Mit Schnee sieht alles anders aus (auch die Herrenmühle)

Mit Schnee sieht die Stadt anders aus. Straßen und Gebäude, die man schon x-tausendmal gesehen hat, werden wieder interessant. Zum Beispiel die Ottensteinbrücke über dem Schwarzwasser, die schönen alten Häuser an der Karlsbader Straße, Schloss und Kirche sowieso, aber auch die Herrenmühle, die mit dem weißen Dach in Luftlinie mit dem Schloss korrespondiert.

Die Herrenmühle ist kein „Schandfleck“, wie man immer mal wieder hört, sondern ein Denkmal. Sie braucht einen neuen Anstrich (und mehr), innen wie außen, der kleine Anbau an der Schwarzwasserseite ist wohl so marode, dass er abgerissen werden sollte. Aber das Hauptgebäude ist Bausubstanz, die länger halten dürfte als so mancher Neubau. Und welche Möglichkeiten dieses Haus bietet! Ein Haus für Vereine, für Handwerker zum Arbeiten, aber auch zum Präsentieren und Verkaufen, für Gemeinschaftsbüros, ein kleines Café wäre möglich, mit Bäcker, denn was liegt bei einer Mühle näher?

-> Zum Weiterlesen: „Herrenmühle ist Kulturdenkmal“

(Karlsbader Straße, Vorstadt, Kirchsteig, Altstadt, Schneeberger Straße, Hofgarten)

Baustelle Uferstraße (Juli 2016)

An der Uferstraße, zwischen Vorstadtbrücke und Wohnmobilstellplatz, wird aktuell noch die Stützmauer am Schwarzwasser saniert, danach ist die Uferstraße dran. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte November dauern.

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Vorstadt Richtung Uferstraße

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Links ist die Herrenmühle.

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Baustelle Stützmauer am Schwarzwasser

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Auf der Vorstadt-Fußgängerbrücke

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Schönste Sicht von der Brücke auf Schloss und Kirche

April, April

Sag ich doch, der April ist ein super Monat, von wegen Wetterkapriolen, die gibt’s doch eher im Mai. Na ja, noch ist der April ziemlich jung, mal sehen, was er bringt, Schnee, Regen, Sonne satt? Dieses Wochenende zeigt er sich jedenfalls von seiner besten Seite, morgen sollen um die 20 Grad werden …

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Der Springbrunnen auf dem Marktplatz springt wieder. Plätschert. Oder so.

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Veilchen und Narzissen am Markt, seit dem Ostermarkt

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Der einzige Pirat (oder Seeräuber?) von Schwarzenberg

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Der Springbrunnen am Meißner Glockenspiel ist auch wieder an.

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Kirchsteig mit St. Georgenkirche und altem Baum

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Hammerparkplatz mit Aussicht

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Im Schlosspark

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Aussicht von der Bergstation des Schrägaufzugs, rechts im Bild das Schwarzwasser und die Herrenmühle

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Kunst am Schloss

Karfreitag

Karfreitag also.

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Am Ratskeller hat der Kindergarten „Wirbelwind“ für den Osterschmuck gesorgt.

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Am Ostersonntag gibt’s bei gutem Wetter in der St. Georgenkirche Turm-Musik zum Osterfest, nach dem 18-Uhr-Geläut ist der Posaunenchor zu hören.

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„Vom Reden in die Taufe“ ist das Motto des Familiengottesdienstes mit Kindergottesdienstfest am Sonntag, den 10. April 2016, ab 10 Uhr in der St. Georgenkirche.

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Osterschaufenster in der Stadt: „Bei Karla sind die Hühner los!“ – in der Vorstadt.

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Herrenmühle

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Gegenüber, auf der andren Straßenseite, wird das marode Haus in der Obergasse 6 nun abgerissen. Wenn man die intakten und bewohnten Häuser daneben sieht, die sicher genauso alt sind, könnte man glatt bedauern, dass dieses eine dem Verfall preisgegeben wurde …

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Erlaer Straße, Altstadtblick und rechts Schloss und Kirche

Ein bisschen Frühling und alte Häuser am Weg

Es dauert noch eine Weile, bis es endlich grün wird, aber am heutigen 20. März ist immerhin Frühlingsanfang.

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Amsel in einem Garten am Kirchsteig

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Kirchsteig, Blick auf die Vorstadt und Richtung Bermsgrüner Straße mit Brecht-Gymnasium

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Vorstadt, Kurs auf die Herrenmühle

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Man braucht schon etwas Fantasie, um sich die Herrenmühle saniert vorzustellen. Aber mit Sicherheit wäre sie dann ein schönes, imposantes Haus, innen wie außen.

Und sie hätte viel Platz: für Vereine, ein Café, einen großen öffentlichen Raum für alle möglichen Veranstaltungen …

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Auf der Brücke von der Karlsbader Straße zum Hammerparkplatz

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Villa an der Ecke Karlsbader Straße / Badwiese. Sie wird in diesem Jahr renoviert.

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Die Villa gegenüber wurde schon generalüberholt. Ein schönes Haus.

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Ehemaliges Spinnereigebäude auf dem Kauflandgelände

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Auf der Grünfläche an der Kreuzung Karlsbader Straße / Egermannbrücke wachsen Krokusse.

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Am Schloßwald / Oswaldtalstraße, vermutlich die schneeglöckchenreichste Wiese in ganz Schwarzenberg

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Oswaldtalstraße, auf der Wiese am Bach tummelten sich zwei Enten (wenn man genau hinschaut, sieht man sie).

