Schlagwort: Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg

Baupläne für Wohnpark am Hofgarten im Bauamt einsehbar

Der Bebauungsplanentwurf für den neuen Wohnpark auf der Kreisratwiese im Hofgarten liegt seit dem 27. Juli bis zum 28. August 2015 im Bauamt im Schwarzenberger Rathaus (Straße der Einheit 20) aus.

Jede und jeder kann den Entwurf einsehen und (schrift­lich!) Einwände äußern.

Das Bauamt ist von Montag bis Freitag 9–12 Uhr geöffnet, außerdem am Montag 13–16 Uhr, am Dienstag 13–18 Uhr und am Donnerstag 13–16 Uhr.

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Zu den Bauplänen der Wohnungsgenossenschaft mailte ich am 21. Juli zehn Fragen an Wolfgang Kastner, den Vorstandsvorsitzenden der Wohnungenossenschaft. Meine Fragen:

1. Könnten Sie bitte erläu­tern, welche Bebauung genau die Wohnungsgenossenschaft für die Kreisratwiese am Hofgarten plant (Anzahl der Gebäude, Wohnungen, Geschosse, Höhe der Gebäude, Parkplätze usw.).

2. Wie konkret wären die Anwohner bzw. die Bewohner im oberen Hofgarten (in der Straße Am Hofgarten) von den Bauplänen resp. deren Umsetzung auf der Kreisratwiese betroffen (Bauarbeiten, Baumfällungen, Parkplätze, Garagen usw.)?

3. Wie würden die Baufahrzeuge zur Baustelle Kreisratwiese gelangen, auf welcher Straße (Zufahrt) genau?

4. Wann hat die Wohnungsgenossenschaft das Grundstück Kreisratwiese erworben?

5. Welches Organ der Wohnungsgenossenschaft hat beschlossen, auf der Kreisratwiese zu bauen (Vorstand, Mitglieder …)?

6. Wurden die Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft und Anwohner (Mieter Wohnungsgenossenschaft, Mieter Wohnungsgesellschaft, Haus- und Wohnungseigentümer) in die Entscheidungsfindung und Planung einbe­zogen (wenn ja, wie genau)?

7. Welche Mieter hat die Wohnungsgenossenschaft für even­tu­elle Häuser auf der Kreisratwiese im Blick - Familien, ältere Menschen, …?

8. Wie hoch würden die Mieten in den neuen Häusern etwa sein (€/qm)?

9. Welche Pläne hat die Wohnungsgenossenschaft in nächster Zeit für ihre Bestandsgebäude (bzw. für ihre ca. 341 Wohnungen) im Hofgarten: in puncto alters­ge­rechtes Wohnen, fami­li­en­freund­li­ches Wohnen (also Aufzüge, Balkons, alters- bzw. behin­der­ten­ge­rechter Umbau usw.)?

10. Wie reagiert die Wohnungsgenossenschaft in Schwarzenberg auf den Bevölkerungsrückgang, auf die Zunahme von alten und pfle­ge­be­dürf­tigen Mietern, auf den demo­gra­fi­schen Wandel generell?

Die Antwortmail von Wolfgang Kastner kam am 27. Juli:

„… für Ihr Interesse an unserem geplanten Bauvorhaben Am Hofgarten möchte ich mich bedanken. In Bezugnahme auf Ihre anste­henden Fragen verweise ich Sie gern auf die im Rathaus Schwarzenberg ausge­legten Unterlagen der Bebauungskonzeption, aus welchen Sie alle notwen­digen Angaben zu den vorge­se­henen Maßnahmen entnehmen können.“

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Am Hofgarten, links geht es zur Kreisratwiese hoch

Baupläne für Kreisratwiese am 7. Juli wieder Thema im Stadtrat

Am kommenden Dienstag, den 7. Juli 2015, sind die Bebauungspläne der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg für die Kreisratwiese im Hofgarten wieder Thema im Stadtrat.

Die Sitzung ist öffent­lich, jede und jeder kann also teil­nehmen und sich das anhören, los geht es 17 Uhr, im Ratssaal im 1. Obergeschoss.

Zwei Blogartikel zu den Bebauungsplänen, als sie 2014 erst­malig vorge­legt wurden:

  • 30. April 2014: Die Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg plant einen neuen Wohnpark am Hofgarten (lesen)
  • 20. Mai 2014: Gegen einen neuen Wohnpark im Hofgarten: „Schützt die Kreisratwiese!“ (lesen)

(Anmerkung: Ich hatte erst Montag geschrieben, norma­ler­weise sind die Stadtratssitzungen montags, doch diesmal eben am Dienstag, siehe auch Artikel in der Freien Presse vom 4. Juli 2015.)

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Ein Teil der Kreisratwiese, das Foto ist von heute.

Neuer Wohnpark im Hofgarten am 19. Mai Thema im Stadtrat

Am Montag, den 19. Mai 2014, ist das Vorhaben „Neubau von Wohngebäuden in Schwarzenberg Am Hofgarten“ eines der Themen im Stadtrat, genauer: im Technischen Ausschuss.

Es wird zunächst eine Anhörung dazu geben, dann geht es um den „Antrag auf Vorbescheid“ zum Neubau dieser Wohngebäude.

Die Sitzung ist ab 18.30 Uhr öffent­lich, es kann also jeder hingehen und sich das anhören, und zwar im Schwarzenberger Rathaus, Straße der Einheit 20, Ratssaal, 1. Obergeschoss.

