„Amokfahrt“ eines Traktors in der „Freien Presse“

In der Wochenendausgabe (7. und 8. März 2009) der „Freien Presse“, die ich erst heute in die Hände bekommen habe, ist die „Amokfahrt“ eines 28-jährigen in einem gestoh­lenen Traktor das große Thema (Link zu einem der Artikel). Drei Autos (zwei Polizeiautos, ein Kleintransporter) wurden  in und um Beierfeld und Grünhain gerammt, niemand verletzt. Im glei­chen Artikel ist auch von einer „Chaostour“ die Rede, was die Sache eher trifft. Denn was versteht man unter „Amok“? Im Duden Band 2 (Stilwörterbuch) findet sich für Amok laufen „umher­laufen und blind­wütig töten“ sowie für Amok fahren „in wilder Zerstörungswut durch die Gegend fahren“ . Und das trifft es, oder? „Amok“ ist ein extrem sensi­bles Thema und der Gebrauch in Bezug auf eine Traktorchaosfahrt, die glück­li­cher­weise glimpf­lich endete, meines Erachtens einfach nur - sensationslüstern.

Ist das jetzt sentimental?

Die letzten Tage waren ziem­lich grau: Wolken, keine Sonne, Nieselregen. Dann gehe ich doch mal hinaus und habe diesen Ausblick:

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Ist das nicht depri­mie­rend? Im Dezember letzten Jahres wurden hier um die zehn Bäume gefällt. Es waren große, schöne Bäume dabei. Gesunde Bäume. Krank waren viel­leicht drei. Da kommt man eines Tages nach Hause und sieht dort die Bäume liegen. Angekündigt wird so etwas ja nicht. Viele, die hier wohnen und spazieren gehen, waren fassungslos. Ob neue Bäume gepflanzt werden? Daran kann ich nicht glauben. Aber ich hoffe es …

Blogger oder Bloggerin

Ist eine Frau, die bloggt, ein „Blogger“ oder eine „Bloggerin“? Suche ich die Wörter bei Google, so hat „Blogger“ 192.000.000 Treffer, „Bloggerin“ dagegen nur 97.300. Im Wortschatz der Uni Leipzig gab es bei „Blogger“ 569 Treffer, bei „Bloggerin“ 33. Hm, was mag das bedeuten? Dass viel mehr Männer bloggen als Frauen? Oder dass Frauen sich eher als „Blogger“ bezeichnen? Wenn ich das richtig mitbe­kommen habe, ist „Blogger“ in dem Sinne, in dem wir das Wort gebrau­chen, kein engli­sches Wort. Wir haben das „Blog“ genommen, das „g“ gedop­pelt, ein „er“ range­hängt, und fertig war die Bezeichnung für die Person, die ein Blog führt. Vielleicht sollte ich das mal verfolgen: Wie geht es weiter mit den „Bloggerinnen“? Ach, und noch eine Frage: Was hat das jetzt mit Schwarzenberg zu tun? Ganz einfach: Schwarzenberg-Blogger oder Schwarzenberg-Bloggerin - ich hab mich entschieden …

Nachgefragt: Stadtbibliothek

Heute in der Bibliothek erkun­digt, welche Bücher pi mal Daumen aktuell am häufigsten nach­ge­fragt werden. Momentan sind das „Die Tore der Welt“ von Ken Follett, Michael Winterhoffs „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ und die „Bis(s)“-Bücher von Stephenie Meyer. Bücher also, die in den Bestsellerlisten promi­nent vertreten sind (bzw. waren). Dauerbrenner seien: die „Harry Potter“-Bücher, Cornelia Funkes „Tinten“-Reihe und die (bisher drei) Hebamme-Marthe-Bücher von Sabine Ebert. Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ muss wohl außer­or­dent­li­ches Interesse geweckt haben: Die Vorbestellungsliste war irgend­wann so lang, dass keine Vorbestellungen mehr ange­nommen wurden… Und was sagt uns das alles? Weiß ich nicht. Aber immerhin habe ich mal gefragt…