Dunkel war’s, der Mond schien helle

Am Donnerstagabend war ich auf dem Weg zur Galerie Rademann, wo Daniel Bachman ab 20 Uhr Gitarre spielen sollte. Es wurde gerade dunkel, der Mond schien hell und spen­dete ein selt­sames Licht. In der Altstadt war es, als hätte es einen in ein anderes, dunkles Jahrhundert verschlagen, und wer sich gruseln wollte, fand beste Voraussetzungen dafür.

Kaffee und Kuchen im Café am Markt

Neulich war ich zum ersten Mal im Café am Markt in der Schwarzenberger Altstadt. Es war schönes Wetter, sodass auf der Terrasse Tische standen und die Türen des Cafés offen waren.

Wenn man hinein­kommt, steht man gleich im einzigen, großen Raum. Rechts hinten in der Ecke ist der Küchenbereich, also der, in dem Regine Müller, die Inhaberin des Cafés, Kaffee, Capuccino, Latte macchiato usw. macht und wo in einer Vitrine die Torten stehen.

Ich hatte einen Tee und ein Stück Torte: Schwarzenberger Kirschtorte. War lecker! Und im Café wars nett. Nett fand ich auch, dass dort was los war – voll wars nicht, aber wir waren bei Weitem nicht allein.

Wer mal vorbei­schauen möchte: Das Café am Markt ist täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Café von außen: klick

Wanderwochen “echt Erzgebirge”: Panoramatour rund um Schwarzenberg

Am Samstag, den 15. September 2012, hat die Herbstwanderwoche “echt Erzgebirge” begonnen, die bis diese Woche Sonntag geht. An jedem Tag werden mehrere Rundwanderungen geboten. Die Teilnahme kostet nichts, doch ein kleiner Obolus ist erbeten.

Petra Richter ist auch in diesem Jahr wieder dabei – und hatte ein paar Gedichte zu verschie­denen “echt-Erzgebirge”-Wanderrouten im Gepäck. Das dritte ist heute zu lesen, zur “Panoramatour rund um Schwarzenberg“. Ein Dankeschön für das Gedicht und die Fotos an Petra Richter.

Schwarzenberg mag ich sehr,
Drum erleb ich heut hier Wandern, Singen, Spaß und mehr.
Ich dacht mir, dass das was Besonderes wär,
Und find, nichts ist dabei konträr.

Ich vernahm da mal Getuschel,
Schwarzenberg gliche einer Muschel.
Die Perle tief in einem Kessel,
Ist umrahmt von einer Felsenfessel.

Der Weg rings­herum entspräche so der Muschelkante,
Und der ist in meinem Wanderprogramm eine feste Konstante.
Ich halte die Wanderung für einen Hochkaräter,
Da wird man auto­ma­tisch zum Wiederholungstäter.

Auf Treppenstufen, sehr harten,
Laufen wir hinauf Richtung Stadtteil Hofgarten.
Diese führen peu à peu,
In die Höh.

Später erreicht man ein biss­chen k.o.,
Das Becherberg-Plateau.
Der erste Panoramablick eröffnet sich,
Wie ein ganzer Perlenteppich.

Mehr als einmal tauchten nach dieser Perle,
Nicht nur echte Kerle.
So kann man sie ausein­ander kloben,
Die Ausblicke auf Schloss und Kirche von hier oben.

Ohne Unterlass,
Bietet die Aussicht was.
Manchmal ist’s viel­leicht eine Kleinigkeit, die fehlt,
Dafür wird ein anderer Reiz hinzugezählt.

So erreicht man den Stadtwaldhang,
Dort greif ich zwischen­durch zu meinem Wassertank.
Vom Franzosenweg zur Griese,
Gelangen wir auf eine Wiese.

Im Perlentauchen nun schon firmer,
Erwartet uns hier der Schwarzenberger Türmer.
Er spielt sein musi­ka­li­sches Corpus Delicti,
Und hervor kommt die wunder­barste Melodie.

Zu Volksweisen und Vugelbeerlied,
Es uns nirgendwo mehr hinzieht.
Natürlich serviert er uns zunftgetreu,
Ein Türmerbräu.

(Gedicht und Fotos von Petra Richter)

Aktionskünstler am Dienstag in Schwarzenberg

Am Dienstag, den 18. September 2012, ist von 14 bis 18 Uhr der Zwickauer bzw. Berliner Aktionskünstler und Kunstpädagoge Walter Gerhard Grimbs in Schwarzenberg. Er wird in einem Jahr in Schwarzenberg am Festumzug zum Tag der Sachsen teil­nehmen, und der Rundgang durch Schwarzenberg soll eine Art „Vorevent“ sein.

Er startet am Bahnhof, läuft die Bahnhofstraße entlang Richtung Altstadt, dann die Untere Schlossstraße zum Schloss und zurück über die Obere Schlossstraße, vorbei an der Touristinfo, über den Markt und die Bahnhofstraße wieder hinunter zum Bahnhof.

Im Schloss und im Marktgässchen und nach Bedarf auch andern­orts wird er jeweils circa fünf­zehn Minuten bleiben und mit Passanten über „Kunst, Gott und die Welt“ reden. Er trägt eine rote Jacke, weiße Hosen und einen Hut und hat außerdem eine rot-weiße Vermessungsstange bei sich – sein Kunstprojekt nennt sich „Zwickauer und Berliner Landnahme“, und so wird er mit Kreide ausge­wählte Straßenbereiche markieren und „verleibt mit dieser symbo­li­schen Handlung diese markierten Straßenbereiche dem Stadtgebiet von Berlin (Zwickau) ein“.