Unterwegs in Schwarzenberg: Linde, Katze, Schöne

Steht nicht in der Überschrift, aber Schloss und Kirche haben es auch in diesen Artikel geschafft.

Nachdem es sich in den letzten Tagen ziemlich abgekühlt hatte, wird es wohl jetzt wieder warm. Schön! Dieses Jahr ist der Frühling ja temperaturmäßig so gut wie ausgefallen, Mitte April wurde es direkt sommerlich. Da hätte es ja sein können, dass Mitte Juni schon der Herbst kommt. ;)

Also eine Freitagsrunde durch die Stadt, von der Vorstadt in die Altstadt: Häuser gucken, Katzen nerven, Bäume bewundern. Allzu viel Betrieb war nicht in den Straßen, was ja auch sehr erholsam sein kann, zumal am Ende der Arbeitswoche …

Prächtige Linden in der Erlaer Straße auf dem Forstparkplatz

Zum Freitag mal wieder eine Schwarzenberger Katze (in der Erlaer Straße)

Ein SCHÖNEs Haus (Bekleidungshaus Schöne in der Erlaer Straße)

Steht zum Verkauf: das ehemalige Deutsche-Bank-Gebäude am Steinweg 1

Vom Bahnhofsberg zum Schulberg: ein bisschen Winter in der Altstadt

Was man bei einer nachweihnachtsmärktlichen, vorweihnachtlichen Runde durch die Altstadt so sieht – zum Beispiel eine schöne alte, große Pyramide in einem Schaufenster und dass die Märchenschaukästen beim Meißner Glockenspiel noch da sind. Und Schloss und Kirche, vom Forstparkplatz aus.

   

In Sachen Parkhaus: Einwand von Paul Brockhage

Noch bis 22. Dezember 2017 kann man Stellungnahmen zum Vorentwurf des Bebauungsplans Erlaer Straße / Vorstadt abgeben. Im Prinzip geht es im Bebauungsplan um das geplante Parkhaus am Forstparkplatz.

Dazu hat Holzbildhauermeister Paul Brockhage schon vor Längerem einen Einwand an die Oberbürgermeisterin, den Stadtrat und den Parkraumbeirat geschickt, dieser soll nun hier veröffentlicht werden.

Jeder kann eine Stellungnahme zum Vorentwurf des Bebauungsplans bei der Stadtverwaltung oder dem hinzugezogenen Ingenieurbüro einreichen, alle Infos dazu auf dieser Website: buergerbeteiligung.sachsen.de

In Sachen Parkhaus: Vorentwurf des Bebauungsplans „Erlaer Straße / Vorstadt“ liegt aus

Seit dem 20. November und noch bis zum 22. Dezember 2017 kann man im Rathaus den Vorentwurf des Bebauungsplans „Erlaer Straße / Vorstadt“ einsehen. Man kann sich das Ganze aber auch einfach online anschauen und die PDFs runterladen, unter buergerbeteiligung.sachsen.de (links oben in der Sidebar).

Interessant ist hier vor allem das Dokument „Begründung“, in dem man einiges über das geplante Parkhaus auf dem Forstparkplatz erfährt. Den Text hat die G.U.B. Ingenieur AG aus Zwickau erstellt.

Während der Auslegungsfrist, also bis zum 22. Dezember, kann jede und jeder eine Stellungnahme zum Vorentwurf des Bebauungsplans im Rathaus abgeben.

 

Ein paar Fakten, zitiert aus dem Vorentwurf / der Begründung:

– „Die Stadt Schwarzenberg beabsichtigt die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen u. a. für die Errichtung eines Parkhauses an der Erlaer Str. (Flst 259/1).“ (S. 6)

– „An der Erlaer Straße ist der Bau eines dreigeschossigen Parkhauses mit der Option eines weiteren Untergeschosses geplant. Hierbei sollen die Parkflächen sowohl der öffentlichen als auch der privaten Nutzung gewidmet werden.“ (S. 13)

