Frühling in der Altstadt

Ein bisschen Sonne und man hat das Gefühl, jetzt geht es richtig los: Huflattich am alten Eiskeller, mit Veilchen, Gänseblümchen, Narzissen und Co. neu bepflanzte Pflanzkübel in der Altstadt, Blumenkästen mit Frühblühern auf den Schaufenstersimsen einiger Läden, Kätzchen an manchen Bäumen und Sträuchern …

Dass am Kaufland, am Schwarzwasser weiter Bäume gefällt werden, passt so gar nicht ins Bild. Amseln zum Beispiel brüten schon im März!

(Alte Schneeberger Straße, Eibenstocker Straße, Marktplatz, Untere Schloßstraße, Obere Schloßstraße, Unteres Tor, Bahnhofsberg, Bahnhofstraße, Hofgarten)

Baustellenreigen im März

Der Winter ist vorbei (hoffentlich), also sieht man jetzt draußen wieder an allen Ecken und Enden Baustellen, das ist quasi ein Naturgesetz, und man kann zwar über die Einschränkungen meckern, aber wenn nichts gemacht wird, passt es ja auch nicht …

Ein paar Baustellen, an denen ich heute vorbeigekommen bin:

In der Uferstraße zwischen Vorstadtbrücke und Wohnmobilstellplatz wird seit letztem Jahr gebaut, im November sollten Straße und Fußweg fertig sein. Nun wird der 31. März dafür angepeilt.

Heinrich-Heine-Straße

Eine Baustelle, die keinen stört und die man auch nicht unbedingt auf den ersten Blick sieht: der Glockenturm im Ratskeller. Nach wie vor ist der Umbau nicht freigegeben und die Glocken warten auf ihren Einsatz.

Auf dem Fußweg war bis Dienstag eine Baustelle, zum Nachlesen: „Nur eine kleine Baustelle?“

Nur eine kleine Baustelle?

Im Hofgarten werden aktuell wohl weiter Telefonkabel verlegt, denn ständig ist irgendwo ein Stück Fußweg oder Straße aufgerissen. Das nervt mal mehr, mal weniger, aber da müssen die Fußgänger und Autofahrer, die an diesen Stellen vorbeikommen, eben durch.

Ein bisschen anders ist das an einer Mini-Baustelle auf dem Fußweg an der Schneeberger Straße gegenüber der Bushaltestelle Hofgarten. Da ist tatsächlich der Fußweg über die ganze Breite gesperrt, und die Fußgänger können – an der Hauptstraße! – sehen, wo sie bleiben. Ist zwar nur ein kurzes Stück, aber erstens sind die Autos schnell und zweitens fahren sie aus Richtung Eibenstocker Straße leicht bergauf, sodass das nicht besonders gut einsehbar ist. Das Ausweichen auf das angrenzende Grundstück ist für Fußgänger auch nicht ohne Weiteres möglich, da rechts zum einen ein Erdhaufen liegt und es zum andern eine Absperrung in Form einer Kette gibt.

Für die Autofahrer, die aus dem Hofgarten rauswollen, ist die Baustelle auch kein Spaß, wegen des hohen Absperrzauns sehen sie kaum, ob von links gerade Autos auf der Hauptstraße angefahren kommen.

Nur eine kleine Baustelle also, aber eine, die es – in negativer Hinsicht – in sich hat.

Baustelle an der Schneeberger Straße

An der Schneeberger Straße werden Kabel verlegt und die Straßenlaternen erneuert, aktuell sind deswegen ein paar Meter Fahrbahn vor der Buswendeschleife nur einseitig befahrbar, mit Ampelregelung.

Wenn man sich die Laternen anschaut, ist es z. T. wirklich nötig, dass da was Neues kommt. Hoffentlich weder zu hässliche noch zu grelle (Stichwort Lichtverschmutzung).

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Tag des offenen Denkmals: Besichtigung des Eiskellers

Am heutigen Sonntag ist Tag des offenen Denkmals, aus dem Anlass bot die Stadt zwei Führungen an. 10 Uhr ging es ins denkmalgeschützte Haus am Markt 13, 14 Uhr gab es eine Stadtführung mit Besichtigung des Eiskellers in der alten Schneeberger Straße.

Treffpunkt der 14-Uhr-Führung war die Stadtinformation, viele Interessierte hatten sich eingefunden. Kein Problem, denn im Eiskeller ist genug Platz, seine Grundfläche beträgt immerhin 280 Quadratmeter.

