Weg mit den Disteln, aber dalli

Allzu oft sieht man Disteln nicht mehr, sie haben nicht das beste Image – im Garten und auch sonst gelten sie als Unkraut und werden mit allen Mitteln bekämpft. Während heimi­sche „Unkräuter“ bzw. Wildpflanzen wie die Distel in Schach gehalten oder gar ausge­rottet werden, breiten sich neue „Unkräuter“ aus, zum Beispiel das Drüsige Springkraut (oder Rotes Springkraut, hat rosa bis rote Blüten) und das Kleine Springkraut (hat kleine weiße Blüten).

Disteln pieksen, Disteln haben starke Wurzeln. Disteln blühen zwar, aber dem Idealbild von Blumen entspre­chen sie nicht gerade. Und was anders aussieht, wird raus­ge­rissen. Dabei ziehen Distelblüten Insekten magisch an: Fliegen, Bienen, Hummeln. Man kann das beob­achten, wenn man Glück hat und eine Distel findet – an den Blüten herrscht ein Wahnsinnsbetrieb und die Insekten sind wie geblitz­dingst, die lieben die Distelblüten.

Dumm, dass die (meisten) Menschen sie nicht mögen.

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Distel

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Schöner ist das Meer?

Um die 17.000 Menschen leben in Schwarzenberg, das ist nicht wenig. Wenn alle Schwarzenbergerinnen und Schwarzenberger regel­mäßig in die Parks der Stadt und in die umlie­genden Wälder gehen würden, müsste da ordent­lich Betrieb sein. Oder würde sich das verlaufen?

Jedenfalls ist in der Regel eher wenig los, oft trifft man niemanden, ob man nun im Totensteinpark ist, im Rockelmannpark oder auf dem Ottenstein. Dabei sind Bäume nicht schlechter als das Meer, gut für die Augen und für den Kopf. Aber an Stränden wird man auch eher Touristen treffen und nicht Leute, die am Meer wohnen – warum ist das eigent­lich so?

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Im Totensteinpark

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Wo Schwarzwasser und Mittweida sich treffen, entsteht … was?

Schräg hinter dem Schwarzenberger Rathaus und der Gärtnerei Lang, wo die Mittweida und das Schwarzwasser zusam­men­treffen, wird am Ufer gebaut. Vor rund einem Jahr hatte ich mich schon gefragt, ob da ein Stadtstrand entsteht, und in letzter Zeit hat sich dort einiges getan.

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Ich war am Schwarzwasser, bei den Gärten vom Weißen Hirsch

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Gegenüber, auf der Rathausseite, sah es so aus.

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Neue Staumauer, davor diese Sandsäcke

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Und weiter hinten diese Treppen oder was das sein soll.

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Nachtrag: Anfang September habe ich dann mal auf der Rathausseite nach der Baustelle geschaut, hinter dem Bauzaun stand das Schild, das unten auf dem Foto zu sehen ist. Darauf ist zu dem Bauprojekt zu lesen: „Hochwasserschutzmaßnahme Schwarzenberg / Böschungssicherung Mündungsbereich / Ersatzneubau Garagen“. Tja, und sonst nichts.

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Parkplatz an der Erlaer Straße: Parkhaus in spe?

Der Parkplatz an der Erlaer Straße, gegen­über von der Stadtschule, schafft es immer mal wieder in die (Lokal-)Zeitung. Dann ist zu lesen, dass sich dort ein Parkhaus gut machen würde, die Altstadt unbe­dingt ein Parkhaus bräuchte usw.

Würde an der Stelle ein Parkhaus gebaut, müssten sicher die Bäume dran glauben. Wäre schade drum. Aber wich­tiger ist ja die Frage, ob so ein Parkhaus sein muss, ob es etwas bringen würde. Für wen wäre das: für die Anwohner, für die Leute, die in der Altstadt arbeiten, für die Kunden?

Dass Kunden von Bäcker, Glasgeschäft, Musikladen und Co. sich die Mühe machen, ihr Auto bei der Stadtschule zu parken und etliche Schritte zu laufen, um zum Laden zu kommen, bezweifle ich. Das Motto ist ja eher: direkt vor dem Laden halten, kein Schritt zu viel.

Dass Anwohner und Angestellte bzw. Inhaber der Läden ihre Autos in einem solchen Parkhaus abstellen würden, kann ich mir schon eher vorstellen. Ob ihnen das aller­dings eine Stellgebühr wert wäre, wer weiß.

Dann wären da noch die Touristen. Mein Eindruck ist, dass Touristen eher bereit sind, ihr Auto z. B. auf dem Hammerparkplatz abzu­stellen und einfach mal ein paar Schritte zu laufen, ob bergauf oder bergab. Und auf dem Hammerparkplatz ist wahr­haftig genug Platz.

Würde die Altstadt vor Leben brummen, hätten im Ratskeller Vereine ihren Sitz, wäre dort ein Amt, bei dem sich die Leute die Klinke in die Hand gäben – ja, dann wäre ein Parkhaus an der Erlaer Straße womög­lich sinn­voll. Aber so, wie es jetzt ist? Schwierig.

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Parkplatz Erlaer Straße, gegen­über von der Stadtschule

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Essen aus dem Garten

Ach, Essen kommt aus dem Supermarkt, woher sonst? Jedenfalls für die meisten, die in Schwarzenberg leben. Und wer einen Garten hat, baut nicht unbe­dingt Kartoffeln, Gurken und Co. an. Denn das macht viel Arbeit. Aber wenn man dann ernten kann, wiegt es die Arbeit wieder auf – hört man zumindest.

Ich habe keinen Garten. Aber neulich war ich in einem und hab mal wieder echte Kartoffeln gesehen. Die können riesig oder winzig sein, komi­sche Formen haben und kleine Fortsätze, sodass die Kartoffeln wie U-Boote aussehen oder wie Menschen oder … na, was die Fantasie so hergibt. Im Supermarkt und im Bioladen gibts zwar auch größere und klei­nere Kartoffeln, aber unterm Strich sind die doch alle genormt. Vorschriftskartoffeln.

Und wenn man jetzt Kinder fragt, wie und wo Gurken wachsen, wissen die das?

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Keine Normkartoffel, sondern eine aus dem Garten

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Ja, Gurken wachsen so

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Und Äpfel, die für den Laden zu klein wären

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