Kein Essen ohne Zusatzstoffe

Im Kindergarten hängt eine Liste aus, die Eltern konsul­tieren können, wenn das Kind nicht mehr weiß, was es zu Mittag gegessen hat. Der Speiseplan ist recht abwechs­lungs­reich, aber eines haben alle Essen gemeinsam: Zusatzstoffe. Sechs verschie­dene gibt es, vom Antioxidationsmittel über Farbstoffe bis hin zum Geschmacksverstärker. Ich habe noch kein Essen ohne Zusatzstoff gesehen, dafür aber Essen, in denen bis zu vier verschie­dene Zusatzstoffe enthalten sind. Wozu brau­chen Kinder Geschmacksverstärker im Essen? Und Farbstoffe? Geschmacksverstärker ist zum Beispiel in Makkaroni mit Tomatensoße, Farbstoff in Grießbrei mit Kirschkompott. Das sind die Kirschen, die Flecken machen, die man nicht mehr wegbe­kommt. Und warum diese ganzen Zusatzstoffe, die niemand braucht? Ich sage nur: Großküche … Kochzutaten oder Vorgefertigtes eimer­weise. Kirschen, denen man Farbstoff zusetzen muss, damit man erkennen kann, dass es Kirschen sind. Tomatensoße, die nur schmeckt, weil man ihr Geschmacksverstärker zuge­setzt hat. Kann das ein gutes Essen für Kleinkinder sein?

„Amokfahrt“ eines Traktors in der „Freien Presse“

In der Wochenendausgabe (7. und 8. März 2009) der „Freien Presse“, die ich erst heute in die Hände bekommen habe, ist die „Amokfahrt“ eines 28-jährigen in einem gestoh­lenen Traktor das große Thema (Link zu einem der Artikel). Drei Autos (zwei Polizeiautos, ein Kleintransporter) wurden  in und um Beierfeld und Grünhain gerammt, niemand verletzt. Im glei­chen Artikel ist auch von einer „Chaostour“ die Rede, was die Sache eher trifft. Denn was versteht man unter „Amok“? Im Duden Band 2 (Stilwörterbuch) findet sich für Amok laufen „umher­laufen und blind­wütig töten“ sowie für Amok fahren „in wilder Zerstörungswut durch die Gegend fahren“ . Und das trifft es, oder? „Amok“ ist ein extrem sensi­bles Thema und der Gebrauch in Bezug auf eine Traktorchaosfahrt, die glück­li­cher­weise glimpf­lich endete, meines Erachtens einfach nur - sensationslüstern.

Blogger oder Bloggerin

Ist eine Frau, die bloggt, ein „Blogger“ oder eine „Bloggerin“? Suche ich die Wörter bei Google, so hat „Blogger“ 192.000.000 Treffer, „Bloggerin“ dagegen nur 97.300. Im Wortschatz der Uni Leipzig gab es bei „Blogger“ 569 Treffer, bei „Bloggerin“ 33. Hm, was mag das bedeuten? Dass viel mehr Männer bloggen als Frauen? Oder dass Frauen sich eher als „Blogger“ bezeichnen? Wenn ich das richtig mitbe­kommen habe, ist „Blogger“ in dem Sinne, in dem wir das Wort gebrau­chen, kein engli­sches Wort. Wir haben das „Blog“ genommen, das „g“ gedop­pelt, ein „er“ range­hängt, und fertig war die Bezeichnung für die Person, die ein Blog führt. Vielleicht sollte ich das mal verfolgen: Wie geht es weiter mit den „Bloggerinnen“? Ach, und noch eine Frage: Was hat das jetzt mit Schwarzenberg zu tun? Ganz einfach: Schwarzenberg-Blogger oder Schwarzenberg-Bloggerin - ich hab mich entschieden …