderweg auf dem Auersberg, ein Märchenweg würde sich anbieten! Das wäre was für Familien mit kleinen und größeren Kindern, und das wäre was fürs ganze Jahr. Wie wäre es mit einem Kletterparcours im Wald, einem Baumwipfelpfad wie im Hainich, mit einem Abenteuerspielplatz, einem Wasserspielplatz, einem Streichelzoo? Oder einem Baumhauspfad? Familien fahren das ganze Jahr über in den Urlaub, sie suchen Orte, an denen sie mit Kindern will­kommen sind und ein reich­hal­tiges Angebot vorfinden. Der Auersberg als Familienausflugs- und als Familienurlaubsberg – das ist doch eine Vision mit Zukunft, und nicht der Skiberg ohne Schnee.

Und der Auersberg ist wohl auch Naturschutzgebiet. Also: Viel Lärm um nichts.

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In Wildenthal am Fuße des Auersbergs

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Ende März waren die Wiesen noch kahl.

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Kammweg

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Der Aussichtsturm auf dem Auersberg ist nach wie vor geöffnet.

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Das Hotel ist zurzeit geschlossen.

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Lindenau-Denkmal

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Kräutergarten hinter dem Aussichtsturm

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Spielplatz auf dem Auersberg, dahinter die SREM-Radarstation der Deutschen Flugsicherung

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Aussicht vom Auersberg

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Das Gewässer in der Bildmitte ist die Talsperre Sosa.

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Ein Klohäuschen gibt es auch auf dem Auersberg, keine Ahnung, ob es tatsäch­lich eins (und in Betrieb) ist.

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Noch mehr Wanderwege, auch für Radfahrer

Unterwegs in Chemnitz: Fabrikstraße und Gewölbegänge

Ein Spaziergang in Chemnitz, am Fluss Chemnitz entlang auf der Fabrikstraße in Richtung Zentrum.

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Stadtmauer? Bergkeller?

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Frühling!

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Brücke über der Chemnitz

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Fabrikstraße 6, hier starten die Führungen durch die Gewölbegänge bzw. Bergkeller am/im Kaßberg -> Website des Chemnitzer Gewölbegänge e. V.: klick

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Bierbrücke

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Berufsschule

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Kunst?

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