Über die Pläne der Schwarzenberger Wohnungsgenossenschaft, im Hofgarten auf die grüne Wiese einen Wohnpark zu bauen, hatte ich bereits geschrieben: lesen.

Die Freie Presse berich­tete neulich wieder über diesen geplanten Wohnpark. Laut Wohnungsgenossenschaft wäre die Wiese, hätte die Wohnungsgenossenschaft sie nicht gekauft, mit Eigenheimen, also Privathäusern, bebaut worden.

Nun ist eine Wiese für die Leute, die bereits im Hofgarten wohnen, in jedem Fall besser als jegliche Art der Bebauung. Häuser gibt es im Hofgarten wahr­lich schon genug! Ich möchte aber auch behaupten, dass Privathäuser für den Hofgarten immer noch besser wären als eine Bebauung durch die Wohnungsgenossenschaft.

Es wäre auf der Wiese vermut­lich Platz für drei Häuser. Also drei Familien. Die Wohnungsgenossenschaft jedoch möchte vier bzw. drei Gebäude mit mehreren Wohneinheiten bauen, unterm Strich mindes­tens sech­zehn Wohnungen. Das heißt unter anderem, dass der Autoverkehr und der Bedarf an Parkflächen deut­lich höher sein würde als im Falle von Eigenheimen! Im Hofgarten sind Parkplätze sowieso schon knapp. Dass es noch erträg­lich ist, liegt nur daran, dass im Hofgarten sehr viele Rentner leben, die kein oder nur ein Auto haben. Das wird vermut­lich irgend­wann ein ordent­li­ches Problem werden, und auch deshalb braucht es im Hofgarten keinen neuen Wohnpark, der quasi einen Schwung neuer Autos „inklu­sive“ mit sich bringen würde.

Nachtrag: Bericht in der Lokalzeitung über die Sitzung -> lesen

Die Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg plant einen neuen Wohnpark am Hofgarten

Am 23. April 2014 berich­tete die Freie Presse, Lokalseite Schwarzenberg, von Plänen der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg. Diese will im Hofgarten einen neuen Wohnpark bauen – auf der grünen Wiese.

Die Fakten:

  • Die soge­nannte Kreisrat-Wiese am oberen Hofgarten soll komplett bebaut werden, inklu­sive Hang gegen­über der Seniorenresidenz Edelweiß.
  • Es gibt zwei Varianten für einen neuen Wohnpark: Variante 1 -> vier Gebäude mit je vier oder fünf Wohnungen; Variante 2 -> zwei Gebäude mit je vier Wohnungen sowie ein Laubenganghaus mit vier­zehn Wohneinheiten
  • Dieser Wohnpark wird wahr­schein­lich am 5. Mai 2014 Thema im Stadtrat, im Technischen Ausschuss, sein, offenbar wird dort nicht disku­tiert, ob der Wohnpark über­haupt gebaut werden soll, sondern nur, ob Variante 1 oder 2.

Diese Pläne der Wohnungsgenossenschaft stoßen keines­wegs nur auf Gegenliebe. Nachdem oben erwähnter Artikel in der Freien Presse erschienen war, wandten sich beispiels­weise Schwarzenberger an Ulrike Kahl, Kreisvorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN, vom Grünen Bürgerbüro am Markt. Zu dem Ansinnen der Schwarzenberger Wohnungsbaugenossenschaft, am Hofgarten auf der grünen Wiese einen Wohnpark zu errichten, äußert sich  Ulrike Kahl wie folgt:

„Im Hinblick auf eine allseits propa­gierte Nachhaltigkeit zeugen die Pläne der Schwarzenberger Wohnungsbaugenossenschaft eher von Kurzsichtigkeit. Nur einen Tag nach Bekanntgabe des Vorhabens berichtet die Freie Presse von einer neuen Leerstandswelle in Sachsen, von der insbe­son­dere auch die Wohnungsgenossenschaften im Erzgebirge betroffen seien. Dabei ist gerade im Schwarzenberger Stadtteil Hofgarten der demo­gra­fi­sche Wandel mit seiner einher­ge­henden Überalterung spürbar. Vermutlich werden dort in den kommenden zehn Jahren viele Wohnungen aus Altersgründen leer gezogen. Wer wird sie füllen?

Vor diesem Hintergrund ist es umso unver­ständ­li­cher, dass die Genossenschaft neues Bauland erschließen und die Restbestände einer Oase nun völlig liqui­dieren will. Lebensqualität für die Bewohner des oberen Hofgartens schafft man nicht mit neuen Wohnformen, sondern indem man ihnen die natur­nahe Wiese vor der Haustür und den unver­stellten Blick auf Stadt und Landschaft lässt.

Weiß die Genossenschaft zudem nicht um den fort­schrei­tenden Flächenverbrauch in Sachsen, der sich zu einem der größten Umweltprobleme entwi­ckelt hat? Tagtäglich werden über acht Hektar Boden – das entspricht circa elf Fußballfeldern – versiegelt.

Es bleibt im Sinne von Anwohnern und Natur nur zu hoffen, dass der Genossenschaftsvorstand seine Baupläne über­denkt und die Stadt ihren Aufgaben bei der Ausübung der kommu­nalen Planungshoheit verant­wor­tungs­voll nachkommt.“

-> Artikel in der Freien Presse vom 24.  April 2014 „Sachsens Wohnungsbranche steht vor neuer Leerstandswelle“: jetzt lesen

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Blick auf den Hang der Kreisrat-Wiese von der Seniorenresidenz Edelweiß aus