Ostern 2012 im Zoo der Minis

Egal, wie das Wetter zu Ostern wird: Im Zoo der Minis in Aue ist einiges los!

Am Ostersonntag und Ostermontag kommt der Osterhase mit Süßigkeiten vorbei. Außerdem gibt es Ponyreiten, eine Hüpfburg und Basteln für die kleinen Gäste. Im Kuschelzoo sind Rassekatzen, Frettchen, Exoten und Jungtiere zu sehen.

Nachwuchs im Zoo der Minis, geboren im März: eine Zwergziege, zwei Emus, neun Minischweine und drei Minischafe (Quessants).

Geöffnet ist von Karfreitag bis Ostermontag von 9.00 bis 18.00 Uhr.

Tiergarten Aue – Zoo der Minis

Damaschkestraße 1
08280 Aue

Telefon: 03771 2 37 73
Fax: 03771 44 00 85
www.zooderminis.de

Hofgarten ahoi!

Seit Ende 2010 gibt es im Hofgarten – beim Beruflichen Schulzentrum – einen Spielplatz, der den Namen auch verdient. Man kann nicht meckern! So ein Seilbahndingens, eine Rutsche, zwei Sandkästen, eine Hängematte und was zum Verstecken – da lässt sich ganz gut spielen und Zeit verbringen. Eine Schaukel und was zum Klettern gibt es leider nicht, aber manche Eltern und Großeltern dürfte das freuen, das ist ja durchaus nerven­scho­nend, wenn man nicht ständig aufpassen muss, dass das Kind nicht irgendwo runter­fällt. Der alte Spielplatz gleich nebenan ist auch noch da, mit Tischtennisplatte. Gute Gelegenheit, den winter­müden Knochen ein biss­chen Bewegung zu verschaffen …

Eine Ausstellung mit „Briefen“ von Hans Hess in der Galerie Rademann

Am vergan­genen Samstag war Ausstellungseröffnung in der Galerie Rademann, ab 17 Uhr im Marktgässchen 3. Es waren richtig viele Leute da, um die dreißig, sodass es in den zwei Räumen fast schon eng wurde. Hartmut Rademann sagte ein paar Worte zur Ausstellung, Jörg Meier, der Hornist und Musiktherapeut ist, spielte auf dem Hang. Das ist ein faszi­nie­rendes Instrument, ich glaube, ich habe es an dem Nachmittag zum ersten Mal gehört. Das sind zwei Halbkugeln aus Stahl, die mitein­ander verklebt sind, mit Einbuchtungen rund­herum und unten (oder oben) einem Loch. Noten gibt es für dieses Instrument nicht, es ist alles Improvisation. Es ist auch ein ange­nehmer Klang, nicht so laut, Jörg Meier meinte, das wirke in jedem Raum und würde auch gut mit anderen Instrumenten zusammen klingen.

Improvisation ist auch wichtig für Hans Hess, den Künstler, dessen Werke seit dem Samstag in der Galerie Rademann ausge­stellt sind. Es ist seine zweite Ausstellung in Schwarzenberg, die erste war 1989 in Jörg Beiers „Galerie S“, heute „Galerie Silberstein“. Hans Hess arbeitet als Ergotherapeut, hatte jedoch Kunst studiert und hat nie aufge­hört, Objekte zu gestalten, so auch Werke, Grafiken, Collagen, die er „Briefe“ nennt. Von diesen hat er dreißig ausge­wählt, die in der Zeit zwischen 1988 und 2012 entstanden sind.

Was ist ein Brief, könnte man fragen, und noch dürfte jeder die Antwort wissen: ein Bogen Papier, Schrift darauf, auch mal eine Zeichnung, Farbe, was Gebasteltes – man kann da schon kreativ sein. Hans Hess‘ Briefe sind zumeist Collagen, Schriften auf Seidenpapier, manchmal Schnipsel, Zettel, auch Stoffteile darauf, Farben … Und die Schriften kann man alle­samt nicht lesen, es sind Symbole, Farbkästchen oder eine Schrift, die aussieht, als sei sie echt – die es aber nicht ist.

