Baumfällungen am Forstparkplatz

Nun geht es also los mit dem Parkhausbau am Forstparkplatz, zuerst werden die Bäume gefällt. Hinten am Parkplatz und am Hang dahinter wurden bereits die ersten Bäume gefällt. Alle anderen hinten und vorn werden eben­falls noch gefällt. Wie es aussieht, bleibt von all den schönen alten Linden ledig­lich eine stehen, ganz am Rand bei dem Grundstück links, wo die Erlaer Straße in die Altstadt führt.

Seit Montag, dem 17. Januar, kann auf dem Forstparkplatz nicht mehr geparkt werden, das dürfte für viele eine Umstellung sein. In der Woche ab dem 24. Januar kommt noch die halb­sei­tige Sperrung der Erlaer Straße beim Forstparkplatz dazu, die sich über die ganze Bauzeit hinziehen soll. Die Bushaltestelle wird verlegt. Bis Ende 2022 soll das Parkhaus fertig sein.

Nachgefragt: Baumfällungen im Hofgarten

Am 11. Januar ist am Parkplatz des Beruflichen Schulzentrums im Hofgarten eine Gruppe Bäume gefällt worden. Ich habe bei der Stadtverwaltung nach­ge­fragt, warum die Bäume gefällt wurden und was mit dieser Fläche geschieht, ob dort Ersatzpflanzungen geplant sind und wenn ja, welche und wann. Die Antwort aus der Stadtverwaltung kam heute:

„Die Fichten waren vertrocknet und abge­storben. Aufgrund des Standortes (zu trocken) war zu befürchten, dass in Etappen in abseh­barer Zeit die übrigen Bäume erkranken, vertrocknen und absterben. Eine Verbesserung des Zustandes durch Pflegeschnitte war nicht abzusehen.
Die Fläche wird mit stand­ort­ge­rechten und die Artenvielfalt fördernden Ersatzpflanzungen neu gestaltet. So soll durch die Blüte im Frühjahr und Früchte im Herbst zum Artenschutz beigetragen werden.

Nach Wurzelentfernung und Auftrag von neuem Mutterboden ist die Entwicklung gesunder Pflanzen (auch der schon vorhan­denen Ersatzpflanzung) gesi­chert. Der Standort soll einen gepflegten Eindruck erhalten.

Witterungsabhängig wird es die nächste Zeit an verschie­denen Stellen im Stadtgebiet zu Baumfällungen aus Verkehrssicherheitsgründen kommen, z. B. in der Alten Annaberger Straße und der Alten Sonnenleithe.“

Vielen Dank für die Antwort.

Baumfällungen am Comunalweg Richtung Conradswiese: Fragen & Antworten

Ich hatte am 8. November 2020 Fotos zu Baumfällungen am Comunalweg Richtung Conradswiese mit folgendem Text online gestellt: „Am Comunalweg Richtung Conradswiese wurden etliche große Buchen am Wegrand gefällt – ob das der Waldumbau ist, der die hiesigen Wälder fit für heißere, längere, trocke­nere Sommer machen soll? Naturschutzgebiet ist da auch. Vielleicht liest ja jemand mit, der oder die erklären kann, warum die Buchen gefällt wurden und wie dort das Forstkonzept für die Zukunft aussieht.“

Heute habe ich die Fragen – warum die Buchen gefällt wurden und wie dort das Forstkonzept für die Zukunft aussieht – an den Sachsenforst, Forstbezirk Eibenstock gemailt. Die Antworten kamen prompt, und zwar von Michael Pfalz, Sachbereich Öffentlichkeitsarbeit/Waldpädagogik des Forstbezirks Eibenstock. Vielen Dank dafür.

Michael Pfalz: „Bei den Baumfällungen handelt es sich zum Großteil um Verkehrssicherungsmaßnahmen, aber auch um den regu­lären Holzeinschlag.

In Ihrer Nachricht haben Sie schon die längeren und heißeren Sommer der letzten Jahre ange­spro­chen und genau diese machen den großen, alten Buchen zu schaffen. Die Buchenkronen haben schon erste Absterbe-Erscheinungen gezeigt. Es bestand die Gefahr, dass trockene Äste oder ganze Kronenteile abbre­chen könnten und es dann zu Personenschäden kommt. Gerade der Comunalweg ist bei Erholungssuchenden aus der Umgebung sehr beliebt und auch die Kinder aus dem Waldschulheim sind dort viel unter­wegs. Aus diesen Gründen mussten wir unserer Verkehrssicherungspflicht nach­kommen. Der Staatsbetrieb Sachsenforst erntet dabei einen nach­wach­senden und klima­neu­tralen Rohstoff. Das harte und schön gema­serte Buchholz eignet sich beson­ders gut für die erzge­bir­gi­sche Spielwarenindustrie, zur Möbelherstellung oder zur Furnierherstellung. Durch die Ernte und Verarbeitung der Buchen werden regio­nale Arbeitsplätze geschaffen und Kohlenstoff lang­fristig gebunden.

Überall, wo jetzt alte Bäume gefällt worden sind, stehen unten­drunter schon neue junge Bäume in den Startlöchern und warten nur darauf, dass sie mehr Licht zum Wachsen bekommen. Genau das ist unser Konzept für die Zukunft: Die natür­lich aufkom­mende Vegetation unter­stützen, um später einen Wald aus möglichst vielen verschie­denen Baumarten in allen Altersgruppen zu haben.

In einem Naturschutzgebiet darf Forstwirtschaft betrieben werden, jedes Naturschutzgebiet hat seine eigene Schutzgebietsverordnung, diese regelt, welche Maßnahmen durch­ge­führt werden dürfen und welche nicht. Auf einem Ihrer Bilder ist ein Schild zusehen, welches auf das Naturschutzgebiet hinweist. Auf diesem Bild sind auch ca. 5 Meter hohe Buchenstämme zu sehen, das ist inte­grierter Naturschutz. Diese soge­nannten Hochstubben wurden von uns bewusst stehen gelassen. Diese bieten vielen Lebewesen einen Lebensraum, so z. B. Fledermäusen, Siebenschläfern, Käfern, Pilzen, Moosen und Flechten.“

Falls es dazu noch Fragen gibt, bitte einfach in den Kommentaren stellen.

(Mein Artikel vom 8. November 2020 mit mehreren Fotos: www.schwarzenberg-blog.de)