Um 1800 wurde der Eiskeller erbaut, genaue Zahlen gibt es dazu nicht. Er ist nicht etwa in Fels gehauen, sondern besteht aus Bruchsteinmauern. Bis 1935 wurden im Eiskeller Bier und andere Lebensmittel gelagert, das Eis stammte aus dem Bräuerteich beim Rockelmannpark. 1936 wurde ein Haus auf den Eiskeller gebaut, das Garage, Waschsalon, Weltladen war, eine abwechslungsreiche Geschichte auf jeden Fall. Dieses Haus wurde 2013 abgerissen. Dann wurde die Außenmauer des Eiskellers saniert und die Fläche oben umgestaltet. Der Eisturm ging früher zwischen zwei Garagen regelrecht unter, jetzt steht er allein und man kann durch eine Scheibe runter in den Keller schauen.

Im Eiskeller ist es relativ kühl, auch ohne Eis, ca. 8 bis 10 °C. Gerade heute bei Außentemperaturen um die 28 °C ein ganz schöner Kontrast. Drinnen ist es düster und muffig, die Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 80 Prozent, aber der Boden ist relativ trocken. An einer Stelle wachsen kurioserweise Pilze, nicht am Boden, sondern an der Decke.

Normalerweise ist der alte Eiskeller nicht zugänglich, doch man kann zum einen durch den Eisturm runterschauen und zum andern gibt es zwei Erklärtafeln mit Fotos, eine bei der unteren Tür an der Schneeberger Straße und eine oben beim Eisturm. Da kann man also auch einfach mal so hinspazieren.

  • 9. August 2016: „Neue Erklärtafeln am Eiskeller und Licht im Eisturm“ -> Artikel lesen
  • 6. Dezember 2015: „Neues vom alten Eiskeller“ -> Artikel lesen
  • 7. November 2015: „Bauarbeiten am Eiskeller“ -> Artikel lesen
  • 21. September 2015: „Neue Türen für den Eiskeller“ -> Artikel lesen
  • 2. September 2014: „Beim alten Eiskeller wird gebaut“ -> Artikel lesen
  • 26. August 2013: „Eiskeller in Schutt und Asche“ -> Artikel lesen
  • 19. August 2013: „Der alte Eiskeller wird jetzt abgerissen“ -> Artikel lesen
  • 13. Juni 2013: „Die Tage des Eiskellers sind gezählt“ -> Artikel lesen
  • 6. Januar 2011: „Der alte Eiskeller in Schwarzenberg“ -> Artikel lesen

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Treffpunkt Stadtinformation

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Eiskeller in der alten Schneeberger Straße

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Eisturm

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Pilze wachsen an der Decke

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Über dem Eiskeller, Öffnung des Eisturms

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Neue Erklärtafeln am Eiskeller und Licht im Eisturm

Der Eiskeller an der alten Schneeberger Straße hat jetzt den „Ritterschlag“ zur offiziellen Schwarzenberger Sehenswürdigkeit bekommen: Am Gemäuer und am Eisturm wurden Erklärtafeln angebracht.

Die Bauarbeiten am Eiskeller und an der Stützwand unterhalb des Eiskellers sind längst abgeschlossen, man kann auf das Dach des Eiskellers gehen, dort stehen auch zwei Bänke.

An der Rückseite des Eisturms gibt es eine Scheibe, durch die man nach unten schauen kann, mit Licht sogar, der Schalter befindet sich neben der Scheibe.

Der Eiskeller ist denkmalgeschützt, er wurde um 1800 erbaut, bis 1935 wurden dort Bier und andere Lebensmittel gelagert. Die Grundfläche des Eiskellers beträgt ca. 280 Quadratmeter, er ist ca. 30 Meter lang. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 8 bis 10 °C, die Luftfeuchtigkeit bei ca. 80 Prozent.

Der Eisturm ist ein Kuppelgewölbe mit einem Durchmesser von 3,5 bis 5,5 Metern und einer Höhe von ca. 5 Metern. Durch eine Öffnung in der Kuppel wurde früher das Eis in den Keller hinabgelassen, das Eis kam im Winter vom Bräuerteich am Rockelmannpark.

Diese und mehr Informationen zum Eiskeller sind den Erklärtafeln zu entnehmen. Sehr schön ist das geworden, es lohnt sich, mal einen Abstecher dorthin zu machen!

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Tür am Eiskeller, neu mit Erklärtafel

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Weg auf das Dach des Eiskellers, links im Bild der Eisturm

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Eisturm

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Rückseite des Eisturms mit Scheibe zum Runterschauen

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Der Eiskeller, wie man ihn von der Schneeberger Straße aus sieht