Der Schwarzenberger Weihnachtsberg

Heute hat sich endlich mal wieder die Sonne sehen lassen, gut, dass ich die Kamera dabei­hatte, als ich den Bahnhofsberg hoch­lief. Als Schwarzenberger schaut man da ja gar nicht mehr groß hin, viel­leicht einmal kurz, wenn die Häuschen Anfang Dezember geöffnet und die Figuren aufge­stellt werden. Doch man sieht öfter Leute davor­stehen und foto­gra­fieren, und gerade für Kinder ist dieser große Weihnachtsberg natür­lich eine schöne Sache.

Die Figuren stammen vom Schwarzenberger Schnitzverein, der sein Domizil am Kutzscherberg hat. Die Schnitzer haben immer mal ihre Sorgen mit dem Weihnachtsberg: Letztes Jahr wurden Figuren beschä­digt, Ende 2011 war eine Figur verschwunden. Natürlich haben die Holzmänner, -frauen und -kinder zum großen Teil einen Bezug zum Erzgebirge – darge­stellt sind Bergmänner, typi­sche Handwerke, eine Familienszene, in der der Vater schnitzt und die Mutter klöppelt …

Es folgen zehn Fotos vom mitt­leren und unteren Bereich des Weihnachtsbergs, hier gab es in dieser Weihnachtszeit einige Veränderungen (nach dem dritten Foto den Link ankli­cken, um die rest­li­chen Bilder anzu­schauen). Fotos vom oberen Bereich gibt es hier: Weihnachtsberg 2011, Weihnachtsberg und Pyramide, Weihnachtsberg 2009.

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Bonjour tristesse: Unsere Stadt soll grauer werden

Kein Schnee, dafür graue Tage, manchmal Regen. Man wünscht sich Schnee herbei oder gleich den Frühling mit seinem Grün. Ich würde mir wünschen, dass die ganze Baumfällerei langsam mal aufhört. Wer das Thema satt­hatt, liest am besten nicht weiter. ;-) Ich bin weder baum­ver­liebt noch baum­ver­rückt, mir ist klar, dass alte und kranke Bäume gefällt werden sollten, so ist es nicht. Aber es nervt mich enorm, dass in der Stadt scheinbar an allen Ecken und Enden abge­holzt wird, nach dem Motto: Unsere Stadt soll grauer werden. Freie Sicht auf die Straßen! Nur Beton und Mauern sind sicher?

Natürlich schreibe ich das nicht ohne Anlass. Hier ist die Story: In den letzten Tagen des alten Jahres war ich spazieren, wollte die Alte Schneeberger Straße zur Altstadt hinunter. Mir fiel auf: Irgendwas ist anders. Eine andere Sicht. Dann machte es klick: Die Bäume waren weg. Die Bäume zwischen der Alten Schneeberger Straße und der Straße Am Hofgarten (die zum Beruflichen Schulzentrum führt).

Das heißt: kein Grün, kein Gelb mehr, kein Schatten, wenn man die doch recht steile Alte Schneeberger fast geschafft hat. Vielen Dank. Hätte man das nicht auch stutzen können? Ausdünnen? Es musste alles weg? Warum? Soweit ich weiß, gehört dieser Grund und Boden der Stadt. Werden dann neue Bäume gepflanzt? Erzähl mir doch mal einer, wo in der Stadt aufge­forstet wird.

Seit dem 1. Juli 2011 hat Schwarzenberg ja wieder einen eigenen Förster, der sich sowohl um den städ­ti­schen Nutzwald als auch um Bäume an Straßen und Wegen kümmert. Wenn Kümmern in erster Linie Fällen bedeutet, dann gute Nacht und bonjour tristesse!

Blick nach rechts, die Bäume in sattem Grün am 24. Mai 2011.

Herbst! Die Bäume am 23. Oktober 2011.

Keine Bäume mehr da. Foto vom 31. Dezember 2011. Links im Bild die Straße Am Hofgarten, rechts die Alte Schneeberger Straße, die in die Altstadt hinun­ter­führt. Auf dem Zwischenstück, wo jetzt nur noch Schilder zu sehen sind, wuchsen die Bäume.

Der kleine Hang.

Baumstümpfe.

Der gleiche Blick wie beim ersten Bild, nur etwas weiter oben foto­gra­fiert. Alles kahl.

Willkommen, 2012

So, das neue Jahr ist da. Ich wünsche Euch und Ihnen, die hier mitlesen, für 2012 alles Gute!

Ich freu mich über jeden Leser und über Kommentare, und wer eine Veranstaltung, die in Schwarzenberg statt­findet, im Schwarzenberg-Blog bekannt­ma­chen möchte: gern. Einfach eine Mail an mich schreiben. Das gilt auch für Gastbeiträge – bitte keine Scheu. ;-)

Schwarzenberg (Galgenberg), 31. Dezember 2011

Schwarzenberg (Galgenberg), 1. Januar 2012

Schon komisch: zu Silvester lag Schnee, abends nieselte es leicht. Am nächsten Tag war alles wieder weg. Ein schnee­freier Start ins neue Jahr. Kommt der Winter noch?