Ein Tag in Annaberg

Ich glaube, ich mag Annaberg. In diesem Jahr war ich öfter dort, vorher eigent­lich gar nicht. Warum auch? Nun, es spricht doch einiges dafür, ab und zu von Schwarzenberg diese halbe Stunde mit dem Auto zu fahren: unter anderem die Annenkirche, die Manufaktur der Träume, der Frohnauer Hammer – und, wichtig, die Innenstadt mit wirk­lich vielen Cafés und Geschäften. So ein leben­diges Stadtzentrum ist man als Schwarzenberger ja (leider) gar nicht gewöhnt.

Wir waren also gestern in der Annenkirche, haben dort bei der Führung mitge­macht (inter­es­sant und infor­mativ), außerdem beob­achtet, wie der Weihnachtsmarkt abge­baut wurde, irgend­wann ging die Sonne unter und es gab einen herr­lich kitschigen rosa Streifen am Himmel. Zusammen mit der Annenkirche ein Wahnsinnsanblick!

Die Manufaktur der Träume kenne ich ja noch nicht, aber das werde ich 2012 ändern. Gewiss. Und wer zum ersten (zweiten, dritten …) Mal nach Annaberg fährt und ins Zentrum will, nehme lieber sein Navi mit. Die Stadt ist ganz schön verwinkelt …

Marktplatz Annaberg: links die Weihnachtspyramide, rechts der Weihnachtsbaum.

Barbara Uthmann beob­achtet auf dem Marktplatz, wie die Weihnachtsmarktbuden abge­baut werden.

Hinter den Kulissen der Weihnachtsmarktbühne, in der Mitte ist der Turm der Annenkirche zu sehen.

Zwischen den Jahren

Ein Spaziergang zwischen den Jahren, in den Mittagsstunden des 27. Dezember – am Vormittag war es noch sonnig gewesen, eine Wohltat nach den grauen, verreg­neten Tagen. Aber als ich dann durch den Wald spazierte, war es wieder bedeckt, über den Bäumen hing tief der Nebel …

Nutzwald ist das, und in diesem Jahr wurde wieder kräftig geerntet – Bockauer Weg hoch, dann rechts beim Stromhaus, gegen­über vom Kuhstall, abbiegen und Richtung Wald laufen. Da ist in letzter Zeit wohl viel gefällt worden, der Wald verän­dert sich sehr …

Keine Kameras, bitte!

Jedes Jahr klappt es nicht, aber seit vielen Jahren, fast Jahrzehnten, stehe ich am 25. Dezember kurz nach 4 Uhr auf, um in die Christmette zu gehen, die 5.30 Uhr beginnt. In der St. Georgenkirche wird ein wunder­bares Krippenspiel gezeigt, nicht von Kindern, sondern von Erwachsenen, dazu singt die Kurrende, der Engelschor, der gemischte Chor, die Gemeinde. Es ist einfach schön. Immer dasselbe Spiel, das Programm, das ausliegt, ist Jahr für Jahr dasselbe. Aber die Menschen, die mitwirken, kommen und gehen. Und die Menschen, mit denen man sich an diesem frühen Morgen des ersten Weihnachtstages trifft, wech­seln manchmal auch.

Es war wieder wunderbar dieses Jahr. Was mich gestört hat: Es waren ein-zwei Leute in der Kirche, im Publikum, die geknipst haben. Mit Blitzlicht. Leute, was soll das? Wenn Ihr das Ganze schon als „normales“ Schauspiel seht und nicht als besinn­liche Erinnerung daran, dass dieser Morgen ein beson­derer ist: Fotografiert Ihr im Theater? In der Oper? Beim Konzert? Falls es Euch wieder in die Schwarzenberger Christmette verschlagen sollte: Lasst die Kameras stecken! Und denkt dran, was sich gehört, auch oder gerade, wenn man womög­lich als Tourist dabei ist.

Ansonsten wünsche ich noch zwei schöne Weihnachtsfeiertage, auch wenn das Wetter ziem­lich mies ist. Kann ja nur besser werden …

Die St. Georgenkirche. Das Foto ist schon älter und ohne Blitzlicht aufgenommen.

Frohes Fest!

Ich wünsche aller­seits schöne Weihnachtstage, harmo­nisch, gelassen, mit viel frischer Luft und Bewegung, damit all das leckere Essen in den Bauch passt …

Wer nach Weihnachten noch beschert werden möchte, nehme einfach an der Hörbuch-Verlosung im Schwarzenberg-Blog teil, „August der Starke – der säch­si­sche Sonnenkönig“, und zwar hier: mitma­chen.

Den Weltladen leerkaufen! Und ein Abschied

Gestern war ich im Schwarzenberger Weltladen. Ich hab zwar schon die meisten Weihnachtsgeschenke, brauchte aber noch ein paar Kleinigkeiten und beson­dere Dinge, die biss­chen Abwechslung in das Einerlei aus Büchern, prak­ti­schen Dingen usw. bringen.

Wenn man so was sucht, ist man im Weltladen genau richtig. Hier schaute ich die Regale von vorne links bis hinten rechts im Halbkreis durch: von den Keramikfiguren über die Filzsachen und Schmuckstücke bis zu den Lebensmitteln.

Weihnachtsschmuck

Ich hatte am Ende eine ganze Menge – und einen netten Schwatz mit der Weltladen-Verkäuferin gab es gratis dazu. Sie erzählte mir leider etwas gar nicht so Tolles: Der Weltladen ist nur noch diese Woche geöffnet, bis Samstag, den 24. Dezember 2011 also. Dann ist Schluss, dann geht es nicht mehr weiter. Es waren zu wenige Leute, die etwas kaufen wollten, und der Verein fand keine neuen Mitglieder. So geben die Frauen, die sich bis jetzt ehren­amt­lich enga­giert haben, auf und werden nach dem 24. das Geschäft ausräumen.

Also: Falls Sie noch was richtig Schönes für Weihnachten suchen, etwas, das nicht am Fließband, sondern von Hand und fair herge­stellt wude: Schauen Sie doch mal im Weltladen vorbei. Es macht Spaß, dort zu kaufen. Und es lohnt sich.

Die Öffnungszeiten des Weltladens Schwarzenberg:

Mo bis Fr 14 – 18 Uhr
Sa 10 – 12 Uhr

… und am 24. Dezember 2011 ist der Laden zum letzten Mal geöffnet.

Telefon: 03774 33 69 618

Adresse: Weidauer Straße 4, 08340 Schwarzenberg (Nähe Busbahnhof)

(Nach dem Foto unten bitte den Link ankli­cken, dann geht es zu den rest­li­chen Bildern.)

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