Forstparkplatz versus Parkhaus, der aktuelle Stand (oder: Was die Freie Presse darüber schreibt und was nicht)

Wenn es in den letzten Jahren in der Freien Presse um den Forstparkplatz ging, konnte man sich auf eins verlassen: dass erwähnt wird, wie sanierungsbedürftig er sei. Dazu gibts dann ein entsprechendes Foto von der Hangseite, das möglichst liederlich aussieht. Man könnte direkt den Eindruck bekommen, dass der Parkplatz in einem schlimmeren Zustand ist als einige Straßen im Stadtgebiet. Dem ist nicht so.

Seit Januar liest man nun in jedem Freie-Presse-Artikel zum Forstparkplatz vom Brand im Brunnengraben. Anfang Januar hat es dort gebrannt und die Feuerwehr hatte Probleme, zu dem Haus zu kommen. In diesen Januartagen lag viel Schnee, und in der Altstadt ist schlicht kein Platz für viel Schnee, der türmt sich und muss irgendwann weggefahren werden. Parken wurde bis zu diesem Brand im Brunnengraben geduldet. Mittlerweile ist es verboten, dazu wurden auch neue Schilder aufgestellt.

Im Brunnengraben darf also nicht mehr wild geparkt werden, aber die Altstadt ist natürlich nach wie vor zugeparkt, und das Allheilmittel dagegen, so bringt es die Freie Presse wenig suggestiv in ihren Artikeln rüber, wäre ein Parkhaus.

Dieses Parkhaus würde die Stadt nun gerne auf dem Forstparkplatz bauen. Das Parkhaus soll nach aktuellem Stand drei Geschosse haben, ein Erdgeschoss und zwei Untergeschosse. 80 Stellplätze würde es bieten. 54 davon wären Stellplätze für Dauerparker, also Anwohner und Gewerbetreibende.

Ein Parkhaus für die Altstadt wird vielleicht tatsächlich gebraucht, auch da gibt es verschiedene Meinungen. Vor allem scheiden sich aber die Geister daran, was ein passender Standort dafür wäre. Ergebnisoffen schien die Suche nie zu sein, von Anfang an wurde der Forstparkplatz als einziger ernstzunehmender Kandidat gehandelt.

Argumente gegen den Forstparkplatz als Parkhausstandort findet man in der Freien Presse nicht. Dabei lassen sich ziemlich schnell so einige zusammentragen:

  • Direkt gegenüber ist die Stadtschule. Ein Parkhaus würde nicht zur Verkehrsberuhigung dieser vielbefahrenen Straße beitragen.
  • Das Erste, was man von der Altstadt aus Richtung Erlaer Straße kommend sehen würde, wäre ein Parkhaus.
  • Wo käme die Bushaltestelle hin?
  • Die kostenlosen Stellplätze auf dem Forstparkplatz würden wegfallen. Parken im Parkhaus wäre kostenpflichtig.
  • Die alten Linden am Forstparkplatz würden gefällt werden. Weniger Grün in der Stadt, ein Rückzugsort für Vögel, Insekten, Fledermäuse und Co. weniger.
  • Es wäre ein offenes Parkhaus, also Licht- und Lärmbelästigung für die Anwohner.
  • Die Kosten. Wie viel kostet es, auf diesem schwierigen Untergrund ein Parkhaus zu bauen? Wie viel würde die Stadt aus ihren Mitteln bezahlen, die anderswo dringender benötigt würden?
  • Es ist zudem fraglich, ob ein Parkhaus die Parksituation in der Altstadt tatsächlich entspannen würde. Geld fürs Parkhaus bezahlen, wenn das Parken in der Altstadt kostenlos ist? Es ist nicht geplant, die Altstadt autofrei zu machen, also werden dort auch Autos parken. Alles andere ist leider eine Illusion.

Jetzt könnte man sich fragen, wo stattdessen ein Parkhaus gebaut werden könnte. Dazu waren in der Vergangenheit auch verschiedene Vorschläge zu hören, zum Beispiel: auf dem Hammerparkplatz (wo ja schon alles erschlossen ist), auf dem Finanzamtparkplatz, Herrenmühle abreißen und dort ein Parkhaus bauen usw.

