Zwischen Berg und tiefem Tal (Juni 2014)

Sicher kann man in Schwarzenberg auch eine Runde laufen, ohne sich einen Berg hoch­schleppen zu müssen. Aber allzu weit kommt man dann nicht.

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Rittmeistersteig. Bergauf oder bergab?

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Bergauf! Rittmeistersteig, fast oben, in der Unteren Schloßstraße

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Meißner Glockenspiel an der Unteren Schloßstraße. Rechts der Turm der St. Georgenkirche

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Die Untere Schloßstraße entlang zur Königseiche am Unteren Markt

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Über den Markt zur Stadtschule in der Erlaer Straße

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Eine der zwei alten Koniferen vor der Stadtschule

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Kleiner Abstecher: auf der Eibenstockerstraße raus aus der Altstadt, Richtung Kinderkrippe Anne Frank

Tja, und jetzt gehts eigent­lich nur noch bergauf (Rockelmann, Heide, Hofgarten) oder bergab (Bahnhof usw.).

Gegen einen neuen Wohnpark im Hofgarten: „Schützt die Kreisratwiese!“

Man kennt das: Von außen wirkt etwas ruhig und idyl­lisch, alles scheint im Lot zu sein. Aber ein Blick hinter die Kulissen und man merkt: Nee, da stimmt was nicht, da ist etwas nicht okay.

Im oberen bzw. alten Hofgarten scheint alles wie immer zu sein. Aber hinter den Kulissen brodelt es: Vielen gehen die Pläne der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg, auf der Kreisratwiese einen Wohnpark zu bauen, gegen den Strich. Und mitt­ler­weile kann man das nicht nur in der Lokalzeitung lesen, sondern auch direkt vor Ort, an der Kreisratwiese: Zwei Transparente ziehen dort die Blicke derer, die Richtung Berufliches Schulzentrum bzw. Seniorenresidenz fahren oder laufen, auf sich.

Und bei der Gelegenheit zeige ich endlich mal, wie schön diese Wiese ist. Die sollte wirk­lich nicht zuge­baut und versie­gelt werden.

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Die Böschung rauf­klet­tern, die ist durchaus steil. Dann das erste Transparent sehen: „Schützt die Kreisratwiese! Gegen die Errichtung eines Wohnparks!“

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Ein Stück gera­deaus laufen

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Oben, nach links, hat man diesen Blick.

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Weiter oben und rechts stehen Neubaublöcke.

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Und wieder zurück, Blick auf das zweite Transparent

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„Keine Bebauung der Kreisratwiese – schützt die Natur!“

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Böschung wieder runter­klet­tern. Und hoffen, dass diese Wiese bleibt.

Neuer Wohnpark im Hofgarten am 19. Mai Thema im Stadtrat

Am Montag, den 19. Mai 2014, ist das Vorhaben „Neubau von Wohngebäuden in Schwarzenberg Am Hofgarten“ eines der Themen im Stadtrat, genauer: im Technischen Ausschuss.

Es wird zunächst eine Anhörung dazu geben, dann geht es um den „Antrag auf Vorbescheid“ zum Neubau dieser Wohngebäude.

Die Sitzung ist ab 18.30 Uhr öffent­lich, es kann also jeder hingehen und sich das anhören, und zwar im Schwarzenberger Rathaus, Straße der Einheit 20, Ratssaal, 1. Obergeschoss.

Über die Pläne der Schwarzenberger Wohnungsgenossenschaft, im Hofgarten auf die grüne Wiese einen Wohnpark zu bauen, hatte ich bereits geschrieben: lesen.

Die Freie Presse berich­tete neulich wieder über diesen geplanten Wohnpark. Laut Wohnungsgenossenschaft wäre die Wiese, hätte die Wohnungsgenossenschaft sie nicht gekauft, mit Eigenheimen, also Privathäusern, bebaut worden.

Nun ist eine Wiese für die Leute, die bereits im Hofgarten wohnen, in jedem Fall besser als jegliche Art der Bebauung. Häuser gibt es im Hofgarten wahr­lich schon genug! Ich möchte aber auch behaupten, dass Privathäuser für den Hofgarten immer noch besser wären als eine Bebauung durch die Wohnungsgenossenschaft.

