Filmvorführung und Diskussion: „Blut muss fließen – Rechtsrock in Sachsen“

Bündnis 90/Die Grünen laden am Mittwoch, den 12. Februar 2014, zur Filmvorführung und anschließenden Diskussion nach Schneeberg und Schwarzenberg ein, gezeigt wird „Blut muss fließen. Rechtsrock in Sachsen“.

Schneeberg: 17.00 Uhr, Kulturzentrum Goldne Sonne, Fürstenplatz 5
Schwarzenberg: 19.30 Uhr, Ring-Kino, Neustädter Ring 2

Worum es geht:

„Gerade junge Menschen werden mit Musik an die rechtsextreme Szene herangeführt und dort radikalisiert, Nazimusik und Nazikonzerte sorgen für Zusammenhalt unter Rechtsextremen. Daher wäre es falsch, Nazimusik leichtfertig als Jugendkultur neben anderen abzutun, aus denen die Betroffenen mit zunehmenden Alter ‚herauswachsen‘.

Darüber hinaus hat sich dieser Bereich auch zu einem blühenden Geschäft entwickelt: Allein in Sachsen wird der Umsatz des Musik- und Merchandisingversandhandels auf ca. 3,5 Mio Euro im Jahr geschätzt. Der Verfassungsschutz schätzt, dass 2011 bei 37 Konzerten in Sachsen 80.000 bis 100.000 Euro eingenommen wurden.

Der Journalist Thomas Kuban und der Filmemacher Peter Ohlendorf haben mit hohem Risiko in ihrem Film ‚Blut muss fließen‘ mit versteckter Kamera gefilmt, was bei Nazikonzerten in Sachsen, Deutschland und im Ausland hinter verschlossenen Türen geschieht. Die Bilder dokumentieren Hass, Gewaltphantasien und Nazipropaganda als zentrale Merkmale der rechten Szene.

Welche Bedeutung Musik und Konzerte für die rechtsextreme Szene haben, wie sich die Naziszene vor Ort auswirkt und wie man sich wehren kann, soll im Anschluss an jede der beiden Filmvorführungen diskutiert werden.“

Vor Ort sind Peter Ohlendorf (Filmemacher), Miro Jennerjahn (demokratiepolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag), zudem in Schwarzenberg Jens Paßlack (Kulturbüro Sachsen). Die Moderation übernimmt in Schneeberg Uwe Kaettniß (Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Erzgebirge), und in Schwarzenberg Ulrike Kahl.

Und noch ein PS vom Veranstalter:

„Der Veranstalter behält sich vor, Personen, die rechtsextremistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.“