„No Mow May“ – im Mai nicht mähen

Kaum wächst das Gras wieder und erste Blüten zeigen sich, hört man überall Rasenmäher brummen. Aber viel­leicht ja doch nicht überall … Im Hofgarten steht zum Beispiel dieses Schild, das auf die Aktion „No Mow May“, auf Deutsch „Mähfreier Mai“, hinweist.

„No Mow May“ deshalb, weil die Aktion aus Großbritannien kommt, immerhin dem Land mit dem berühmten engli­schen Rasen. Englischer Rasen ist aller­dings nichts für Insekten, die brau­chen Blüten und Ruhe (vor Rasenmähern), um zu leben. Und Fakt ist, Insekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Bienen werden immer weniger – unter anderem, weil sie keine Nahrung finden. Weniger Insekten heißt, dass Vögel wiederum keine oder nicht genug Nahrung finden, dass Pflanzen nicht bestäubt werden usw.

Alles hängt zusammen, und am Ende fällt es dem Menschen auf die Füße. Warum also nicht einfach mal im Mai nicht mähen? Oder gene­rell Blumeninseln auf der Wiese stehen lassen? Im Garten ganz bewusst Blumen und Sträucher pflanzen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch Insekten Nahrung bieten?

Eine Moorbirke fürs Rockelmann-Wohngebiet

Am gest­rigen Dienstag, den 25. April, war Tag des Baumes, aus dem Anlass haben Oberbürgermeister Ruben Gehart, der Geschäftsführer der Schwarzenberger Wohnungsgesellschaft (SWG) Uwe Matthe und der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwarzenberg Sascha Wehrmann im Rockelmann-Wohngebiet eine Moorbirke gepflanzt, den Baum des Jahres 2023.

Laut Stadtverwaltung Schwarzenberg findet der Baum auf der Grünfläche inner­halb der Häuser opti­male Bedingungen, gerade auch wegen des kleinen Teichs daneben. Die Birke ist schon relativ groß und aus einiger Entfernung zu erkennen.

Die Stadtwerke Schwarzenberg haben den Baum gespon­sert, gepflanzt haben ihn Mitarbeiter des städ­ti­schen Bauhofes und die Pflege über­nimmt die HMT, die Tochtergesellschaft der SWG.

Die Moorbirke wird auch Haarbirke, Besenbirke, Glasbirke oder Behaarte Birke genannt und kann bis zu 150 Jahre alt und 30 Meter hoch werden.

Der Tag des Baumes wird in Deutschland seit 1952 begangen. Die Stadt Schwarzenberg hat erst­mals 2001 teil­ge­nommen und eine Esche im Rockelmannpark gepflanzt. Ab 2005 wurde dann Jahr für Jahr immer der jewei­lige Baum des Jahres gepflanzt, dieses Jahr war die Stadt somit zum 20. Mal dabei.

-> Infos: Stadtverwaltung Schwarzenberg (PM), www.schwarzenberg.de

Neue Kaue in Sachsenfeld eingeweiht

Die Stadtverwaltung Schwarzenberg teilt mit, dass am 18. April 2023 die neu errich­tete Kaue Sachsenfeld einge­weiht wurde. Die Baumaßnahmen zur Neugestaltung der Grünfläche Ecke Grünhainer Straße / August-Bebel-Straße wurden bereits 2022 abge­schlossen, es fehlte nur noch das Innenleben der Kaue.

Die histo­ri­schen Figuren in der Kaue haben Mitglieder des Schnitzvereins Schwarzenberg e. V. ab Oktober 2021 restau­riert. Die zwei Tafeln neben der Kaue infor­mieren zur Geschichte des Ortsteils Sachsenfeld, zur Kaue sowie zum Bergbaulehrpfad Fröbesteig – der an dieser Stelle startet – und zu Wanderwegen im Stadtgebiet.

Die Gestaltung des Platzes hat rund 79.600 Euro gekostet, was zu zwei Dritteln durch Bund und Land geför­dert wurde.

