Im Kindergarten hängt eine Liste aus, die Eltern konsultieren können, wenn das Kind nicht mehr weiß, was es zu Mittag gegessen hat. Der Speiseplan ist recht abwechslungsreich, aber eines haben alle Essen gemeinsam: Zusatzstoffe. Sechs verschiedene gibt es, vom Antioxidationsmittel über Farbstoffe bis hin zum Geschmacksverstärker. Ich habe noch kein Essen ohne Zusatzstoff gesehen, dafür aber Essen, in denen bis zu vier verschiedene Zusatzstoffe enthalten sind. Wozu brauchen Kinder Geschmacksverstärker im Essen? Und Farbstoffe? Geschmacksverstärker ist zum Beispiel in Makkaroni mit Tomatensoße, Farbstoff in Grießbrei mit Kirschkompott. Das sind die Kirschen, die Flecken machen, die man nicht mehr wegbekommt. Und warum diese ganzen Zusatzstoffe, die niemand braucht? Ich sage nur: Großküche … Kochzutaten oder Vorgefertigtes eimerweise. Kirschen, denen man Farbstoff zusetzen muss, damit man erkennen kann, dass es Kirschen sind. Tomatensoße, die nur schmeckt, weil man ihr Geschmacksverstärker zugesetzt hat. Kann das ein gutes Essen für Kleinkinder sein?
Archiv der Kategorie: Zugabe
Was Berlin hat – und Schwarzenberg nicht
1. Hochhäuser
2. Rolltreppen
3. U-Bahn und S-Bahn
4. Cafés für Leute zwischen 20 und 40
5. Indische Restaurants

Na ja, Berlin hat noch mehr zu bieten – aber die Liste soll ja nicht zu lang werden … :-)
„Amokfahrt“ eines Traktors in der „Freien Presse“
In der Wochenendausgabe (7. und 8. März 2009) der „Freien Presse“, die ich erst heute in die Hände bekommen habe, ist die „Amokfahrt“ eines 28-jährigen in einem gestohlenen Traktor das große Thema (Link zu einem der Artikel). Drei Autos (zwei Polizeiautos, ein Kleintransporter) wurden in und um Beierfeld und Grünhain gerammt, niemand verletzt. Im gleichen Artikel ist auch von einer „Chaostour“ die Rede, was die Sache eher trifft. Denn was versteht man unter „Amok“? Im Duden Band 2 (Stilwörterbuch) findet sich für Amok laufen „umherlaufen und blindwütig töten“ sowie für Amok fahren „in wilder Zerstörungswut durch die Gegend fahren“ . Und das trifft es, oder? „Amok“ ist ein extrem sensibles Thema und der Gebrauch in Bezug auf eine Traktorchaosfahrt, die glücklicherweise glimpflich endete, meines Erachtens einfach nur - sensationslüstern.
Blogger oder Bloggerin
Ist eine Frau, die bloggt, ein „Blogger“ oder eine „Bloggerin“? Suche ich die Wörter bei Google, so hat „Blogger“ 192.000.000 Treffer, „Bloggerin“ dagegen nur 97.300. Im Wortschatz der Uni Leipzig gab es bei „Blogger“ 569 Treffer, bei „Bloggerin“ 33. Hm, was mag das bedeuten? Dass viel mehr Männer bloggen als Frauen? Oder dass Frauen sich eher als „Blogger“ bezeichnen? Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist „Blogger“ in dem Sinne, in dem wir das Wort gebrauchen, kein englisches Wort. Wir haben das „Blog“ genommen, das „g“ gedoppelt, ein „er“ rangehängt, und fertig war die Bezeichnung für die Person, die ein Blog führt. Vielleicht sollte ich das mal verfolgen: Wie geht es weiter mit den „Bloggerinnen“? Ach, und noch eine Frage: Was hat das jetzt mit Schwarzenberg zu tun? Ganz einfach: Schwarzenberg-Blogger oder Schwarzenberg-Bloggerin - ich hab mich entschieden …