Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin zur Coronakrise

Die Stadtverwaltung Schwarzenberg hat heute Mittag folgende Worte von Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer an die Schwarzenbergerinnen und Schwarzenberger mitge­teilt, nach­zu­lesen auch auf der Website von Schwarzenberg (klick):

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

wir stehen in diesen Tagen vor nach nie erlebten Herausforderungen!
Das Hochwasser 2002 und 2013 hat uns als Verantwortliche für unsere Stadt gelehrt, dass wir uns auf bestimmte Krisenszenarien vorbe­reiten müssen. Das haben wir auch getan. Obwohl in unseren Einsatzunterlagen das Wort „Pandemie“ vorkommt, so hat niemand von uns sich vorstellen können, welche Auswirkungen ein derar­tiger Virus verursacht.

Dieses mehr­fach geübte Krisenmanagement hilft uns verant­wor­tungs­be­wusst und besonnen mit den Herausforderungen zur Bewältigung der Aufgaben, die sich aus dieser Coronavirus-Krise ergeben, umzugehen.

Wir sind im Austausch mit der Stadtwehrleitung. Die Kameradinnen und Kameraden unserer frei­wil­ligen Feuerwehren stehen dafür ein, dass eine stän­dige Einsatzbereitschaft gewähr­leistet werden kann. Dafür gilt mein beson­derer Dank!

Auch wenn Sie nicht persön­lich bei uns vorspre­chen können, so stehen wir doch für Sie mit Ihren Anliegen und Anfragen tele­fo­nisch zur Verfügung.

Wir sichern unsere Dienste ab, genauso wie unsere Stadtwerke Schwarzenberg GmbH, die Wohnungsgesellschaft und die Wasserwerke.

Das öffent­liche Leben kommt auch in unserer Stadt zum Erliegen. Auf vieles Liebgewonnene, wie Kino, Konzerte, Gottesdienste oder nur in der Gemeinschaft Sport zu treiben oder mit Freunden im Restaurant zu essen, müssen wir verzichten.
Vielleicht gelingt es uns in dieser Zeit, sich auf die kleinen Dinge zu besinnen, die das Leben auch lebens­wert machen.

Ich bitte Sie vor allem darum, darauf zu achten, dass niemand von uns mit seinen Sorgen und Nöten allein gelassen wird! Auch wenn wir Abstand halten müssen, können wir uns in der Gemeinschaft soli­da­risch verhalten!

Ich bin mir sicher, dass wir auch die Krise meis­tern werden – mit viel Disziplin, Zuversicht, aber auch mit Augenmaß!

Bleiben Sie alle wohlbehalten!

Ihre
Heidrun Hiemer
Oberbürgermeisterin

(Foto: April 2019)

Zettel an den Läden

Derzeit hängt fast an jeder Ladentür in der Stadt ein Zettel. Entweder mit Infos zur vorüber­ge­henden Schließung oder wenn das Geschäft weiter offen ist mit Hygienevorschriften. Der Zettel von Kunst und Kneipe baut einen beim Lesen gleich ein biss­chen auf. Schön ist es auch, dass die Blumenkübel in der Altstadt neu bepflanzt wurden – frische, freund­liche Farben an einem eher grauen Freitag.

Frühlingsanfag und Weltspatzentag

Heute ist Frühlingsanfang, und leider hat sich das früh­lings­hafte Wetter der letzten Tage fürs Erste verab­schiedet und es wird noch mal kühler. Aber sonnig kanns trotzdem werden, und das ist viel­leicht die Hauptsache.

Der 20. März ist seit 2010 auch Weltspatzentag, einge­führt wurde er, da die Spatzen-Bestände zurück­gehen. Noch weiß vermut­lich jedes Kind, was ein Spatz ist, und damit das so bleibt, kann jeder etwas tun. Die Spatzen brau­chen Nahrung, Nistplätze und Plätze zum Verstecken wie Sträucher und Hecken. Wer kennt sie nicht, die Hecken, in denen es laut­stark tschilpt und zwitschert?

Leider verschwinden Hecken oft, wenn sie vermeint­lich nicht mehr ins Bild passen. Man kann auch im Topf auf dem Fensterbrett Sonnenblumen säen und wachsen lassen und im Garten Hirse aussäen, empfiehlt der Nabu. Überhaupt: Es müssen ja nicht unbe­dingt Geranien fürs Fensterbrett sein, mit denen können Insekten nämlich nichts anfangen. Tipps, welche Pflanzen sich gut eignen, gibts auch beim Nabu (und anderswo).

Informieren, miteinander reden, Distanz halten

Das Landratsamt Erzgebirgskreis infor­miert auf seiner Website über Maßnahmen wegen des Coronavirus sowie über infi­zierte Personen im Landkreis. Aktuell sind 27 Fälle bekannt, darunter einige in Schwarzenberg. Es ist also keine abstrakte Sache, es ist schon da. Und um sich und andere zu schützen, sollte man es spätes­tens jetzt ernst nehmen und auf Distanz gehen. Auch und gerade, soweit möglich, im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis.

Nach wie vor gelten Menschen mit Vorerkrankungen und ab 70 Jahren als die Gruppe, für die es am riskan­testen ist, wenn sie sich mit dem Virus infi­zieren. Aber auch bei jüngeren Menschen gibt es kriti­sche Verläufe. Wer Kontakt zu anderen hat, kann sowohl andere anste­cken als auch sich selbst bei anderen anste­cken. Ganz einfach. Damit dieses gegen­sei­tige Anstecken möglichst verlang­samt wird, ist Distanz nötig. Auch wenn man Nachbarn und anderen hilft, die wegen Corona nicht raus­gehen können, gilt: Möglichst wenig direkten Kontakt!

Niemand weiß, wie es weiter­geht. Aber wir wissen, wie wir das Beste aus der Situation machen können, siehe oben. Dazu gehört auch, aufein­ander zu achten, für den anderen da zu sein, und wenns mal „nur“ per Telefon, Skype, WhatsApp usw. ist. Für viele ist das auch eine psychisch belas­tende Situation. Was kommt auf uns zu, wenn solche Maßnahmen ergriffen werden, wenn das öffent­liche Leben dermaßen herun­ter­ge­bremst wird? Fragt andere, wie es ihnen geht, und erzählt das auch anderen. Redet mitein­ander. Es gibt auch diverse Telefonnummern, an die man sich wenden kann, gefunden auf der Website des Landratsamts:

  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
  • Hotline Bundesgesundheitsministerium: 030 346465100
  • Bürgertelefon Sächsisches Staatsministerium für Soziales (Gesundheitsamt): 0351 564 55855
  • Hotline Gesundheitsamt Erzgebirgskreis: 03733 831 4444 und 03771 277 4444
  • 24-Stunden-Hotline Helios-Klinikum Aue: 0800 8 123 456
  • Unternehmertelefon Bundeswirtschaftsministerium: 030 186 151515
  • Unternehmerberatung Sächsische Aufbaubank (SAB): 0351 4910-1100
  • Hotline Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Schulen und KiTas): 0351 56469999
  • Telefonseelsorge: 0800 1110111 oder 0800 1110222

Also geht auf Distanz und passt auf euch auf!

  • Landratsamt Erzgebirgskreis: https://www.erzgebirgskreis.de/de/aktuelles/coronavirus