Ausflug in den Dresdner Zoo

Von Schwarzenberg aus nach Dresden in den Zoo – ist das noch ein Tagesausflug? Nun ja, möglich wäre es schon, bei einer Fahrtzeit mit dem Auto von zirka andert­halb Stunden durchaus machbar. Aber warum nicht gleich ein ganzes Wochenende in Dresden verbringen? Die Stadt ist es wert, gerade auch für Familien wird viel geboten. Das Verkehrsmuseum ist schon was für Vorschulkinder, mit dem Dampfer fahren gefällt auch den Eltern, Rolltreppenfahren in den Einkaufspassagen ist gratis, es gibt Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel (da sollte man sich vorher aller­dings kundig machen, wo sich was befindet), die ganzen baro­cken Gebäude in der Altstadt sind eine Wucht, die Menschenmassen zur Abwechslung ganz nett und so weiter.

Aber zum Zoo: Der liegt im Großen Garten, die Parkeisenbahn, früher Pioniereisenbahn, hat eine Station „Bahnhof Zoo“. Dieser Eingang ist aller­dings unter der Woche norma­ler­weise nicht geöffnet, da sollte man gleich zum Haupteingang gehen. Der Zoo ist nicht zu groß, aber man kann locker einen ganzen Tag dort verbringen. Der Gesamteindruck ist sehr positiv: helle, groß­zü­gige Gehege, ganz wenige Käfige der alten Art. Die Pfleger machen bei den öffent­li­chen Fütterungen einen sehr enga­gierten Eindruck. Die Tiere werden ordent­lich beschäf­tigt, sie sehen gut aus.

Es gibt genug Spielplätze, für Elternbegriffe fast zu viele, denn eigent­lich ist man doch im Zoo, um Tiere anzu­schauen?! :-) Die Spielplätze ähneln einander, immer Holz, was zum Klettern, auch mal mit Wasser, einige sind explizit für große Kinder. Eine Zoolok oder diese Rütteldinger (Auto, Tierfigur, Flugzeug…), in die die Eltern Geld stecken sollen, gibt es nicht, bis auf einen Bagger. Verhungern wird man im Zoo Dresden natür­lich nicht, Toiletten und Bänke muss man nicht lange suchen.

Der Dresdner Zoo bekommt von mir fünf Sterne, besser gehts nicht. Die Gehege sind schön, man sieht aber auch die Tiere (in manchen Zoos ist es ja so, dass die Gehege super sind, man die Tiere aber vergeb­lich sucht), man läuft sich nicht die Füße platt, kann sich ausruhen, die Planer haben ein Auge für Details. Sehr sehens­wert ist das neue Brandes-Haus, in dem u. a. die Schönhörnchen und Krokodil Max leben. Die Eintrittspreise sind okay, Erwachsene 10 Euro, Kinder 4 Euro, montags zahlen Erwachsene 7,50 Euro. Wenn ich in Dresden wohnen würde, würde ich mir eine Jahreskarte kaufen, die lohnt sich schon ab dem vierten Besuch inner­halb eines Jahres.

Die neue Website ist auch sehens­wert: www.zoo-dresden.de.

Zoo Dresden Photo by Andrea Groh, all rights reserved

Die Elefantendamen haben da was zu klären…

Zoo Dresden Photo by Andrea Groh, all rights reserved

Schlaue Ziege! Der Futterautomat ist direkt im Streichelgehege, und so bedient sich die Ziege von Welt auch mal selbst.

Zoo Dresden Photo by Andrea Groh, all rights reserved

Krokodil Max. Hat schon etliche Jahre auf dem Buckel und lebt seit Kurzem im neuen Brandes-Haus.

Zoo Dresden Photo by Andrea Groh, all rights reserved

Schönes Detail: Das Schild, mit dem auf die Jungtiere hinge­wiesen wird, ist ein echter Hingucker.

Schmetterling ade …

Laut BUND sind 80 % unserer Schmetterlingsarten bedroht und stehen auf der Roten Liste gefähr­deter Arten. Ich weiß nicht, ob es für mich schon immer so war, aber mir fallen Schmetterlinge auf, wenn ich sie sehe, es ist also etwas Besonderes, Seltenes.

Wenn man nicht gerade auf einer Blumenwiese unter­wegs ist oder einen Garten mit einem ordent­li­chen Blumenbuffet für Schmetterlinge hat, bekommt man eher Ameisen, Fliegen und Co. zu sehen – kein Wunder, denn der Rasen wird ständig gemäht, und es gibt wenige Wiesen, die einfach wild wachsen können.

Der BUND hat ein paar Tipps, was man für Schmetterlinge tun kann: „Mit nektar­rei­chen Blüten locken“.

Stadtfest in Aue 2010

Man kann sehr lange in Schwarzenberg wohnen, ohne je den Wunsch zu verspüren, aufs Stadtfest in Aue zu gehen. Warum auch, schließ­lich gibts das Schwarzenberger Altstadtfest …

Dieses Jahr war ich neugierig. Ich ließ mich auch nicht von den eher einfalls­losen Plakaten abschre­cken, die für das Stadtfest in Aue warben. Ging ohne Erwartungen hin – und wurde ange­nehm überrascht.

Es war richtig viel los! Gaukler und Ritter, Mittelalter- und Trödelmarkt, Rummel und Vereinsstände, Streichelzoo, offene Geschäfte, Musik… Für jeden Geschmack etwas, würde ich sagen, und gut fand ich auch, dass der Spaß keinen Eintritt kostete (im Gegensatz zum SZBer Altstadtfest). Dass man sehr schnell viel Geld loswerden konnte, haben diese Festiviäten ja leider so an sich, da kann man nix machen.

Stadtfest Aue 2010

Bei diesem Fest sah ich mal eine andere Seite von Aue: Die Stadt hat was, wenn sie nicht ganz im Autolärm unter­geht, wenn die Straßen von Menschen bevöl­kert sind. Bis zur Kreuzung am Altmarkt, beim Blauen Engel, konnten die Autos fahren, dann gings nach links ab und tschüss. Man siehts auf dem unteren Bild: Wo die Schirme stehen, ist Straßenfest.

Kreuzung

Ritterkampf, lauter Gesang, deftige Jonglage – das gabs auch. Die stadt­ei­genen Ritter der Compagnia degli Scoiattoli Neri sah ich aller­dings nicht. Wer weiß, wo sie waren? Sehr unter­haltsam war Lupus der Gaukler, der mit Bällen, Keulen, Feuer und Worten jonglierte. (Das musste jetzt sein.)

Gaukler Stadtfest Aue

Ein Blick vom Riesenrad auf den Stadtfest-Rummel. Am Vormittag war noch nicht viel Betrieb, am Nachmittag musste man sich durch die Massen schieben. Ich schätze, die Besucherzahlen konnten sich sehen lassen…

Blick vom Riesenrad