Anfang August, Blick nach oben und nach unten. Sommerhimmel, Sommerschnecke.

Himmel im August, Hofgarten


Schnecke mit Streifen bei Gartenschlauch mit Streifen
Anfang August, Blick nach oben und nach unten. Sommerhimmel, Sommerschnecke.

Himmel im August, Hofgarten


Schnecke mit Streifen bei Gartenschlauch mit Streifen
Sicher kann man in Schwarzenberg auch eine Runde laufen, ohne sich einen Berg hochschleppen zu müssen. Aber allzu weit kommt man dann nicht.

Rittmeistersteig. Bergauf oder bergab?

Bergauf! Rittmeistersteig, fast oben, in der Unteren Schloßstraße

Meißner Glockenspiel an der Unteren Schloßstraße. Rechts der Turm der St. Georgenkirche

Die Untere Schloßstraße entlang zur Königseiche am Unteren Markt

Über den Markt zur Stadtschule in der Erlaer Straße

Eine der zwei alten Koniferen vor der Stadtschule

Kleiner Abstecher: auf der Eibenstockerstraße raus aus der Altstadt, Richtung Kinderkrippe Anne Frank
Tja, und jetzt gehts eigentlich nur noch bergauf (Rockelmann, Heide, Hofgarten) oder bergab (Bahnhof usw.).
Man kennt das: Von außen wirkt etwas ruhig und idyllisch, alles scheint im Lot zu sein. Aber ein Blick hinter die Kulissen und man merkt: Nee, da stimmt was nicht, da ist etwas nicht okay.
Im oberen bzw. alten Hofgarten scheint alles wie immer zu sein. Aber hinter den Kulissen brodelt es: Vielen gehen die Pläne der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg, auf der Kreisratwiese einen Wohnpark zu bauen, gegen den Strich. Und mittlerweile kann man das nicht nur in der Lokalzeitung lesen, sondern auch direkt vor Ort, an der Kreisratwiese: Zwei Transparente ziehen dort die Blicke derer, die Richtung Berufliches Schulzentrum bzw. Seniorenresidenz fahren oder laufen, auf sich.
Und bei der Gelegenheit zeige ich endlich mal, wie schön diese Wiese ist. Die sollte wirklich nicht zugebaut und versiegelt werden.

Die Böschung raufklettern, die ist durchaus steil. Dann das erste Transparent sehen: „Schützt die Kreisratwiese! Gegen die Errichtung eines Wohnparks!“


Ein Stück geradeaus laufen

Oben, nach links, hat man diesen Blick.

Weiter oben und rechts stehen Neubaublöcke.

