Freitagnachmittag auf dem Marktplatz

Am Samstag, den 7. November, wird in der Altstadt auf dem Marktplatz „vorge­glüht“, am Freitag liefen bereits erste Vorbereitungen für das kleine Fest, das Kunst & Kneipe und Freunde veran­stalten – mit Musik, Feuershow, Filmvorführung und Basteln für Kinder, Essen und Glühwein –, Buden und eine kleine Bühne wurden aufgebaut …

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Friedensgebet am 7. November 18 Uhr in der St. Georgenkirche Schwarzenberg

Am Samstag, den 7. November 2015, lädt ab 18 Uhr die Kirchgemeinde zum Friedensgebet in die St. Georgenkirche Schwarzenberg ein, um ein Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

18.45 Uhr heißt es dann in der Vorstadt „Licht an für Menschlichkeit“ – mit einer Lichterkette für Frieden und Toleranz.

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„Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schre­cken.“ (Micha 4.3 und 4)

Ausstellung mit Bildern von Rosa Loy und Neo Rauch in Zwickau

Neo Rauch in Zwickau? Ja – und die Gelegenheit sollte man nutzen! In zwei Räumen und einem Flur werden um die 25 Bilder präsen­tiert: Arbeiten von Rosa Loy und Neo Rauch, Werke aus der eigenen Sammlung des Künstlerehepaars.

Die Ausstellung „Perlmutt“ ist noch bis Freitag, den 4. Dezember 2015, zu sehen, orga­ni­siert hat sie der Zwickauer Kunstverein Freunde Aktueller Kunst.

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr (Sonderöffnungszeiten am Wochenende siehe Website des Kunstvereins: www.freunde-aktueller-kunst.de), Eintritt 3 Euro, Hölderlinstraße 4 in Zwickau

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Dr. Büchners „Dekämerön“ in Schwarzenberg

Dr. Konrad Büchner, der bekannte Schnökologe*, hat mal wieder Aufzeichnungen gefunden, und zwar eroti­sche Geschichten aus dem mittel­al­ter­li­chen Fläming, die Giovanni Boccaccio später in seinem „Dekameron“ nach­er­zählte. Fünf dieser Geschichten gab Dr. Büchner am späten Nachmittag des 1. Novembers in der Galerie Rademann zum Besten.

Er spielte die Geschichten mit fünf verschie­denen Bühnenbildern und Casts – Puppen aus Papier, Stoff, Holz, Keramik. Und wer eher subtile Erotik erwar­tete, lag falsch, es wurde ziem­lich direkt. Aber vor allem war es sehr unter­haltsam, oft gab es was zu lachen, über Wortspiele, kleine Macken und verrückte Ideen, auch über die Puppen, die nicht unbe­dingt schön zu nennen wären, die das bei ihrem eroti­schen Treiben aber nicht im Geringsten störte.

Diese Parallelwelt im Fläming, in der Johann Oethe und Friedrich Füller wirkten, Nadelbäume Birnen trugen und alle Wörter einen Umlaut hatten, ist gleich­zeitig vertraut und fremd und damit die perfekte Spielwiese für einen Schauspieler. Was Dr. Büchner alias Frank Grünert daraus macht, war beim „Dekämerön“ wieder absolut sehens- und hörenswert.

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*Dr. Konrad Büchner ist eine Rolle, die Frank Grünert vom Stadt- und Burgtheater Bad Belzig schon seit einigen Jahren spielt. Dr. Büchner ist Schnökologe, der Schnökendöns (eine Reimsprache im Fläming bis zum Dreißigjährigen Krieg) beherrscht und Texte aus dieser Sprache ins Deutsche übersetzt.

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Das Bühnenbilde der ersten Geschichte, an der Wand dahinter Ortsnamen, die in der Inszenierung vorkamen.

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Dr. Konrad Büchner alias Frank Grünert

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Das Bühnenbild der Nachtigall-Geschichte, in der Mitte ist ein Bild mit Walther von der Vogelweide, der laut Dr. Büchner eigent­lich Vogelwiese, Plural Vögelwiese, hieß.

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Eine Schnökendöns-Kostprobe

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Die zwei Hauptdarsteller der vierten Geschichte