Von Rabenmüttern und Muttertieren

Letzte Woche waren zwei Autorinnen in der Stadtbibliothek Schwarzenberg zu Gast, die mit ihrem Buch sicher vielen Schwarzenbergerinnen aus der Seele sprechen. In „Muttertier an Rabenmutter“ geht es um Hanna und Maxi, die zu Schulzeiten beste Freundinnen waren, sich während des Studiums aus den Augen verloren und nach zehn Jahren via Internet wiedergefunden haben. Maxi hat zwei Söhne, Hanna eine Tochter, und beide Frauen versuchen gerade, wieder in das Berufsleben einzusteigen.

Maxi möchte bei ihrer alten Firma anfangen, doch als Mutter ist sie ein „Risiko“ und bekommt keinen ordentlichen Job, wie sie ihn früher in dem Unternehmen hatte, angeboten, sondern eine 400-Euro-Stelle. Sie will zwar endlich „rauskommen“ aus dem Mutter-Kind-Haushalt-Kosmos, doch nicht um jeden Preis, und so verzichtet sie dankend und sucht weiter.

Hanna hat ebenfalls keinen Erfolg, obowohl sie ein Studium absolviert hat und sich für so ziemlich jeden Job bewirbt. Schließlich macht sie sich selbstständig und baut ein Portal für arbeitssuchende Mütter auf. Die Website bastelt sie selbst und füllt sie mit Beiträgen und Leben, dabei muss so manche Nacht dran glauben, und sie hat immer das Gefühl, nicht genug für ihre Tochter dazusein. Weiterlesen

„Muttertier an Rabenmutter“ – Lesung am 19. Oktober in der Stadtbibliothek

Zur Lesung mit Sonja Liebsch und Nives Mestrovic lädt am Mittwoch, den 19. Oktober 2011, die Stadtbibliothek Schwarzenberg im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ ein. Die beiden Autorinnen stellen ihr Buch „Muttertier an Rabenmutter“ vor.

Gmeiner Verlag

„Zehn Jahre haben Maxi und Hanna nichts mehr voneinander gehört. Dabei waren die beiden Rheinländerinnen bis zu Maxis Hochzeit beste Freundinnen. (…) Ausgerechnet beim Surfen im Internet treffen sie sich wieder. Ein paar E-Mails später stellen Maxi und Hanna fest, dass sie inzwischen wieder einiges gemeinsam haben: Einen ganzen Stall voller Blagen, Dauerstress im Alltag und keine Aussicht auf ein geregeltes Einkommen. Endlich sind sich die zwei wieder einig: Für ihr Mutterglück brauchen sie ganz schnell einen Job …“

Dass Frauen für ihre Kinder auf den Beruf verzichten, ist im Osten ja eher die Ausnahme, doch zwischen Kindern und Job die richtige Balance zu finden, dürfte den wenigsten leichtfallen. Bin gespannt, ob es dazu ein paar handfeste Gedanken gibt, oder ob das Buch doch eher nur lustig-amüsant angelegt ist. „Rabenmutter“ finde ich auch ziemlich gestrig, sollte es denn negativ gemeint sein. Irgendwo habe ich gelesen, dass Raben mitnichten schlechte Eltern sind. Aber ich bezweifle mal, dass „Rabenmutter“ in dem Titel positiv gemeint ist. Na, ich lass mich überraschen.

>>> Stadtbibliothek Schwarzenberg, 19. Oktober 2011, Beginn 19 Uhr, Eintritt frei. <<<

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