Kunos Brauereigasthaus im Hotel „Alte Schleiferei“

Vor Jahren war ich schon mal in „Kunos Brauereigasthaus“ in Erlabrunn gewesen und hatte das in guter Erinnerung. Neulich bot sich nun wieder die Gelegenheit, dort einzu­kehren. Wir waren fürs Mittagessen relativ spät dran, gegen 13 Uhr, und an einem Wochentag. Es war so gut wie gar kein Betrieb. Die Bedienung war schnell und nett, das Essen nicht berau­schend, aber in Ordnung.

Für Familien ist das Gasthaus prima, zum einen ist es relativ groß, man kann mit Kinderwagen rein und die Kinder können auch mal rumlaufen, ohne dass sich andere Gäste gleich gestört fühlen. Es gibt eine Kinderkarte und eine Spielecke für Kinder.

Draußen sind die Lamas, die trauen sich auch bei Schnee raus aus ihrem Haus, wenn jemand am Zaun steht und sich bemerkbar macht. Schöne Tiere. :-)

www.hotel-alte-schleiferei.de

Kunos Brauereigasthaus

Hotel Alte Schleiferei mit Kunos Brauereigasthaus

Kunos Brauereigasthaus

Kunos Brauereigasthaus

Kunos Brauereigasthaus

Kunos Brauereigasthaus

Kunos Brauereigasthaus

Kunos Brauereigasthaus

Kunos Brauereigasthaus

Tubing in Ehrenzipfel oder Rodeln im Reifen auf der Kamikazebahn

Nachdem ich oft genug davon gehört hatte, wollte ich es endlich auch mal auspro­bieren: Tubing in Ehrenzipfel. Tubing heißt: Auf einem Reifen durch die Gegend rutschen, in diesem Falle auf Schnee den Hang runter. Beim Bikertreff Ehrenzipfel haben sie zwei Bahnen präpa­riert, die Kamikaze- und die Walzerbahn.

Es gibt zwei Reifengrößen, für Kinder und Erwachsene. Pro Reifen kostet die Stunde 2 Euro. Und das ist absolut in Ordnung. Wenn man eine Stunde lang den Rodelhang hoch­läuft, reicht das voll­kommen, ich hatte jeden­falls keine Lust, noch eine Stunde ranzuhängen. ;-)

Wir waren zunächst allein auf der Bahn und mussten den Schnee „wegfahren“, der flog durch die Gegend und einem natür­lich ins Gesicht und sonst­wohin, man sah über­haupt nichts, aber lustig war’s trotzdem. Oder: gerade. Spaß macht es auch, eine Reifenraupe zu bilden, also der Vordermann hält die Füße des Hintermanns, sodass die zwei (und mehr) Reifen „verbunden“ sind.

Soweit ich weiß, gibt es keine festen Öffnungszeiten, ob man rodeln bzw. tuben kann, hängt ja auch vom Wetter ab. Also am besten einfach vorher anrufen und nach­fragen, ob und ab wann geöffnet ist.

www.bikertreff-ehrenzipfel.com

Bikertreff Ehrenzipfel in Rittersgrün, zwischen Schwarzenberg und Oberwiesenthal (Karlsbader Str. 92, 08355 Rittersgrün)

Bikertreff Ehrenzipfel

Bikertreff Ehrenzipfel

Bikertreff Ehrenzipfel

„Aus Sicherheitsgründen nur haus­ei­gene Schläuche erlaubt“

Bikertreff Ehrenzipfel

Hier ist die Reifenausleihe, Essen und Trinken gibt’s auch.

Bikertreff Ehrenzipfel

„Betreten des Rodelhangs auf eigene Gefahr!“

Bikertreff Ehrenzipfel

Walzerbahn, Kamikazebahn

Bikertreff Ehrenzipfel

Frischer Schnee und Reifenabdrücke

Am 28. Februar 2013: Chemnitz liest Heym

Das Plakat – siehe unten – habe ich an einem Fenster der Bücher Welt Schwarzenberg entdeckt, sonst hätte ich wohl nichts von dieser Aktion mitbe­kommen. Und das wäre schade gewesen. Also: Am Donnerstag, den 28. Februar 2013, liest Chemnitz Stefan Heym – an 20 Orten in der Stadt wird dann aus seinen Büchern vorge­tragen. Alle Lesungen auf einen Blick: hier.

2013 ist Heym-Jahr: Am 10. April 1913 wurde Stefan Heym in Chemnitz geboren, da hieß er noch Helmut Flieg. Viel über Heym gibt es auf der Website der Stadtbibliothek Chemnitz zu lesen: www.stadtbibliothek-chemnitz.de/heym

Außerdem hier: www.stefan-heym-gesellschaft.de

Ich hab Stefan Heym einmal in Leipzig erlebt, natür­lich zur Buchmesse. Da hatte er „Immer sind die Weiber weg“ im Gepäck. Und wisst ihr, was toll ist? Schaut euch das Foto auf dem Plakat an: Stefan Heym steht vor dem Ratskeller Schwarzenberg!

