„Homosexuelle Lebensentwürfe 2012“: Podiumsdiskussion in Schneeberg

Am Freitag, den 12. Oktober 2012, disku­tieren ab 19 Uhr Volker Beck (Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschen­rechts­po­li­ti­scher Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag) und Anke Freitag (Erziehungswissenschaftlerin und Leiterin des Projekts „Regenbogenfamilien“ beim Gerede e. V.) zum Thema „Liebe, Ehe, Familie – homo­se­xu­elle Lebensentwürfe 2012“.

Aus der Ankündigung: „Offen gelebte schwule und lesbi­sche Partnerschaften sind lange schon gesell­schaft­liche Realität und Abbild sozialer Vielfalt. Trotzdem stoßen schwule und lesbi­sche Paare immer noch auf Ablehnung, Vorurteile und Diskriminierung.

Besonders die Öffnung der Ehe wäre ein wich­tiger Schritt, die Gleichstellung von homo­se­xu­ellen Partnerschaften voran­zu­bringen. Bei diesem Thema ist aber der Graben zwischen den poli­ti­schen Lagern immer noch tief. Die lang­same Anerkennung eines gewan­delten Ehe- und Familienverständnisses geht zu Lasten Tausender BürgerInnen: ca. 6000 Kinder wachsen in Deutschland derzeit in Familien mit gleich­ge­schlecht­li­chen Eltern, in soge­nannten Regenbogenfamilien, auf – Tendenz stei­gend. Mangelnde recht­liche Gleichstellung, bspw. im Adoptions-, Sorge- und Steuerrecht, benach­tei­ligt diese Familien massiv.

Wo die poli­ti­sche und gesell­schaft­liche Debatte derzeit steht, welche Initiativen für mehr Gleichstellung und Stärkung der Paare, Eltern und Kinder effektiv sind und wie der Alltag einer Regenbogenfamilie aussehen kann, erfahren wir an diesem Abend von unseren Gästen.“

Wann: Freitag, 12. Oktober 2012, ab 19 Uhr
Wo: Goldne Sonne Schneeberg, Fürstenplatz 5, 08289 Schneeberg

Eintritt frei.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Kulturzentrums Goldne Sonne Schneeberg und Weiterdenken – Heinrich Böll Stiftung Sachsen.

www.gerede-dresden.de: Gerede e. V., der Dresdner Verein für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle und deren Angehörige

Links zum Thema Regenbogenfamilie:

Die bleibt: die alte Eisenbahnbrücke am Bahnhof

Abgerissen wird ja gern in Schwarzenberg, ob Brücken, Stadtbad, alte Farbrikgebäude, über­flüs­sige Neubaublöcke. Wenn die Schwarzenberger Brücken reden könnten, müssten wahr­schein­lich einige in Therapie – aus Angst, als nächstes dran­zu­sein. Die Eisenbahnbrücke beim Bahnhof, das alte Viadukt, war eine heiße Kandidatin für den nächsten großen Abriss, aber wie’s aussieht, kann sie sich jetzt statt­dessen auf eine Verjüngungskur freuen. Und mit ihr die Leute, die nicht einsahen, warum eine alte, schöne Brücke, ein Denkmal immerhin, so ganz prag­ma­tisch abge­rissen werden sollte.

Die Stadträte wollten wohl vor allem sparen, denn die Sanierung der Brücke soll etwa das Doppelte von Abbruch und Neubau kosten. Erstaunlich eigent­lich, denn Abbruch ist ja auch nicht gerade billig, und das bei einer doch ziem­lich großen, massiven Brücke. Dass Abbruch dauert, kann man aktuell wieder bei der Egermannbrücke beobachten.

Mehr Fotos von der Brücke: klick
Artikel in der Freien Presse: „Streit um alte Bahnbrücke: Stadt beißt in sauren (Sanierungs-)Apfel“

Auf der Brücke, Blick Richtung Bahnhof.

Schwarzwasser, Blick von der Brücke Richtung Altstadt

Blick Richtung Viadukt, Kreisverkehr, Feuerwehr

Links im Bild: der Kran bei der Feuerwehrbaustelle