– „Zusammenfassend kann festgestellt werden, die Auswirkungen der Aufstellung des Bebauungsplanes „Eraler Straße – Vorstadt“ werden insbesondere durch Ausweisung eines Parkhauses wirksam. Hier gehen Tier- und Pflanzenlebensräume dauerhaft verloren und Boden wird dauerhaft versiegelt bzw. überbaut.“ (S. 17)

– „Das geplante Parkhaus mit ca. 78 Stellplätzen für Kunden, Besucher, Beschäftigte und Anwohner löst einen zusätzlichen Verkehr aus. Jedoch erfolgt durch die Dimensionierung keine erhebliche Änderung des auf den umliegenden Straßen vorherrschenden Verkehrs.“ (S. 18)

– „Im Bereich des geplanten Parkhauses sind Einzelbäume v. a. Winterlinden (Tilia Cordata) und sowie Baum- und Strauchgruppen aus u. a. Gemeine Eschen, Schneebeere (Symphoricarpos albus) und Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) vorhanden. Diese würden im beim Bau des Parkhauses verloren gehen und sind zu ersetzen.“ (S. 19)

– „Um die Belange des Artenschutzes zu berücksichtigen, wird ein gesonderter Artenschutzfachbeitrag erarbeitet. Vorgesehen sind faunistische Kartierungen der Artengruppen Fledermäuse und Amphibien und im Speziellen des Feuersalamander (Salamandra salamandra). Aussagen zu Bestand und Betroffenheit dieser Arten stehen noch aus.“ (S. 21)

– „Im Planungsgebiet kann auf Grundlage der dort vorhandenen Biotopausstattung davon ausgegangen werden, dass hier zusätzlich Tierarten wie Fuchs, Igel, Spitzmaus und Maulwurf zumindest temporär vorkommen.

Weiterhin ist davon auszugehen, dass der Gehölzbestand verschiedenen Vogelarten einen Lebensraum bietet. Diese können sowohl als Nahrungsgäste als auch als Brutvögel im Bereich des Plangebietes auftreten. Laut [ÖKG 94] kommen Buntspecht (Dendrocopos major), Kleinspecht (Dendrocopos minor), Grünspecht (Picus viridis), Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca), Kleiber (Sitta europaea), Kohlmeise (Parus major) und Blaumeise (Cyanistes caeruleus) vor.

Die Spechtarten wurden in der nicht mehr vorhandenen höhlenreichen Hybrid-Pappel nachgewiesen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere Höhlenbäume im Geltungsbereich befinden, sodass weiter von einem potenziellen Vorkommen der zuvor genannten Arten ausgegangen werden kann. Zudem sind Amsel (Turdus merula), Haussperling (Passer domesticus), Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros), Taube (Columba livia), Star (Sturnus vulgaris) und Kolkrabe (Corvus corax), etc. zu erwarten.“ (S. 21)

– „Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes „Vorstadt – Erlaer Straße“ kommt es vor allem durch das geplante Parkhaus zu einem Verlust von Habitatstrukturen.
Durch die Inanspruchnahme von Gehölz- und Freiflächen sowie der Überprägung unversiegelter Flächen verringert sich die Fläche innerstädtischer Nischen für Tiere und Pflanzen.
Parallel kommt es zu einer Erhöhung der Versiegelung aufgrund der angestrebten Planung.“ (S. 21)

– „Unter Berücksichtigung der Vorbelastungen, der Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen sowie der Erhöhung des Versiegelungsgrades bei gleichzeitiger Verringerung an anderer Stelle, ergeben sich erheblichen Auswirkungen auf das Schutzgut Tiere/ Pflanzen.“ (S. 22)

– „Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Vorstadt – Erlaer Straße“ ist mit einer zusätzlichen Vollversiegelung von 1.200 m2 im Bereich des geplanten Parkhause sowie einer Versiegelung im Mischgebiet durch Baufelder verbunden.

