Was wir trinken

Heute geht es mal nicht um das Leitungswasser, sondern um soge­nannte Erfrischungsgetränke. Limo also, Sprudel oder wie auch immer man das nennen möchte. Die Verbraucherzentrale hat 261 Erfrischungsgetränke unter­sucht und in 96 Proben einen erhöhten Benzol-Wert fest­ge­stellt (hier geht es zum Artikel: Klick).

Viele Erfrischungsgetränke basieren auf Wasser und erhalten ihren Geschmack durch verschie­dene Zusätze wie z. B. Frucht- oder Kräuteraromen. Zu Konservierungszwecken dürfen den Getränken Benzoesäureverbindungen zuge­setzt werden, was auch auf der Verpackung steht. In Verbindung mit Vitamin C, das natur­gemäß im Obst ist und auch künst­lich beigemischt wird sowie weiteren Verarbeitungsprozessen (z. B. Hitze) kann gesund­heits­schäd­li­ches Benzol entstehen.

Die Verbraucherzentrale rät also, beim Einkauf auf die Etiketten zu schauen und Getränke mit E210-213 (=Benzoesäureverbindungen) nicht mitzu­nehmen. Prost!

Leitungswasser für die Katz

Gerade im Sommer liest man immer wieder in der Zeitung, dass das Wassersparen einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Ach, sind wir jetzt alle umwelt­be­wusst geworden und denken an die Menschen und Länder, bei bzw. in denen das Wasser nicht so einfach aus dem Hahn kommt?

Nun, das möchte ich bezwei­feln. Dahinter steht wohl eher Sparsamkeit, man könnte es auch Geiz nennen, aber Wassersparen ist ja etwas Gutes, also bleiben wir bei Sparsamkeit. Obwohl es durchaus Zweifel daran gibt, ob diese Sparsamkeit so umwelt­freund­lich ist. Denn wenn man Leitungswasser kaum noch braucht und die Klospülung nur noch im Sparmodus gezogen wird, werden die Rohre nicht mehr ordent­lich gespült, es besteht die Gefahr der Verkeimung. In größeren Städten dürfte das kein Problem sein, aber in länd­li­chen Gegenden und in Kleinstädten, wozu Schwarzenberg zählt, schon.

Neulich roch das Leitungswasser hier ein paar Tage lang nach Chlor. Gechlort wird das Wasser, um Bakterien zu bekämpfen bzw. in Schach zu halten. Außerdem spülen die Wasserwerke immer mal die Rohre, wenn die Sparsamkeit einen neuen Gipfel erreicht. Da wird dann also Wasser durch­ge­jagt, das nur den Zweck erfüllt, die Rohe zu reinigen. Ich weiß nicht, wie viel Wasser das ist, aber wenig sicher nicht. Ist das jetzt gut?

Wenn ich daran denke, dass die Wassersparer meist ihr Geld im Supermarkt für Mineralwasser und teil­weise sogar stilles Wasser ausgeben, muss ich lachen. Da denken sie, sie sparen jetzt mal krampf­haft Wasser und damit Geld, und dann geben sie ein Vielfaches für Wasser in Plastikflaschen aus, Plastikflaschen sind ja auch ein schönes Thema, Weichmacher, Hormone usw.

Sicher hat auch Leitungswasser seine Nachteile, aber unterm Strich ist es doch optimal kontrol­liert und hat zumeist eine wesent­lich bessere Qualität als das teurere Supermarktflaschenwasser. Leute, dreht die Hähne auf…

Ist das Wasser sauber?

Anfang Juni hat das Umweltbundesamt das Schadstoffregister online gestellt. Hier bekommt man Informationen zu Emissionen aus größeren Industriebetrieben. Man kann die Postleitzahl eingeben, den Betriebsnamen, Flusseinzugsgebiet usw. Bei Schwarzenberg ist noch nicht so viel zu lesen, das Register befindet sich aber noch im Aufbau. Es ist geplant, auch Daten zu Belastungen durch den Straßenverkehr, die Landwirtschaft usw. einz­binden. Eine gute Sache, finde ich!

Von Schwarzenberg nach Ihlow und zurück

In den letzten Tagen war es etwas ruhig hier, aber das wird sich jetzt ändern – ich bin aus dem Urlaub zurück … Habe ihn in Ihlow verbracht, einem Dorf in der Nähe von Buckow, Strausberg, Berlin (1 Stunde). Ja, Ihlow ist ein rich­tiges Dorf. Ein paar Häuser nur, und unter der Woche kann man nirgendwo Essen und Trinken kaufen. Nachts war es stock­duster, also wirk­lich DUNKEL, keine Laterne in der Nähe, nix. Flach ist es dort oben, und es gibt vor allem Kiefern, 24 Stunden am Tag quakten die Frösche im Teich nebenan. Quak, quak, quak! Im Dorf leben vor allem Alteingesessene, aber auch ein paar Familien mit Kindern, die von Berlin aufs Dorf gezogen sind. Sie haben alte Höfe restau­riert und wohnen und arbeiten nun dort. In einem Hof gibt es ein Antiquariat mit enorm hohen Buchregalen – da wird die Leiter zum Stuhl (oder so). In einem anderen ist ein Holzgestalter und Landschaftsarchitekt, einen Biohof gibt es auch. Sie vermarkten sich gemeinsam als „Offene Höfe Ihlow“, und das läuft wohl recht gut, was sich auch in den Übernachtungszahlen des Dorfes wider­spie­gelt. Es ist schon erstaun­lich, was geht, wenn sich ein paar krea­tive Leute Gedanken machen … Schwarzenberg hat doch einiges zu bieten, aber so richtig sprit­zige Broschüren hab ich von der Stadt noch nicht gesehen – warum?