Chemnitz liest Heym

1984 in der BRD erschienen: „Schwarzenberg“ von Stefan Heym, zurzeit bei diesem Verlag – aber das ist doch nicht Schwarzenberg auf dem Cover? Seltsam.

Geschichtsweg in Aue

Gegenüber vom Simmel-Parkplatz, auf der anderen Seite der Mulde, wo die alte Gießerei war, ist es ziem­lich kahl, aber immerhin gibt es dort seit Mitte 2012 den Geschichtsweg – Holzskulpturen von Persönlichkeiten, die etwas mit der Auer Stadtgeschichte zu tun haben. Entstanden sind die Figuren 2011 und 2012 beim Holzbildhauersymposium der Gruppe exponart im Stadtgarten Aue.

Bisher gibt es:

Was macht eigent­lich Barbarossa da, was hat der mit Aue zu tun? Hm. Und, noch wich­tiger: Warum gibt es so was nicht in Schwarzenberg?

Geschichtsweg Stadtgarten Aue

Bisher die einzige Frau am Geschichtsweg: Rosina Schnorr

Geschichtsweg Stadtgarten Aue

Geschichtsweg Stadtgarten Aue

Winter im Zoo Leipzig

Neulich war ich im Leipziger Zoo, und es war so richtig Winter: Auf der Hinfahrt schien die Sonne, in Leipzig war es grau. Wir waren die ersten 1-2 Stunden im Gondwanaland, da war das Wetter draußen egal. Als wir aber wieder raus­gingen, in den  Winter, da schneite es. So richtig. Große Flocken! Sah komisch aus: Schnee in Afrika (Kiwara-Savanne), Schnee am Elefantentempel.

Der Eintritt ist im Winter etwas güns­tiger als im Sommer. Dafür ist zurzeit auch schon 17 Uhr Schluss, und viele Tiere sind nicht zu sehen, da sie nicht ins Freigehege können bzw. wollen und der Zutritt zu den Ställen nicht möglich ist. Aber mit dem neuen Konzept, das mitt­ler­weile auch nicht mehr neu ist, hat der Leipziger Zoo ja sowieso einen Weg einge­schlagen, der schöne, große Gehege in den Mittelpunkt stellt – in denen die Tiere auch mal nicht zu sehen sind. Hat man eben Pech …

Perfekt ist die Parksituation: Direkt gegen­über vom Zoo steht das Parkhaus, man muss nur raus aus dem Parkhaus, über eine Straße, und schon ist man da. Wir haben für sechs Stunden Parken 6 Euro bezahlt, das ist das Tagesticket, teurer wird’s nicht. Das Parkhaus ist fußgän­ger­freund­lich: In der Mitte der Decks ist ein Fußweg. Die Orientierung mit dem Auto ist aller­dings nicht so leicht, die Ausschilderung könnte besser sein.

Parkhaus Zoo Leipzig

Blick aus dem Parkhaus – durch Bambusstäbe – über die Straße zum Eingang des Leipziger Zoos

Eingang Zoo Leipzig

Und hier noch mal aus dem Parkhaus foto­gra­fiert, durch die Glasscheibe

Gondwanaland Zoo Leipzig

Los ging es mit dem Gondwanaland, das ich mir zum ersten Mal anschaute. Wir haben auch die Bootstour gemacht – erst durch die Erdgeschichte (das war etwas zu schnell), dann eine Weile auf dem Fluss, rechts und links eine faszi­nie­rende Pflanzenwelt.

Gondwanaland Zoo Leipzig

Die Bootstour kostet extra: 1,50 Euro für Erwachsene, 1 Euro für Kinder.

Tapir Zoo Leipzig

Glückssache: Als wir im Boot am Tapir-Gehege vorbei­kamen, gab’s für die Tapire gerade was zu essen. Sonst stehen sie eher nicht am Ufer herum.

Gondwanaland Zoo Leipzig

Es ist ziem­lich warm und stickig im Gondwanaland, feuchte Luft. Aber die Pflanzen … Toll!

Gondwanaland Zoo Leipzig

Ein paar Tiere gibt’s im Gondwanaland auch. Allerdings relativ wenige, wenn man’s zur Größe des Gebäudes in Relation setzt. Und man bekommt die Tiere auch nicht unbe­dingt zu Gesicht, von den Riesenottern zum Beispiel war leider nix zu sehen.

Zoo Leipzig

Um ins Gondwanaland zu kommen, muss man durch Tunnel gehen. Sehr schön gemacht, und ein paar Tiere sind unter­wegs „in den Wänden“ untergebracht.

