Gibt es noch Schnee am Kilimandscharo? Diashow mit Andreas Grieger

Andreas Grieger aus Schwarzenberg war 2010 mit einer Trekkinggruppe um den Chemnitzer Extrembergsteiger Jörg Stingl in Tansania – Ziel war der höchste Berg Afrikas, der Kibo im Kilimandscharo-Massiv.

Die Trekkinggruppe beim Aufstieg über die Lemosho-Route zum Gipfel des Kibo, auf Safari in den Nationalparks Tarangire, Ngorongoro Krater und Lake Manyara sowie Begegnungen mit den Tansaniern – davon wird Andreas Grieger erzählen und zahl­reiche Fotos vorführen.

Die Diashow ist am Mittwoch, den 28. März 2012, im „Gasthaus zur Sonne“ am Markt in Schwarzenberg . Los geht es 19 Uhr.

Veranstalter ist die BUND Regionalgruppe Schwarzenberg, der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

Website Andreas Grieger: www.grieger-schwarzenberg.de

 Gibt es noch Schnee am Kilimandscharo? Das Veranstaltungsplakat

 … und noch mal das Foto ohne Aufschrift, es ist eine Aufnahme von Andreas Grieger und zeigt den Kibo, der mit 5.895 Metern der höchste Berg Afrikas – und damit einer der „Seven Summits“ – ist.

Samstags halb 12 in der Schwarzenberger Altstadt

Samstag, der 10. März 2012, am frühen Mittag, gegen 11.30 Uhr, war ich in der Altstadt. Das Wetter war okay, kein Regen. Auch keine Sonne, aber doch ganz ange­nehm. Die Geschäfte in der Altstadt waren auf, die meisten haben bis 12 Uhr geöffnet, manche bis 13 oder sogar 14 Uhr.

Ich hab ein paar Fotos gemacht – falls sich jemand fragen sollte, warum keine Menschen auf den Fotos sind: Da waren so gut wie keine. Samstagvormittag ist doch eigent­lich ein guter Zeitpunkt zum Bummeln und Einkaufen – die Arbeitswoche vorbei, die Geschäfte noch offen. Und der Kauflandparkplatz war voll, wie ich wenig später sah, es saßen also nicht alle beim Mittagessen. ;-)

War die Altstadt eigent­lich schon immer so verlassen? Oder ist das erst so, seit es das Kaufland gibt? Und welche Geschäfte könnten die Leute dieser Tage in die Altstadt ziehen, was würde uns zum Bummeln bringen?

Ratskeller, 11.36 Uhr am Samstag.

Autos sind da, Leute eher nicht. Die alte Leier.

Kleiner Spielplatz ohne Kinder.

Auch niemand zu sehen …

Und nochmal niemand.

Auf dem Bahnhofsberg sind endlich die Weihnachtsfiguren weg und die Türen zu: In neun Monaten geht die Weihnachtsfröhlichkeit wieder von vorn los.

Das Ende eines alten Baums: die Großgutlinde in Schwarzenberg

Vor einer Woche war ich spazieren, kam im Wohngebiet Heide am Ärztehaus vorbei. Der große alte Baum, der immer dort gestanden hat, ist nun fast weg, es steht nur noch ein Stumpf. Sie war wohl am Ende, die Großgutlinde, aber wen wundert es – nach dem Blitzschlag im letzten Jahr, und sie war auch sehr alt.

Älter natür­lich als die DDR-Neubauten um sie herum, ein paar Hundert Jahre dürften es schon gewesen sein. Sie steht auf der Wiese vor dem Ärztehaus, bald wird wohl nichts mehr an sie erin­nern. Gehen wir mal in der Zeit zurück …

Bis in die DDR-Zeit hinein befand sich unter­halb der Großgutlinde ein Gutshaus – das Großgut. Es hieß so nach der Familie, die dort lebte und die angren­zenden Felder bewirt­schaf­tete. Dort bauten sie unter anderem Gerste, Hafer, Weizen und Kartoffeln an.

Die Familie, das waren in den drei­ßiger und vier­ziger Jahren das Ehepaar Paul und Anna mit ihren Kindern Karl, Christa und Kurt. Karl, der älteste Sohn, fiel in Russland vor Orjol. Christa wurde auf dem elter­li­chen Hof von einem Pferd tödlich verletzt. Kurt war Marinesoldat und kam aus dem Krieg zurück.

Das Großguthaus war alt, das älteste Haus von Schwarzenberg. Zu DDR-Zeiten wurde es abge­rissen, nichts erin­nert mehr daran. Der alte Baum hat lange den Namen weiter­ge­tragen, als Großgutlinde. Wenn der Baum jetzt weg ist, wird sich bald niemand mehr an das Gut erin­nern. Aber viel­leicht wird es ein Schild geben an dieser Stelle, viel­leicht eine neue Linde? Damit ein Stück Stadtgeschichte nicht verlorengeht.

Schwarzenberg persönlich: Ulrike Kahl vom Grünen Bürgerbüro

Seit 2009 haben die GRÜNEN in der Schwarzenberger Altstadt ein Bürgerbüro. An drei Tagen in der Woche ist dort Ulrike Kahl anzu­treffen, die für die Landtagsabgeordnete Annekathrin Giegengack arbeitet und sozu­sagen eine Anlaufstelle für Fragen, Probleme, aber auch Anregungen nicht nur der Schwarzenberger ist. Im Bürgerbüro finden außerdem regel­mäßig Veranstaltungen statt: Vorträge, Filmvorführungen, Diskussionsrunden … Ulrike Kahl hat mir meine Fragen zu Schwarzenberg persön­lich beant­wortet, vielen Dank! Und ich hoffe, Ihre Vorstellungen von Schwarzenberg in zehn Jahren werden Wirklichkeit …

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Bitte erzählen Sie etwas über sich: Wer sind Sie, was machen Sie?