Aufgrund des damit einhergehenden Verlusts an Bodenfunktionen ergeben sich Auswirkungen auf das Schutzgut Boden, welche als erheblich zu bewerten sind.“ (S. 23)

– „Die Erschließung des Parkhauses erfolgt über die Erlaer Straße. Eine Rampe ermöglicht die Ein- und Ausfahrt und flexible Nutzung aller Stellplätze.
Eine Verkehrsinsel in der Erlaer Straße Richtung Schulstraße soll als Querungshilfe installiert werden.“ (S. 33)

– „Für das Parkhaus liegen mehrere Entwurfsvarianten vor mit einer Vorzugsvariante, bei der ca. 78 Stellplätze über drei Ebenen vorgesehen sind.“ (S. 33)

– „Das geplante Parkhaus ist mit maximal vier Geschossen angedacht und hat eine maximale Traufhöhe von 8,0 m straßenseitig sowie eine mittlere vorhandene Gebäudehöhe von ca. 12,50 m rückseitig.
Für das Parkhaus ist ein geneigtes Flachdach vorgesehen.“ (S. 41)

– „Im Bereich des festgesetzten Parkhauses wird auf einen Grenzabstand gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2 SächsBO zu den benachbarten Grundstücken verzichtet. Wenn für ein Vorhaben besondere städtebauliche Gründe vorliegen, können gem. § 9 Abs. 1 Nr. 2 a BauGB vom Bauordnungsrecht abweichende Festsetzungen getroffen werden.“ (S. 42)

– „Da sich auf dem angrenzenden Flurstück 253/9 die Außenwand des Gebäudes an der Grundstücksgrenze befindet und auf dem Flurstück 255/2 ebenso Bebauungen an der Grundstücksgrenze errichtet worden, ist in diesem Fall keine Abstandsfläche zu den benachbarten Grundstücken einzuhalten.“ (S. 42)

(alle Zitate Quelle: www.buergerbeteiligung.sachsen.de, abgerufen am 22. November 2017)

Altstadtrunde oder: Die Außensaison ist eröffnet

Am heutigen Samstag ist es nicht nur sonnig, sondern auch warm, vielleicht nicht gerade T-Shirt-Wetter, aber raussetzen kann man sich schon, ohne gleich zu frieren, und so luden bei den Kaffeeträumen am Unteren Markt Stühle und Tische draußen zu Kaffee und Kuchen ein. Die Außensaison ist damit eröffnet!

Kann natürlich sein, dass es noch mal so richtig kalt wird, aber diesem warmen Tag werden bald viele folgen …

Kaffee und Kuchen mit Aussicht

Beim Charmant-Friseur in der Unteren Schloßstraße wird gebaut.

Viel Platz auf dem Hammerparkplatz am Samstagmittag.

Liebesschlösser mit Schlossblick

Letzte Schneereste sind immer noch da.

Kirchsteig, noch ohne Grün

Vorstadtbrückenpanorama (und kaum Enten zu sehen, wo die wohl alle sind?)

Erlaer Straße

Forstparkplatz

Parkplatz mit Aussicht

Stadtschule

Von der Oberen Schloßstraße aus sieht man gut, bis wie weit die Autos auf dem Marktplatz parken. Schön ist das nicht.

Konkrete Planungen für ein Parkhaus am Forstparkplatz?

Ein Parkhaus wie das am Ring-Center, siehe Foto, könnte in naher Zukunft mit das Erste sein, was man sieht, wenn man auf der Erlaer Straße in die Altstadt kommt.

Am Montag, den 27. Februar 2017, ist Stadtratssitzung, ab 17.30 Uhr im Rathaus, und unter Punkt 11 steht auf der Tagesordnung: „Vergabe Planungsleistungen für das Vorhaben ‚Errichtung eines Parkhauses am Forstparkplatz'“.

Wer das Thema „Parkhaus am Forstparkplatz“ mitverfolgt hat, wundert sich nun etwas, denn es wurde bisher keine offizielle Entscheidung gefällt, auf dem Forstparkplatz ein Parkhaus zu errichten.

Der Stadtrat hat also kein Parkhaus auf dem Forstparkplatz beschlossen, soll jedoch jetzt Planungsleistungen für dieses Parkhaus genehmigen. (Anstatt zunächst alternative Standorte zu prüfen.)