Elefantentempel Zoo Leipzig

Draußen dann: Schneegestöber. Hier der Elefantenbereich, Blick Richtung Bullengehege.

Bimbo, Pongoland Zoo Leipzig

Bimbo mit Nachwuchs, im Pongoland. Noch span­nender als die Orang-Utans finde ich ja die Bonobos, aber die sind hinter einer Glasscheibe, was nicht so schöne Fotos gibt.

Kiwara-Savanne Zoo Leipzig

Schnee in „Afrika“, in der Kiwara-Savanne. Weit und breit kein Tier zu sehen. Logisch.

Giraffe Zoo Leipzig

Bei den Giraffen kann man sich aufwärmen. Riesig!

Erdmännchen Zoo Leipzig

Die Erdmännchen waren so schlau und hatten sich ins Warme verzogen. Draußen war nur ein Erdmännchen, das Wache schob. Armer Kerl …

Winter im Zoo Leipzig

Noch mehr Schnee und Krähenschwärme

Winter im Zoo Leipzig

Hier wird gerade nicht gegessen und getrunken. Aber es gibt auch so genug Gelegenheiten, Geld für Essen und Trinken auszugeben …

Wir hatten im Gondwanaland gegessen, im Restaurant Patakan. Dim Sum im Bambuskörbchen war lecker. Ich war jedoch an einem Buffet, hatte mir Reis und zwei verschie­dene Gemüse mit Soße genommen. Der Reis im Servierwok war fast alle, den durfte ich mir zusam­men­kratzen. Die zwei Gemüsesoßen waren wischi-waschi. Alles andere als scharf, was sie laut Schildchen eigent­lich sein sollten. Kokosmilch war auch nur in homöo­pa­thi­scher Dosis drin. Ach ja, und der Cappuccino war wohl ohne Milch, eine Tasse Plörre mit Schaum oben­drauf. Die Tasse war das Beste daran. Und der Milchreis für Kinder, der schmeckte wie pulve­ri­siert. Also so ein labb­riges Zeug, das vor allem süß war. Keine gute Wahl, nie wieder.

Kuppel vom Gondwanaland, Zoo Leipzig

Das Abschiedsfoto: das alte Tieraffenhaus und dahinter die Kuppel von Gondwanaland

Wie man merkt: Das Essen war trotz toller Kulisse nicht der Renner. Ich finde das Konzept der Marché-Restaurants auch nicht optimal – diese „authen­ti­schen“ Stände, an denen man sich das Essen zum Teil selbst nehmen kann, denn es ist nicht unbe­dingt klar, was jetzt zusam­men­ge­hört, wo man dann ordent­lich drauf­zahlt usw. Egal! Das Essen war nicht wichtig, wir waren da, um das Gondwanaland zu sehen. Und das war ein rich­tiges Erlebnis. Was da mitten in Leipzig unter einer Riesenkuppel geschaffen wurde, ist eine Schau.

An dem Tag, als wir im Zoo waren, war zwar Betrieb, aber es ging doch. Genug Luft und Raum, um im Gondwanaland und im Pongoland alles in Ruhe anzu­schauen, ohne sich durch­drän­geln zu müssen. Kinder finden die Bootsfahrt im Gondwanaland gut, mir hat der „Baumwipfelpfad“ gut gefallen, das Laufen auf Seilbrücken.

Eher ein Reinfall war die Stippvisite auf der Totenkopfaffeninsel im Gondwanaland. Am „Eingang“ stand eine Zoolotsin und ließ immer nur eine kleine Anzahl von Leuten durch. Davor gab’s Instruktionen, die wich­tigste: Nicht stehen bleiben! Auf dem Mini-Rundgang auf der Totenkopfaffeninsel ist dann noch ein Zoolotse, der die Besucher antreibt: Nicht stehen bleiben! Denn die Totenkopfäffchen sehen zwar nied­lich aus, haben aber wohl ihre fiesen Seiten. Das steht auch auf dem Warnschild:

Totenkopfäffchen

„Affen sind sehr neugierig und können empfind­lich beißen!„Lustig auch: „Es kann vorkommen, dass die Affen Ihre Schulter als Sprungbrett nutzen. Dabei besteht keine Gefahr für Sie.“ Zwei Zoolotsen passen also die ganze Zeit auf, dass die Leute durch­rennen und die Affen niemanden beißen. Fotografieren geht da leider nicht, aber wenigs­tens darf man mehrere Runden rennen.

Unterm Strich: Für das Geld bekommt man auch viel geboten, für einen ganzen langen Tag, den man problemlos und ohne Langeweile im Zoo Leipzig verbringen kann, ist der Eintritt wirk­lich okay.