Stadtschule: Sicht gut, und sonst?

So mancher, der hier ab und zu mitliest, wird mitbe­kommen haben, dass ich ausge­dehnte Baumfällereien im Stadtgebiet nicht gerade toll finde. Bei der Stadtschule kann man aller­dings kaum was dagegen sagen, denn das Gebäude ist schön und soll ruhig gesehen werden, und es war wirk­lich ziem­lich zuge­wachsen. Ein großer Pluspunkt ist, dass man jetzt einen besseren Überblick hat, wenn man die Straße bei der Bibliothek oder der Schule über­queren will. Trotzdem ist die Straße noch ganz schön gefähr­lich – mit den zwei großen Kurven ober­halb und unter­halb der Bibliothek. Ich wundere mich immer wieder, dass die Schüler da selbst zusehen dürfen, dass sie irgendwie heil rüberkommen.

 Blick Richtung Stadtschule vom Parkplatz der Bibliothek aus.

Blick von der anderen Straßenseite auf die Stadtschule. War das Altstadt-Hinweisschild schon immer dort? Und so groß? Direkt schön ist das ja nicht.

Bisschen zögerlich, der Frühling

Ja, März ist hier eigent­lich noch Winter, und mit Schnee könnte man auch im April rechnen. Aber man hofft ja doch, dass der Frühling bleibt – von anderswo sieht man jetzt schon Fotos mit Bäumen in voller Blütenpracht und mit dem ersten zarten Grün, hier fühlt man sich teils noch wie im Herbst. Gerade im Totensteinpark, dort muss man das frische Grün suchen. Aber man findet auch welches. Wird sicher bald einen großen Sprung geben, und auf einmal sind die kahlen Bäume Geschichte.

Altes Laub auf den Wegen …

Verwelkte Blätter an den Nachwuchsbäumen …

Aber ein wenig Grün findet man doch!

Museum Schloss Schwarzenberg vom 19. März bis 23. Juni 2012 geschlossen

In den „Öffentlichen Bekanntmachungen der großen Kreisstadt Schwarzenberg“ war am 14. März zu lesen, dass das Museum Schloss Schwarzenberg demnächst eine längere Pause einlegen wird. Die Museumsmitarbeiter werden in dieser Zeit eine Bestandsaufnahme der histo­ri­schen Museumsgüter machen und alles elek­tro­nisch erfassen. Geplant sind auch erste Modernisierungsmaßnahmen im Eingangsbereich und in einem Ausstellungsbereich des Museums.

Geschlossen ist das Museum Schloss Schwarzenberg demnach vom 19. März bis zum 23. Juni 2012.

Die neue Ausstellung soll am Samstag, den 23. Juni 2012 starten: „Adel in Schwarzenberg – die Herrschaft der Tettauer in der Stadt“ heißt sie.

Noch bis Sonntag, den 18. März, ist die Ausstellung „So eine Viecherei“ zu sehen, mehr dazu hier: Klick.

Der „Spitzensaal“ im Schlossmuseum

Museum Schloss Schwarzenberg
Obere Schloßstraße 36
08340 Schwarzenberg

Telefon/Fax: 03774 23389
museum@schwarzenberg.de

Website Museum Schloss Schwarzenberg: www.schwarzenberg.de

Schwarzenberg persönlich: Brigitte von „Belangloses am Blog“

Seit März 2009 gibt es das Schwarzenberg-Blog schon (oh, ich hab den dritten Bloggeburtstag verpasst, der war am 2. März …) – aber erst im letzten Jahr, 2011, habe ich Brigitte gefunden. Beziehungsweise, eigent­lich war es andersrum: Brigitte hat das Schwarzenberg-Blog gefunden und bei mir kommen­tiert. Und dann habe ich natür­lich den Link zu ihrer Website ange­klickt und landete auf „Belangloses am Blog“. Dort schaue ich mitt­ler­weile so gut wie jeden Tag vorbei. Es ist ein Fotoblog, doch zu den Fotos gibt es immer mal mehr, mal weniger Text. Und oft sind es Fotos von Schwarzenberg, was ich natür­lich sehr span­nend finde! Diesmal hat Brigitte mir meine Fragen zu „Schwarzenberg persön­lich“ beant­wortet – vielen Dank. :)

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Bitte erzähl etwas über dich: Wer bist du, was machst du?