Man kann sich diese dreißig „Briefe“ lange anschauen, am besten mit jemandem zusammen, um sich darüber auszu­tau­schen. Besonders nett ist es natür­lich, wenn Hans Hess dabei ist und ein paar Worte dazu sagt, wie das jewei­lige Bild entstanden ist, welche Materialien er verwendet und was er sich so dabei gedacht hat. Erstaunlich und span­nend finde ich die Vielfalt der „Briefe“. Beeinflusst seien diese „Briefe“ von Mail-Art-Projekten, an denen er seit den sieb­ziger Jahren immer wieder teil­nimmt, erzählte Hans Hess. Bei diesen Projekten werden Kunstobjekte – Collagen, Texte usw. – via Post ausge­tauscht. Oft werden die Objekte nur gesam­melt, manchmal geht auch ein Objekt von Teilnehmer zu Teilnehmer, und jeder fügt noch ein Detail hinzu. Wie ein „Brief“ am Ende aussehen wird, weiß Hans Hess vorher nicht. Eine Idee, ein Griff in die Material- bzw. Collagenkiste, und die Improvisation führt Regie. Das Ergebnis – die dreißig ausge­stellten Briefe – ist span­nend und sehenswert.

Ausstellung mit “Briefen” von Hans Hess in der Galerie Rademann, vom 2. April bis zum 20. Mai 2012

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 12 Uhr

(während des Ostermarktes am 8. und 9. April: 11 bis 18 Uhr)

Kulturladen & Galerie Rademann
Marktgässchen 3
08340 Schwarzenberg
Telefon 03774 762071

www.galerie-rademann.de
info@galerie-rademann.de

Eingang zum Rockelmann

Der Rockelmannpark hat an der Bermsgrüner Straße ein neues Schild: „Eingang Rockelmannpark“ steht darauf. Klingt nach einer Tür, einem Tor, einem Zaun? Den gibt es aber nicht, nach wie vor. Wir sind ja hier nicht in Schlema!

Ich frage mich, wer darauf gekommen ist, nicht nur „Rockelmannpark“, sondern „Eingang Rockelmannpark“ auf das Schild zu schreiben. Ein Späßchen? Ein Bürokratchen? Na, nächstes Mal, wenn ich eine Runde durch den Park laufe, finde ich dann hoffent­lich auch das Ausgangsschild. :-)

Gastbeitrag: „Ein Ei von dreien“, ein Ostergedicht von Petra Richter

Heute gibt es ein neues Gastgedicht von Petra Richter, etwas zum Schmunzeln, und natür­lich kommen Hasen und Eier darin vor. Vielen Dank, Frau Richter, und allen eine gute Zeit bis zum Wochenende. :-)

* * *
Ein Ei von dreien,
Liegt im Freien.
Das Ei war kein Riese,
Doch wie kam es in eine Krokuswiese?

Mitten in der Nacht,
Hatte es sich aus dem Kühlschrank davongemacht.
Es wollt so braun sein wie seine Kollegen,
Deswegen erschien ihm die Sonne ein Segen.

Auf weichem Gummibelag,
Ging es raus in den schönen Frühlingstag.
Es musste vorbei an den Bärchen aus Gold,
So war es sehr behutsam gerollt.

Man kann ja schließ­lich nie wissen,
Ob die grad aus sind auf Leckerbissen.
Draußen im frischen, grünen Rasen,
Waren diese Ängste wie weggeblasen.

Hinter einem kleinen Heckchen,
Fand das Ei sein Fleckchen.
Da lag es nun und lag es,
Für seinen Bräunungsprozess.

Die Sonne brannte lange und brannte heiß,
Doch das Ei blieb weiß.
Es fragte sich ganz verdrossen,
Wie machen das nur meine Genossen?

So hoppelt an dem einsamen Ei,
Eines Morgens ein Hase vorbei.
Er sieht das Ei da schwitzen,
Und bleibt verwun­dert sitzen.

Er sagt: „Es ist sieben Uhr vier,
Was machst du schon hier?“
Das Ei ruft: „Gegen Neune,
Geht’s los mit der großen Bräune.“

Der Hase meint: „Wie dem auch sei,
Hier latscht man dich doch zu Brei.“
Von nichts ist das Ei abzubringen,
Es verharrt allen Dingen.

Einen Morgen später sah er das Ei immer noch liegen,
Er dacht, das muss wirk­lich mal Farbe kriegen.
Er tauchte es in seinen Schokoladenkrug,
Und es hatte einen braunen Überzug.

Voller Glück
Kullert das Ei ein Stück.
Der Hase lacht: „Schön siehst du aus!“,
Und hoppelt zufrieden nach Haus.
* * *

Ei in der Krokuswiese, Foto von Petra Richter