Zum Standort

Die Grünfläche im Kreuzungsbereich Grünhainer Straße zum Neustädter Ring, auf der sich die Kaue mit Infotafeln und Sitzbänken nun befindet, hat bis vor einigen Jahren der Kleingartenverein Sonnenleithe gepflegt. Als das nicht mehr ging, entstand in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Brigitte Hanisch aus Schwarzenberg ein Konzept zur Neugestaltung der Fläche. Grundidee war, die Kaue und die Beschilderung zum Fröbesteig, die sich auf dem Grundstück des Rittergutes Sachsenfeld befanden, hierher zu verlegen.

Zur Kaue Sachsenfeld

„Die Kaue in Sachsenfeld wurde vor Beginn des Schwarzenberger Weihnachtsmarktes 1985 im Auftrag des Rates der Stadt Schwarzenberg auf dem Gelände des Ritterguts Sachsenfeld direkt an der Grünhainer Straße aufgebaut.

Die Installation der Kaue war Bestandteil eines seit 1977 in Schwarzenberg stetig weiter­ent­wi­ckelten Konzeptes zur Stadtgestaltung mit erzge­birgs­ty­pi­schen tradi­tio­nellen Elementen. Dieses Konzept legte auch beson­deres Augenmerk auf die weih­nacht­liche Stadtgestaltung Schwarzenbergs.

Viele dafür entstan­dene Gestaltungselemente, wie Schwibbögen, Pyramiden, Schneekristalle und natür­lich der Heimatberg am Bahnhofsberg, schmü­cken in der Weihnachtszeit – teil­weise noch original, weiter­ent­wi­ckelt oder auch neu ange­fer­tigt – nach wie vor das Stadtgebiet.

Der Entwurf der Kaue Sachsenfeld stammt von Schnitzmeister Ernst Riedel. Die Figuren wurden von den Schnitzern Walter Janowski und Heinz Niehoff ange­fer­tigt. Die genannten Personen waren alle Mitglieder der Schnitzergruppe Sachsenfeld.

Als Motiv wurde die Darstellung histo­ri­scher orts­spe­zi­fi­scher Gewerke des Ortsteils Sachsenfeld gewählt.

Auf dem Drehteller sind neben dem mittig ange­ord­neten Baum folgende Figuren zu sehen: Waldarbeiter, Nachtwächter, Klöppelfrau, Bergmann mit Erzstufe, Schwarzblech-Klempner und Hammerschmied. Die beiden Figuren rechts und links des Drehtellers stellen einen Nagelschmied und einen Löffelschmied dar. Den Hintergrund bildet ein geschnitztes Relief des Ortsteils Sachsenfeld mit dem Rittergut Sachsenfeld.“

Zum Bergbaulehrpfad Fröbesteig

„Der Bergbaulehrpfad wurde Anfang der 1990er-Jahre unter der Bezeichnung ‚Bergbaulehrpfad Treue Freundschaft – Gelbe Birke‘ von der Stadt Schwarzenberg in Kooperation mit dem Erzgebirgszweigverein Schwarzenberg ange­legt. Am 30. Juni 2001 erhielt der Lehrpfad den Namen ‚Bergbaulehrpfad Fröbesteig‘. Anlass war der 150. Geburtstag von Julius Ernst Fröbe. Mit dieser Namensgebung wurden zwei bekannte Persönlichkeiten der Stadt Schwarzenberg geehrt, Bergdirektor Julius Ernst Fröbe und sein Sohn Dr. Walter Fröbe, Pädagoge, Heimatforscher und Schriftsteller.

Der Fröbesteig vermit­telt die Besonderheiten des histo­ri­schen Schwarzenberger Bergbaus im Gebiet der Stadtteile Sachsenfeld und Wildenau. Als 5,6 km langer Rundweg bietet er eine inter­es­sante Wanderung auf abwechs­lungs­rei­chen Wegen und mit tollen Aussichten auf Stadt und Region. Bestandteil ist der land­schaft­lich einzig­ar­tige Bereich der Gelben Birke.

Der Bergbaulehrpfad Fröbesteig wird neben verschie­denen anderen Wanderwegen vom EZV Schwarzenberg gepflegt.“

-> Infos: Stadtverwaltung Schwarzenberg (PM), www.schwarzenberg.de