Ich bin eigent­lich ein Urschwarzenberger, in Schwarzenberg geboren worden, und heute nach über acht­und­fünfzig Jahren immer noch da, mit einer kurzen Studienunterbrechung in Chemnitz. Lehrer für Physik und Mathematik bin ich geworden, die verhass­testen Fächer, die viele wohl kennen. Aber mir hat es Spaß gemacht. Ich mag es realis­tisch, gerad­linig und abre­chenbar. Nach mehreren Schulschließungen bin ich heute in der Mittelschule in Hartenstein gelandet, fühle mich wohl dort und werde wohl bis zur Rente auch dort bleiben. Und ich mache meinen Job auch heute noch gern.

Während meiner ersten Krebserkrankung 1998 hatte ich eigent­lich keine Zeit krank zu sein, schließ­lich war da ein acht­jäh­riger Sohn. Und so legte ich mir meine erste Digitalkamera zu und einen Laptop, von beidem hatte ich keine Ahnung, habe mich in der vielen freien Zeit, die ich hatte, an alles im Do-it-yourself heran­ge­tastet. Es war meine Therapie, die mir sehr gut tat.

Vor zwei Jahren hat es mich wieder erwischt, diesmal arg erwischt, und wieder half mir die Kamera. Kein Krankenhausaufenthalt, keine Reha, kein Tag ohne Kamera und Läppi. Seit dem Sommer letzten Jahres arbeite ich wieder. Ich brauch das alles, bin ein Herdentier. ;)

Welchen persön­li­chen Bezug hast du zu Schwarzenberg?

Oh, dieser Bezug ist sehr groß. Besonders gern denke ich an die Kindheit zurück. Da gibt es viele schöne Erinnerungen, die ich nicht missen möchte. Dinge waren möglich, die wohl heute nicht mehr so einfach machbar wären. Ich habe in der Altstadt, meine Freunde auch, gewohnt und sie war unser Spielplatz. Verstecken spielen bis in die Hinterhäuser der Oberen Schlossstraße, in die Vorstadt und hinter dem Altar der Kirche *hüstel*. Wurden wir erwischt, gab’s den erho­benen Zeigefinger vom Pfarrer oder Küster, der uns klein­laut werden ließ, aber es gab nicht gleich den Holzhammer, wie das heute oft Usus ist.

Auch heute noch möchte ich hier nicht weg.

Welche Schwarzenberger Orte magst du – egal ob Kultur, Natur, Einkaufen …?

Nach wie vor mag ich die Altstadt. Schade, dass sie so wenig belebt ist, es sei denn die parkenden Autos. Gern bin ich im Oswaldtal, auf dem Ottenstein. Oftmals bin ich auch in der Ritter-Georg-Halle zu finden, um dem Enkelkind beim Training zuzu­sehen oder Fotos für den SAV zu schießen, und neuer­dings auch im Sonnenbad.

Und ein rich­tiger Wohlfühlort ist das Piano und der Drachen.

Hast du Ideen, Wünsche, Vorstellungen für die Stadt?

Wünsche gäbe es da schon reich­lich, nicht alle sind machbar. Ein kleines Stück von dem Flair de 60er, das ich als Kind genießen konnte.

Und noch etwas: Schwarzenberg ist in den letzten Jahren schöner, reprä­sen­ta­tiver geworden. Der neue Kreisverkehr ist eine wirk­liche Bereicherung geworden. Keine Staus mehr, gut anzu­sehen ist er auch. Aber: Was nützen das Grün und die sauberen Straßen, wenn es mitten­drin einen Schandfleck gibt: das total verdreckte Viadukt. Die Bahn hat es im Laufe der Baumaßnahmen nicht auf die Reihe bekommen, diese Brücke wenigs­tens etwas zu säubern, und wenn es einfach mal ein Sandstrahlen gewesen wäre. Das Gleiche gilt für den Bahnhof. Er ist wunder­schön geworden, ebenso der Busbahnhof. Nur das verfal­lene Bahnhofsgebäude bietet für Touristen nicht gerade einen guten Anblick. Natürlich liegt das an den Finanzen, ist mir klar. Trotzdem sollte man sich da einmal Gedanken machen, schließ­lich zahlen wir ja genug.

Das Viadukt, wie es nach wie vor aussieht, das Foto ist natür­lich von Brigitte.

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Alle Links auf einen Blick: