Fragen & Antworten zum Bücher-Bringe-Dienst der Stadtbibliothek Schwarzenberg und mehr

Die Stadtbibliothek Schwarzenberg hat wegen des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossen. Das Team bietet jedoch einen Buch-Bringe-Dienst an. Dazu habe ich der Leiterin der Stadtbibliothek, Cornelia Krätzschmar, ein paar Fragen gestellt, die Antworten kamen postwendend, vielen Dank dafür.

1. Wer hatte die Idee zum Bücher-Bringe-Dienst?

Die Idee kam in Anlehnung an den Lieferdienst der Bücherwelt Schwarzenberg von Frau Hiemer und Frau Mack, wir haben uns dann die mögliche Umsetzung überlegt.

2. Kommen die Bücher in den Briefkasten oder übergebt ihr sie an der Tür?

Briefkasten oder Haustür? Solange die Leute nicht in Quarantäne sind, kann man die Bücher persönlich übergeben, ansonsten Briefkasten oder Ablage vor der Wohnungstür, das wird individuell besprochen.

3. Desinfiziert ihr die Bücher oder ist das nicht nötig?

Desinfektion der Bücher ist nicht notwendig, da der Virus ja nicht so lange überlebt (Papier/Pappe maximal 24 Stunden).

„Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.“ (Quelle: https://www.bfr.bund.de)

4. Wie kommen ausgeliehene Bücher wieder zurück in die Bibliothek?

Eine Rücknahme der Bücher erfolgt momentan nicht. Alle Leihfristen werden automatisch verlängert. Wir bitten die Leser auch keine Medien in unseren Briefkasten zu werfen!

5. Wie läuft es jetzt in der Bibliothek ansonsten weiter?

Das Bibliotheksteam ist momentan meistens bis Nachmittag vor Ort. Telefonische Bestellungen können so persönlich entgegengenommen werden, ansonsten auf den Anrufbeantworter sprechen oder E-Mail schreiben. Wir sichten derweil unseren Bestand, machen Inventur und haben auch mal Zeit für konzeptionelle Dinge.

6. Bis auf Weiteres fallen die Treffen der Kinder und Jugendlichen, die in der Leserjury zum Buchsommer Sachsen sind, sicher aus. Wie geht es hier weiter?

Die Mitglieder der Buchsommerjury haben ja jetzt extrem viel Zeit, um die Bücher zu lesen. Da letztens noch mal ein großer Schwung neuer Bücher geliefert wurde, können sich die Jurymitglieder nach Absprache mit Juliane bei uns die Bücher auch abholen. Geplant ist auch ein Treffen in kleiner Runde (2 Gruppen à 5 Jury-Mitglieder, damit Sicherheitsabstand gewahrt werden kann). Die Jurymitglieder werden von Juliane auf dem Laufenden gehalten (WhatsApp-Gruppe).

7. Was machen andere Bibliotheken zurzeit, habt ihr da Kontakte und gibt es eventuell irgendwelche Vorgaben?

Meines Wissens wurden die meisten Bibliotheken (Öffentliche und Wissenschaftliche) geschlossen. Es gibt keine einheitlichen Regelungen. Schließungen liegen in der Verantwortung der Träger.

Die Nutzung der Onlinebibliothek ist natürlich weiterhin möglich. Sollte jemand aufgrund überfälliger Jahresgebühr keinen Zugang mehr haben, werden wir das unbürokratisch regeln. Anruf oder Mail genügt! Möchte jemand die Onlinebibliothek erstmals nutzen und benötigt seine Zugangsdaten, bitte auch einfach Kontakt zu uns aufnehmen!

Kontakt:

Stadtbibliothek Schwarzenberg
Telefon: 03774 23031
E-Mail: bibliothek@schwarzenberg.de
https://www.schwarzenberg.de

(Foto: September 2019)

Ein rundes Fest in der Stadtbibliothek

Am gestrigen Samstag, den 26. Oktober 2019, hat die Stadtbibliothek Schwarzenberg ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert, mit einem Fest für die ganze Familie. Von 10 bis nach 16 Uhr stand die Tür offen, und draußen konnte man gleich in Bücherkisten stöbern, ein kleiner Bücherflohmarkt.

Los ging es mit einem Vortrag der Bibliotheksleiterin Cornelia Krätzschmar zur Geschichte der Schwarzenberger Stadtbibliothek. Zwei musikalische Lesungen mit Wolfgang Rieck gab es, vormittags „Adele Ukulele“ für Kinder und nachmittags für Erwachsene über Joachim Ringelnatz‘ Freundschaft mit den Schwestern Tula und Maria Reemy. Bei beiden Lesungen war Mitsingen angesagt, was sehr gut ankam.

Mitmachen konnte man auch bei verschiedenen Spielen, an mehreren Tischen und zwischen Bücherregalen. Für den kleinen Hunger war ein Büffet vorbereitet, den Kuchen hatten die Bibliotheksmitarbeiterinnen selbst gebacken. Überhaupt haben sie alles gemacht, damit große und kleine Gäste bei der Feier eine gute Zeit hatten. Dafür ein großes Dankeschön!

Eine gute Zeit kann man auch sonst in und dank der Bibliothek haben: Jede Menge Bücher, Hörbücher, CDs, DVDs und Zeitschriften warten auf Leserinnen und Leser jeden Alters. Die Jahresgebühr für Kinder beträgt 5 Euro, für Erwachsene 12 Euro.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 10 bis 18 Uhr, Mittwoch geschlossen, Freitag 10 bis 14 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr

Die nächste Lesung ist übrigens am Dienstag, den 5. November. Ab 18.30 Uhr erzählt Roman Israel über ein Leben aus dem Koffer, ohne festen Wohnsitz, sein Buch darüber heißt „Minimal ist besser“. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erwünscht unter Telefon 03774 23031 oder bibliothek@schwarzenberg.de.

Alles neu macht der Mai … in der Stadtbibliothek!

Heute 16 Uhr wurde die Bibliothek wiedereröffnet, nachdem sie den ganzen April über wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war. Cornelia Krätzschmar, die Leiterin der Stadtbibliothek, bestätigte, dass viele Leute während der Schließzeit nachfragten, wann sie denn endlich wieder Bücher ausleihen könnten …

Das Warten hat ein Ende, und es hat sich gelohnt! Wenn man hereinkommt, ist man erst mal baff, denn in der vorderen Hälfte der Bibliothek ist wirklich alles anders. Vorn rechts ist nun der Tresen, niedriger als vorher und mit zwei Computerarbeitsplätzen. Dahinter kommt ein Bereich mit Sitzecke, Tischen und Leinwand sowie Beamer. Hier kann man zum Beispiel lernen und recherchieren. Für größere Veranstaltungen können die Trennelemente entfernt werden, dann ist Platz für viele Leute.

Auf der linken Seite ist jetzt die Kinderbibliothek, deren Herzstück ein zweiteiliges, kreisförmiges Sofa ist, in dessen Rückwand Bücherregale eingelassen sind. Viel Platz für Kinder, die sich hier auch auf den Boden setzen können, denn im Sofabereich ist Teppich verlegt. Hinter den frei stehenden Regalen schließt sich eine weitere Sitzecke im Jugendbuchbereich an.

Die Wände sind frisch gestrichen, im vorderen Teil wurde neu Vinylboden verlegt. Die vorherrschenden Farben sind nun Weiß und Rot. Der Raum wirkt größer und weiter als vorher, heller und viel einladender.

Die Kosten für die Renovierung und die neue Möblierung, ca. 80.000 Euro, hat komplett die Stadt getragen. Regie bei der Umgestaltung führten Cornelia Krätzschmar von der Bibliothek und Gerd Rosam von der Stadtverwaltung. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen und ist vor allem eine Freude für alle Nutzerinnen und Nutzer der Bibliothek, egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene.

Die ersten Neuanmeldungen gab es bereits heute bei der Wiedereröffnung. Die Jahresgebühr beträgt für Kinder 5 Euro, für Erwachsene 12 Euro. Dafür gibt es eine breite Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern, Romanen, Krimis, Hörbüchern, Zeitschriften, DVDs …

Stadtbibliothek Schwarzenberg
Schulberg 1
08340 Schwarzenberg

Telefon: 03774 23031

Öffnungszeiten:
Montag 10 bis 18 Uhr
Dienstag 10 bis 18 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag 10 bis 18 Uhr
Freitag 10 bis 16 Uhr
Samstag 9 bis 11.30 Uhr

Medienangebot für Blinde und Sehbehinderte: Infoveranstaltung in Stadtbibliothek Schwarzenberg

Zu einer Infoveranstaltung anlässlich des Sehbehindertentages 2016 laden am Dienstag, den 7. Juni 2016, die Stadtbibliothek Schwarzenberg und die Regionalgruppe Aue-Schwarzenberg des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e. V. ein.

Ab 14 Uhr informiert die Leiterin der Stadtbibliothek, Cornelia Krätzschmar, über das Medienangebot für Blinde und Sehbehinderte: von Büchern in Brailleschrift über Bilder, die als Reliefs dargestellt sind, bis Hörbücher.

Mitglieder der Regionalgruppe sprechen über ihre Erfahrungen, es ist auch Zeit und Raum für persönliche Gespräche mit gleichermaßen Betroffenen, z. B. zur Augenerkrankung, zur Alltagsbewältigung und zum Beruf.

-> Website der Regionalgruppe: www.bsv-asz.de

07062016_Bibliothek_Sehbehindertentag

Schwarzenberg persönlich: Cornelia Krätzschmar von der Stadtbibliothek

Ich bin seit Schulzeiten Dauergast in der Stadtbibliothek. Ganz am Anfang hatte die Bibliothek einen Raum in meiner Schule, voller Bücher. Das ist eine sehr vage Erinnerung, an Regale voller Bücher und Glücksfunde. Später wanderte ich dann Woche für Woche in die Altstadt, dort war die Stadtbibliothek am Markt untergebracht. Dann zogen die Bibliothekarinnen mit allen Büchern, Zeitschriften, Kassetten und mehr in ein neues Gebäude bei der Stadtschule um. Und seit rund drei Jahren ist Cornelia Krätzschmar Leiterin der Stadtbibliothek. In dieser Zeit hat sich viel getan, man merkt, dass hier jemand am Wirken ist, der Bücher liebt und sie anderen ganz praktisch nahebringen will. Es gibt regelmäßig Lesungen, Aktionen für junge Leser – und der Bestand an aktuellen, spannenden Büchern wächst. Der neue Krimi von Rita Falk? Sämtliche Harry-Potter-Bände? Percy Jackson, Septimus Heap, Kerstin Gier: Sie alle warten in der Stadtbibliothek auf Leser …

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Bitte erzähl etwas über dich: Wer bist du, was machst du?

Mein Name ist Cornelia Krätzschmar. Ich lebe mit meiner Familie in Raschau. Ich bin Bibliothekarin und seit drei Jahren als Leiterin der Stadtbibliothek Schwarzenberg tätig.

Welchen persönlichen Bezug hast du zu Schwarzenberg?

Ich bin in Schwarzenberg aufgewachsen, bin hier zur Schule gegangen. Ich lebe seit zwanzig Jahren im Nachbarort Raschau, fühle  mich aber eigentlich bis heute als Schwarzenbergerin.

Welche Schwarzenberger Orte magst du – egal ob Kultur, Natur, Einkaufen …?

Ich mag die Schwarzenberger Altstadt. Hier hat sich vieles sehr positiv verändert.

Der Galgenberg bietet schöne Aussichten. Mit dem Totenstein verbinden sich viele Jugenderinnerungen …

Hast du Ideen, Wünsche, Vorstellungen für die Stadt?

Ich wünsche mir für Schwarzenberg eine weitere Belebung der Altstadt. Zum einen mit Straßencafés, zum anderen mit attraktiven Läden und interessanten Lädchen, die zum Bummeln einladen. Die Altstadt als autofreie Zone wäre meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt.

Schwarzenberg in zehn Jahren – wie stellst du dir das vor?

In den letzten zwanzig Jahren hat sich so viel verändert. Wie sieht die Stadt in zehn Jahren aus? Die Stadt wird sich weiter herausputzen. Es gibt noch viele Ecken, die neu entdeckt und gestaltet werden könnten. Die Stadt wird hoffentlich noch bunter und toleranter.

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Vielen Dank fürs Antworten. :-) Und hier noch mal die Kontaktdaten & Öffnungszeiten der Bibliothek:

Stadtbibliothek Schwarzenberg
Schulberg 1
Telefon: 03774 23031
08340 Schwarzenberg

Website: www.schwarzenberg.de

Öffnungszeiten
Mo, Di und Do 10–18 Uhr
Mi geschlossen
Fr 10–16 Uhr
Sa 9–11.30 Uhr

Die Kinderecke in der Stadtbibliothek