Und wieder zurück, Blick auf das zweite Transparent

„Keine Bebauung der Kreisratwiese – schützt die Natur!“

Böschung wieder runterklettern. Und hoffen, dass diese Wiese bleibt.
Am Montag, den 19. Mai 2014, ist das Vorhaben „Neubau von Wohngebäuden in Schwarzenberg Am Hofgarten“ eines der Themen im Stadtrat, genauer: im Technischen Ausschuss.
Es wird zunächst eine Anhörung dazu geben, dann geht es um den „Antrag auf Vorbescheid“ zum Neubau dieser Wohngebäude.
Die Sitzung ist ab 18.30 Uhr öffentlich, es kann also jeder hingehen und sich das anhören, und zwar im Schwarzenberger Rathaus, Straße der Einheit 20, Ratssaal, 1. Obergeschoss.
Über die Pläne der Schwarzenberger Wohnungsgenossenschaft, im Hofgarten auf die grüne Wiese einen Wohnpark zu bauen, hatte ich bereits geschrieben: lesen.
Die Freie Presse berichtete neulich wieder über diesen geplanten Wohnpark. Laut Wohnungsgenossenschaft wäre die Wiese, hätte die Wohnungsgenossenschaft sie nicht gekauft, mit Eigenheimen, also Privathäusern, bebaut worden.
Nun ist eine Wiese für die Leute, die bereits im Hofgarten wohnen, in jedem Fall besser als jegliche Art der Bebauung. Häuser gibt es im Hofgarten wahrlich schon genug! Ich möchte aber auch behaupten, dass Privathäuser für den Hofgarten immer noch besser wären als eine Bebauung durch die Wohnungsgenossenschaft.
Es wäre auf der Wiese vermutlich Platz für drei Häuser. Also drei Familien. Die Wohnungsgenossenschaft jedoch möchte vier bzw. drei Gebäude mit mehreren Wohneinheiten bauen, unterm Strich mindestens sechzehn Wohnungen. Das heißt unter anderem, dass der Autoverkehr und der Bedarf an Parkflächen deutlich höher sein würde als im Falle von Eigenheimen! Im Hofgarten sind Parkplätze sowieso schon knapp. Dass es noch erträglich ist, liegt nur daran, dass im Hofgarten sehr viele Rentner leben, die kein oder nur ein Auto haben. Das wird vermutlich irgendwann ein ordentliches Problem werden, und auch deshalb braucht es im Hofgarten keinen neuen Wohnpark, der quasi einen Schwung neuer Autos „inklusive“ mit sich bringen würde.
Nachtrag: Bericht in der Lokalzeitung über die Sitzung -> lesen
Am 23. April 2014 berichtete die Freie Presse, Lokalseite Schwarzenberg, von Plänen der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg. Diese will im Hofgarten einen neuen Wohnpark bauen – auf der grünen Wiese.
Die Fakten:
Diese Pläne der Wohnungsgenossenschaft stoßen keineswegs nur auf Gegenliebe. Nachdem oben erwähnter Artikel in der Freien Presse erschienen war, wandten sich beispielsweise Schwarzenberger an Ulrike Kahl, Kreisvorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN, vom Grünen Bürgerbüro am Markt. Zu dem Ansinnen der Schwarzenberger Wohnungsbaugenossenschaft, am Hofgarten auf der grünen Wiese einen Wohnpark zu errichten, äußert sich Ulrike Kahl wie folgt:
„Im Hinblick auf eine allseits propagierte Nachhaltigkeit zeugen die Pläne der Schwarzenberger Wohnungsbaugenossenschaft eher von Kurzsichtigkeit. Nur einen Tag nach Bekanntgabe des Vorhabens berichtet die Freie Presse von einer neuen Leerstandswelle in Sachsen, von der insbesondere auch die Wohnungsgenossenschaften im Erzgebirge betroffen seien. Dabei ist gerade im Schwarzenberger Stadtteil Hofgarten der demografische Wandel mit seiner einhergehenden Überalterung spürbar. Vermutlich werden dort in den kommenden zehn Jahren viele Wohnungen aus Altersgründen leer gezogen. Wer wird sie füllen?
Vor diesem Hintergrund ist es umso unverständlicher, dass die Genossenschaft neues Bauland erschließen und die Restbestände einer Oase nun völlig liquidieren will. Lebensqualität für die Bewohner des oberen Hofgartens schafft man nicht mit neuen Wohnformen, sondern indem man ihnen die naturnahe Wiese vor der Haustür und den unverstellten Blick auf Stadt und Landschaft lässt.
Weiß die Genossenschaft zudem nicht um den fortschreitenden Flächenverbrauch in Sachsen, der sich zu einem der größten Umweltprobleme entwickelt hat? Tagtäglich werden über acht Hektar Boden – das entspricht circa elf Fußballfeldern – versiegelt.
Es bleibt im Sinne von Anwohnern und Natur nur zu hoffen, dass der Genossenschaftsvorstand seine Baupläne überdenkt und die Stadt ihren Aufgaben bei der Ausübung der kommunalen Planungshoheit verantwortungsvoll nachkommt.“
-> Artikel in der Freien Presse vom 24. April 2014 „Sachsens Wohnungsbranche steht vor neuer Leerstandswelle“: jetzt lesen

Blick auf den Hang der Kreisrat-Wiese von der Seniorenresidenz Edelweiß aus