Der Stadtrat hat kürzlich die geänderten Bebauungspläne im Areal Vorstadt/Forstparkplatz abgesegnet, womit der Bau eines Parkhauses an dieser Stelle theoretisch möglich wäre – obwohl unter anderem BUND, NABU, Pro Natur Westerzgebirge e. V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (LAG) den Vorentwurf des Bebauungsplans ablehnten. Beschlossen ist der Bau eines Parkhauses dort jedoch noch nicht. Wie es weitergeht mit einem Parkhaus für die Altstadt, vielleicht ja auch an einem anderen Standort, wird sich vermutlich erst nach der Wahl am 26. Mai zeigen.

(Die Fotos sind von Freitag, dem 10. Mai 2019.)

Irgendwo dazwischen

Nachts frischer Schnee, aber tagsüber Plusgrade und Sonne, es wird schon noch mit dem Frühling … Bei den Bäumen und Sträuchern fängts langsam an mit Kätzchen, nicht mehr lange und die prächtigen Linden auf dem Forstparkplatz an der Erlaer Straße sind wieder grün.

Unterwegs in Schwarzenberg: Linde, Katze, Schöne

Steht nicht in der Überschrift, aber Schloss und Kirche haben es auch in diesen Artikel geschafft.

Nachdem es sich in den letzten Tagen ziemlich abgekühlt hatte, wird es wohl jetzt wieder warm. Schön! Dieses Jahr ist der Frühling ja temperaturmäßig so gut wie ausgefallen, Mitte April wurde es direkt sommerlich. Da hätte es ja sein können, dass Mitte Juni schon der Herbst kommt. ;)

Also eine Freitagsrunde durch die Stadt, von der Vorstadt in die Altstadt: Häuser gucken, Katzen nerven, Bäume bewundern. Allzu viel Betrieb war nicht in den Straßen, was ja auch sehr erholsam sein kann, zumal am Ende der Arbeitswoche …

Prächtige Linden in der Erlaer Straße auf dem Forstparkplatz

Zum Freitag mal wieder eine Schwarzenberger Katze (in der Erlaer Straße)

Ein SCHÖNEs Haus (Bekleidungshaus Schöne in der Erlaer Straße)

Steht zum Verkauf: das ehemalige Deutsche-Bank-Gebäude am Steinweg 1

Sommerlinde St. Georgenkirche

Die schöne Sommerlinde am Kirchsteig unterhalb der St. Georgenkirche ist ein Naturdenkmal. Sie ist über 220 Jahre alt, über 20 m hoch, hat einen Stammumfang von 3,80 m und einen Kronendurchmesser von ca. 14 m. Geschützt ist sie seit dem 7. April 1960.

(Diese Daten stehen auf der Tafel von 1999.)

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Tag des Baumes 2016: eine Winterlinde für Schwarzenberg

Am Montag, den 25. April 2016, ist Tag des Baumes. Seit einigen Jahren pflanzt an diesem Tag die Stadt Schwarzenberg mit dem BUND zusammen einen Baum.

In diesem Jahr wird im Wohngebiet Heide, auf der Grünfläche vor dem Ärztehaus, wo früher das Groß-Gut war, eine Winterlinde gepflanzt, gestiftet von den Stadtwerken Schwarzenberg.

Die Winterlinde ist Baum des Jahres 2016, sie wird bis zu 30 Meter hoch und 15 Meter breit und ist etwas robuster als die Sommerlinde, sie kann 1000 Jahre alt werden!

Die Stadt und die SWG, der das Grundstück gehört, laden an diesem Montag um 15.30 Uhr zur Baumpflanzung ein.

Stadtförster Christian Arnold teilt noch mit, dass im Frühjahr in Schwarzenberg 22 Großbäume (3 bis 4 Meter Höhe) und 500 Strauchsetzlinge zu Hecken gepflanzt wurden bzw. werden.

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Wohngebiet Heide, Grünfläche vor dem Ärztehaus