Es wäre auf der Wiese vermut­lich Platz für drei Häuser. Also drei Familien. Die Wohnungsgenossenschaft jedoch möchte vier bzw. drei Gebäude mit mehreren Wohneinheiten bauen, unterm Strich mindes­tens sech­zehn Wohnungen. Das heißt unter anderem, dass der Autoverkehr und der Bedarf an Parkflächen deut­lich höher sein würde als im Falle von Eigenheimen! Im Hofgarten sind Parkplätze sowieso schon knapp. Dass es noch erträg­lich ist, liegt nur daran, dass im Hofgarten sehr viele Rentner leben, die kein oder nur ein Auto haben. Das wird vermut­lich irgend­wann ein ordent­li­ches Problem werden, und auch deshalb braucht es im Hofgarten keinen neuen Wohnpark, der quasi einen Schwung neuer Autos „inklu­sive“ mit sich bringen würde.

Nachtrag: Bericht in der Lokalzeitung über die Sitzung -> lesen

Die Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg plant einen neuen Wohnpark am Hofgarten

Am 23. April 2014 berich­tete die Freie Presse, Lokalseite Schwarzenberg, von Plänen der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg. Diese will im Hofgarten einen neuen Wohnpark bauen – auf der grünen Wiese.

Die Fakten:

  • Die soge­nannte Kreisrat-Wiese am oberen Hofgarten soll komplett bebaut werden, inklu­sive Hang gegen­über der Seniorenresidenz Edelweiß.
  • Es gibt zwei Varianten für einen neuen Wohnpark: Variante 1 -> vier Gebäude mit je vier oder fünf Wohnungen; Variante 2 -> zwei Gebäude mit je vier Wohnungen sowie ein Laubenganghaus mit vier­zehn Wohneinheiten
  • Dieser Wohnpark wird wahr­schein­lich am 5. Mai 2014 Thema im Stadtrat, im Technischen Ausschuss, sein, offenbar wird dort nicht disku­tiert, ob der Wohnpark über­haupt gebaut werden soll, sondern nur, ob Variante 1 oder 2.

Diese Pläne der Wohnungsgenossenschaft stoßen keines­wegs nur auf Gegenliebe. Nachdem oben erwähnter Artikel in der Freien Presse erschienen war, wandten sich beispiels­weise Schwarzenberger an Ulrike Kahl, Kreisvorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN, vom Grünen Bürgerbüro am Markt. Zu dem Ansinnen der Schwarzenberger Wohnungsbaugenossenschaft, am Hofgarten auf der grünen Wiese einen Wohnpark zu errichten, äußert sich  Ulrike Kahl wie folgt:

„Im Hinblick auf eine allseits propa­gierte Nachhaltigkeit zeugen die Pläne der Schwarzenberger Wohnungsbaugenossenschaft eher von Kurzsichtigkeit. Nur einen Tag nach Bekanntgabe des Vorhabens berichtet die Freie Presse von einer neuen Leerstandswelle in Sachsen, von der insbe­son­dere auch die Wohnungsgenossenschaften im Erzgebirge betroffen seien. Dabei ist gerade im Schwarzenberger Stadtteil Hofgarten der demo­gra­fi­sche Wandel mit seiner einher­ge­henden Überalterung spürbar. Vermutlich werden dort in den kommenden zehn Jahren viele Wohnungen aus Altersgründen leer gezogen. Wer wird sie füllen?

Vor diesem Hintergrund ist es umso unver­ständ­li­cher, dass die Genossenschaft neues Bauland erschließen und die Restbestände einer Oase nun völlig liqui­dieren will. Lebensqualität für die Bewohner des oberen Hofgartens schafft man nicht mit neuen Wohnformen, sondern indem man ihnen die natur­nahe Wiese vor der Haustür und den unver­stellten Blick auf Stadt und Landschaft lässt.

Weiß die Genossenschaft zudem nicht um den fort­schrei­tenden Flächenverbrauch in Sachsen, der sich zu einem der größten Umweltprobleme entwi­ckelt hat? Tagtäglich werden über acht Hektar Boden – das entspricht circa elf Fußballfeldern – versiegelt.

Es bleibt im Sinne von Anwohnern und Natur nur zu hoffen, dass der Genossenschaftsvorstand seine Baupläne über­denkt und die Stadt ihren Aufgaben bei der Ausübung der kommu­nalen Planungshoheit verant­wor­tungs­voll nachkommt.“

-> Artikel in der Freien Presse vom 24.  April 2014 „Sachsens Wohnungsbranche steht vor neuer Leerstandswelle“: jetzt lesen

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Blick auf den Hang der Kreisrat-Wiese von der Seniorenresidenz Edelweiß aus