Ich hatte das Foto und die ersten fünf Zeilen dieses Blogartikels zuerst bei Facebook gepostet, wo sich eine Diskussion entwickelte. Einige Kommentare fasse ich hier sinngemäß zusammen, meine Antworten zitiere ich wörtlich:

Kommentar: Es wird nur ein kleines Parkhaus und alle wollen in der Stadt parken.

Antwort: Es ist von einem Parkhaus mit 100 Stellplätzen die Rede.

Kommentar: Erst mal die Entwürfe anschauen, es wurde Jahrzehnte nur über mögliche Parkflächen geredet, die Altstadt stirbt aus.

Antwort: Ich glaube nicht, dass es für die Altstadt ein Patentrezept gibt, mit einem Parkhaus ließen sich sicher einige Probleme lösen, aber ob durch mehr (kostenpflichtige) Stellplätze mehr Leute in die Stadt kommen und in die Geschäfte gehen? Vielleicht gibt es andere Standorte, die sich für ein Parkhaus besser eignen würden? Durch ein Parkhaus am Forstparkplatz mit kostenpflichtigen Stellplätzen fielen dort zudem die bisher immer kostenfreien Stellpätze weg.

Kommentar: Welche Alternativen zum Forstparkplatz gibt es denn?

Antwort: Ein paar Möglichkeiten, die ich in den vergangenen Monaten/Jahren so mitbekommen habe: Hammerparkplatz, Parkplatz am Finanzamt (in beiden Fällen könnte man dann mit dem Schrägaufzug in die Altstadt hoch), Badstraße, Eibenstocker Straße neben dem ehemaligen Sportplatz des Gymnasiums.

Kommentar: Schrägaufzug kostet genauso Geld wie Parkhaus, man kommt als Fußgänger schlecht über Karlsbader Straße (Finanzamtparkplatz), schwierig für ältere oder beeinträchtigte Menschen, in Annaberg funktioniert Parkhaus in der Altstadt prima.

Antwort: Für Dauerparker (also Anwohner und Geschäftsleute) in einem Parkhaus neben dem Finanzamt oder auf dem Hammerparkplatz ließen sich sicher Sonderregelungen bezüglich der Nutzung des Schrägaufzugs finden. Kurzparker, die „nur“ einkaufen oder in der Altstadt bummeln wollen, können den Schrägaufzug-Bon in den meisten Läden anrechnen. :) Ich bin sehr viel zu Fuß in der Stadt unterwegs und weiß somit, dass es beim Finanzamt an der Karlsbader Straße bereits eine Querungshilfe für Fußgänger gibt. Ältere und/oder beeinträchtigte Menschen kämen auch vom Forstparkplatz aus nicht problemlos z. B. zum Schloss, dank Kopfsteinpflaster und Co. Für diese Menschen ist es ideal, am Hammerparkplatz auszusteigen und mit dem Schrägaufzug in die Altstadt hochzufahren, dann sind sie gleich mittendrin. Dafür wurde der Schrägaufzug doch gebaut, dachte ich. Der Vergleich von Schwarzenberg und Annaberg hinkt meines Erachtens, da in Schwarzenberg die Altstadt wesentlich kleiner und ungleich beengter ist. In Annaberg wurde das Parkhaus auch nicht auf dem Marktplatz gebaut, sondern darunter, wo es keinen stört.

Kommentar: Wissen nicht, wie Parkhaus am Forstparkplatz aussehen kann.

Antwort: Ein Parkhaus am Forstparkplatz würde aussehen wie ein Parkhaus. ;) Es war bisher meines Wissens immer von einem offenen Parkhaus die Rede, also von einem, wie es unten beim Ring-Center steht, mit Blick auf die Autos und freier Bahn für die Abgase Richtung Anwohner. Und das direkt vor der Altstadt, direkt gegenüber einer Schule, was die Verkehrssituation in diesem Bereich sicher nicht entschärfen würde. Übrigens: danke für die sachliche Diskussion. :) Schade, dass die Stadt (und der Stadtrat) bei der Entscheidungsfindung in Sachen Parkhaus bzw. Parkraumkonzept keine öffentliche Beteiligung, keine Diskussion wünscht.