Trotzdem: Es wird langsam Herbst.

Marktplatz

Bahnhofsberg


Totenstein

Bahnhofstraße


Trotzdem: Es wird langsam Herbst.

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Beim 5. Hospiz-Spendenlauf in Erlabrunn war wieder viel los. 90 Kinder sind mitgelaufen und mindestens doppelt so viele Erwachsene. Die Kinderrunde führte vom Terrassencafé aus um den Teich mit Springbrunnen, die Erwachsenenrunde hinten ums Krankenhaus, Parkhaus usw. herum, die Großen rannten eine Stunde, die Kleinen 30 Minuten.
Der Himmel war blau, die Temperaturen prima, etwas über 20 Grad, und das Starterfeld bunt gemischt, sowohl was das Alter als auch was die Kondition betraf. Durch die Veranstaltung führte Moderator Rico Grüner mit Interviews und Musik. Mehrmals wies er darauf hin, warum der Spendenlauf bzw. generell Spenden fürs Hospiz wichtig sind: weil das Hospiz 10 Prozent seiner Kosten selbst aufbringen muss.
Die Spendensumme wird erst noch bekannt gegeben, aber es kommt sicher ordentlich was zusammen – und es hat Spaß gemacht! Nächstes Jahr gibt es eine Neuauflage, vermutlich wieder im September.















Heute ist Tag des offenen Denkmals, in Schwarzenberg wurden aus dem Anlass drei Führungen angeboten. Die dritte und letzte begann 16.30 Uhr im Herrenhof Erla und war sehr gut besucht, vielleicht 50 Interessierte und Neugierige hatten sich eingefunden und lauschten den Erläuterungen Knut Scheiters vom Bauplanungsbüro Süß.
Die Stadt Schwarzenberg als Eigentümerin will den Herrenhof primär über Fördergelder sanieren und ihn dann an eine Genossenschaft verpachten, die derzeit in Gründung ist. Vorstände der Genossenschaft „Herrenhof Erlahammer eG“ sind Sandra Müller aus Breitenbrunn und Sylvie Lutz aus Schwarzenberg. Die Förderanträge laufen, während andere Fördermittel für die Sanierung des Daches bereits vor einer Weile zugesagt wurden.
Auf Ideen für die Nutzung einzelner Räume des Gebäudes ging Architekt Knut Scheiter kurz ein: Hofladen, Café, Schokoladenmanufaktur, Seminarräume, Arbeits- und Ausstellungsräume für Handwerker, Übernachtungsmöglichkeiten …
Bei einer Tour durchs Gebäude konnten die Besucherinnen und Besucher die vorgestellten Ideen und Pläne mit der Wirklichkeit abgleichen – der Wirklichkeit eines denkmalgeschützten Gebäudes, das verfällt und das möglichst bald gerettet werden muss.

Herrenhof Erla, die Fotos sind alle vom 13. September 2015


Im Innenhof des Herrenhofs Erla, vorn in der Mitte Knut Scheiter vom Bauplanungsbüro Süß



Schlackesteinwand – Hochofenschlacke aus der frühen Eisenproduktion, 16./17. Jahrhundert. Die Wand soll so saniert werden, dass die bläulichen Schlackesteine dann noch zu sehen sind.



2011 wurde bei Entkernungsarbeiten im Gebäude ein historischer Brunnen freigelegt. Es ist geplant, diesen Brunnen zu erhalten. Das Wasser ist kein Trinkwasser, kann aber natürlich anderweitig genutzt werden.




Bitte klingeln

Loch im Fußboden

Keine Tapete, sondern aufgerollte farbige Muster

Stuck an der Decke

Eine Tür ins Nichts, eine „Schwiergermuttertür“, wie es bei der Führung hieß …












In der Aula des Brecht-Gymnasiums ging es am 10. September um Crystal Meth, Dr. Sven Kaanen, Polizeihauptkommissar Lutz Münnich und Journalist & Buchautor Bastian Pauly sprachen über die Droge und antworteten auf Fragen. Die Runde hatte sich auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung und Simone Lang MdL zusammengefunden.
Die Aula war voll, vielleicht 70 Prozent Schülerinnen und Schüler. Crystal Meth wird quer durch die Gesellschaft konsumiert, in Sachsen deutlich mehr als in anderen Bundesländern, das Einstiegsalter ist hier mit um die 13 Jahre erschreckend niedrig.
Umso wichtiger ist die Prävention, und da wird in Sachsen offensichtlich noch viel zu wenig getan. Aus dem Publikum kam der Hinweis, dass an jeder Schule ein Sozialarbeiter für die Kinder und Jugendlichen da sein sollte, um zu informieren, zu beraten und zu helfen. Warum ist das im Erzgebirgskreis noch nicht gang und gäbe? Warum stecken der Landkreis und die Städte Millionen in ein Fußballstadion, in die Sanierung von Straßen, Brücken, Gebäuden – aber für Schulsozialarbeiter reicht das Geld nicht?
Nicht nachzuvollziehen ist auch, warum es für die 4. Klassen in Sachsen nun keine polizeiliche Drogenprävention mehr gibt, wie Lutz Münnich erzählte. Die Polizei kann das nicht mehr leisten – wegen Personalmangel. Das Einstiegsalter für Crystal sinkt also, aber bei der Drogenprävention in der Schule wird gespart?
Bücher, Internetportale, Infobroschüren zum Thema Drogen sind sicher wichtig, aber am wichtigsten sind immer noch die Menschen, mit denen die Kinder und Jugendlichen reden, diskutieren, denen sie Fragen stellen können, ob das nun eine Sozialarbeiterin ist oder ein Polizist. Dafür sollte Geld da sein.



… vom Brecht-Gymnasium aus fotografiert.