Ich bin gebür­tige Schwarzenbergerin, wie man zu sagen pflegt, wohne aber sieben Kilometer das Schwarzwassertal hinauf, in Antonsthal. Dort habe ich vor über dreißig Jahren eine Familie gegründet und meine vier – nun erwach­senen –  Söhne großgezogen.
Ich gehöre zu den erzge­bir­gi­schen GRÜNEN und leite seit über zwei Jahren das Regionalbüro der Chemnitzer Landtagsabgeordneten Annekathrin Giegengack, das sich am Markt 14 in Schwarzenberg befindet.

Welchen persön­li­chen Bezug haben Sie zu Schwarzenberg?

Schwarzenberg ist meine Heimat, in der ich meine Kindheit und Jugend verbrachte, hier bin ich zur Schule gegangen, hier habe ich in der Kurrende und später im Kirchenchor gesungen, hier leben noch heute meine Eltern und viele meiner Freunde.
Durch die Fenster meiner Arbeitsstätte bekomme ich den „Wochentagstrubel“ (der leider kein rich­tiger ist) in der Altstadt mit, viele Schwarzenberger Bürger kommen mit ihren Anliegen, die Stadt betref­fend, in mein Büro.

Welche Schwarzenberger Orte mögen Sie – egal ob Kultur, Natur, Einkaufen?

Ich liebe den Blick von außer­halb, oben vom Galgenberg herab auf die verschach­telten Häuser der Altstadt. Aber ebenso faszi­niert mich der Blick aus den Fenstern des histo­ri­schen Schlossgemäuers hinüber zu Ottenstein oder nach Crandorf.
Ich mag das Museum mit seiner gut doku­men­tierten Geschichte der erzge­bir­gi­schen Zinn- und Eisenverarbeitung ebenso wie die St. Georgenkirche in ihrem hellen, freund­li­chen Licht und der frei­tra­genden Holzdecke, in welcher ich konfir­miert und getraut wurde.

Haben Sie Ideen, Wünsche, Vorstellungen für die Stadt?

Ich möchte, dass Schwarzenberg liebens­würdig bleibt und leben­diger wird, dass die Altstadt pulsiert, dass hübsche Läden und Boutiquen, Cafés, Restaurants und lauschige Örtchen Einheimische wie Touristen zum längeren Verweilen im Stadtzentrum einladen.
Ich wünsche mir einen Wochenmarkt, wie ich ihn aus vielen Kleinstädten Süddeutschlands kenne, mit Direktvermarktern aus der Region, die frisches Obst, Gemüse, Blumen, Eier, Backwaren, Bioprodukte, regio­nale Spezialitäten und, und, und … anbieten.

Foto von Ulrike Kahl: So sah der Schwarzenberger Wochenmarkt an einem Mittwoch im Februar aus.

Schwarzenberg in zehn Jahren – wie stellen Sie sich das vor?

Die „Perle des Erzgebirges“ wird schim­mern, ihr Umland grünen. Im öffent­li­chen Personennahverkehr in und um Schwarzenberg wurden durch kurze Taktzeiten und erschwing­liche Fahrpreise Angebote geschaffen, die den Bürgern echte Alternativen zur Automobilität bieten. Daher beläs­tigt uns kein großer Straßenlärm mehr, wir atmen wieder frischere Erzgebirgsluft und haben das weitere Zubetonieren der Landschaft verhindert.
Das histo­ri­sche Gebäude der „Herrenmühle“ wurde von einem neuen Investor denk­mal­ge­recht saniert. Es befindet sich darin ein Mühlenmuseum, eine histo­ri­sche Backstube und ein gemüt­li­ches Café.

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Grünes Bürgerbüro Erzgebirge

  • Bürgerbüro Erzgebirge, Markt 14, 08340 Schwarzenberg
  • Telefon: 03774 / 269 76 60, Telefax: 03774 / 269 76 61
  • Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag jeweils 10 bis 17 Uhr

Das wars dann: Fußgängerbrücke zwischen Bahnhof und Viadukt

Oh ja, baufällig ist sie, die Eisenbahnbrücke zwischen Bahnhof und Viadukt, auf die längst nur noch Fußgänger und Radfahrer dürfen. Sie hat etliche Jahre auf dem Buckel, und das sieht man ihr an. Sie hat sich eigent­lich ganz gut gehalten, doch wenn man genauer hinschaut – gerade das Geländer oben ist teils gruselig locker, ein Wunder, dass die Brücke noch nicht gesperrt ist.

Der Stadtrat hat Ende Januar beschlossen, dass die Brücke abge­rissen wird. An ihrer Stelle wird eine kürzere neue Brücke gebaut, die über das Schwarzwasser führt, aber näher am Fluss endet – also dort, wo jetzt nur Wiese ist, ein paar Bäume und die zwei ollen Buden vom ehema­ligen Wochenmarkt stehen. Das ist sicher auch eine Chance für dieses Gebiet, das man viel netter gestalten kann, mit ordent­li­cher Beleuchtung, ein paar Kunstobjekten …

Zum Abschied für eine Brücke, über die ich ziem­lich oft gelaufen bin – so wie etliche Schwarzenberger – kommen hier acht Fotos von Februar und März, einmal mit Schnee, einmal ohne. Natürlich gibt es später dann auch Fotos von der Baustelle und von der neuen Brücke. Ich bin mal gespannt …

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