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Die Erzgebirgsbahn Richtung Johannstadt auf der Brücke beim Bahnübergang Bahnhofstraße / Grünhainer Straße

Herrenmühle ist Kulturdenkmal

Anfang Januar hatten die Kreistagsgrünen im Landratsamt angefragt, ob die Herrenmühle insgesamt oder Teile des Gebäudes unter Denkmalschutz stehen.

Die Antwort lautet: Ja, die Herrenmühle ist als Ganzes ein Kulturdenkmal.

2010 hatte das Landesamt für Denkmalpflege die „Denkmaleigenschaft“ der Herrenmühle überprüft. Im entsprechenden Schreiben heißt es:

„Als Ergebnis wird festgestellt, dass es sich um ein Kulturdenkmal nach § 2 Sächsisches Denkmalschutzgesetz handelt.

Die Herrenmühle ist ein Kulturdenkmal aus orts-, bau- und technikgeschichtlichen sowie aus städtebaulichen Gründen. Sie ist, neben Schloss und Kirche und mit diesen in der besonderen städtebaulichen Stadtsituation optisch korrespondierend, eines der Kerngebäude, an denen sich die Ortsgeschichte konstitutiert.

Sie war vermutlich Dominialgut mit Mahlzwang und ist bereits im 16. Jahrhundert erwähnt. Das heutige Anwesen besteht zu noch etwa einem Viertel im südlichen Teil aus der Bausubstanz des frühen 18. Jahrhunderts (Neuerrichtung nach Bränden 1673 und 1709), vorwiegend jedoch aus einem dominaten Vergrößerungsbau von 1937, der die übrige gedrungene, dickwandige ältere Baumasse umfassend verdrängte. Daher ist die baugeschichtliche Bedeutung der Mühle zwar gegeben, da von beiden Bauzeiten die entsprechende Formensprache erkennbar ist, aber diese ist nicht so hervorragend wie die ortsgeschichtliche und städtebauliche Bedeutung. (…)

Trotz der genannten baulichen Veränderungen ist der Dokumentationswert der Mühle hoch, da die Veränderungen von 1937 und ein Großteil der technischen Einrichtung ebenfalls bereits historisch sind. Durch die städtebauliche Lage und die besondere ortsgeschichtliche Relevanz hat das Gebäude zudem exemplarischen Wert. Der Erhalt der Herrenmühle liegt im öffentlichen Interesse.“

Die Anfrage der Grünen, die Antwort aus dem Landratsamt und das Schreiben aus dem Landesamt für Denkmalpfege kann hier nachgelesen werden: www.gruene-kreistag-erzgebirgskreis.de.

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Ensemble Herrenmühle, St. Georgenkirche und Schloss Schwarzenberg

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Rückseite der Herrenmühle am Schwarzwasser

Neues von der Herrenmühle (November 2015)

Die Herrenmühle hat offiziell keinen Eigentümer mehr, laut Freie Presse hat der Verein „Syndikat und Sport“ schriftlich verzichtet. In nächster Zeit muss nun geklärt werden, was mit dem Gebäude geschieht.

Die Stadt scheint aktuell nur die Kosten zu sehen, nicht die Möglichkeiten, die die Herrenmühle in saniertem Zustand bieten könnte. Dabei war das ehemalige Bahnhofsgebäude, das zum Museumsdepot umgebaut wurde, ebenfalls äußerst marode und im Gegensatz zur Herrenmühle nicht einmal denkmalgeschützt. Hier hat die Stadt Millionen in die Sanierung investiert.

Der Herrenhof Erla ist ebenfalls in einem Zustand, in dem man viel Fantasie braucht, um ihn sich als benutz- und bewohnbares Gebäude vorzustellen. Das Rettungsprogramm läuft jedoch, mit der Stadt als Eigentümerin.

Ist in letzter Zeit von der Herrenmühle die Rede, hört man schnell, sie sei ein „Schandfleck“. Ja, sie sieht aktuell schlecht aus. Sie braucht eine Generalüberholung. Ja, das wäre viel Geld. Aber wenn man z. B. vom Schloss oder von der Bergstation des Schrägaufzugs auf die Vorstadt schaut, sieht man sofort die Herrenmühle. Sie prägt das Bild der Vorstadt. Sie hat eine lange Geschichte. Es wäre schade, wenn sie abgerissen würde.

Warum sollte es für die Herrenmühle kein passendes Förderprogramm geben? Warum sollte sie nicht z. B. ein Bürgerhaus werden, Sitz von Vereinen und Kinder- und Jugendclubs, eine Begegnungsstätte? Die Lage wäre perfekt dafür. Und was wäre, wenn die Schwarzenbergerinnen und Schwarzenberger einbezogen würden in die Entscheidung über die Zukunft der Herrenmühle?

Sicher ist: Wenn sie abgerissen ist, ist alles zu spät. Und die Gefahr besteht leider, wie auch in der Freien Presse zu lesen ist. Es wäre doch gut, wenn ein anderer Weg gesucht würde. Wie im Falle der alten Eisenbahnbrücke, die abgerissen werden sollte, dann aber doch saniert wurde – und die zusammen mit dem neuen Park darunter ganz selbstverständlich und viel gelobt weiter zum Stadtbild gehört.

-> Artikel in der Freien Presse: „Kein Scherz: Herrenmühle herrenlos“ lesen

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An der Bergstation des Schrägaufzugs, Blick Richtung Vorstadt mit Schwarzwasser und Herrenmühle

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Vorderseite der Herrenmühle, an der Karlsbader Straße

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Rückseite, an der Uferstraße